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Wintersport 2022/23

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64 SPORT E |

64 SPORT E | 2022 BOB & SKELETON Anna Schenk „Ich blicke voller Zuversicht in die kommende Saison. Ich fühle mich fit, das Aufbautraining war optimal, und auch der Wegfall restriktiver Covid- Regeln wird so manches vereinfachen“. Südtirols einzige Bobsportlerin Anna Schenk gibt sich selbstbewusst und zielgerichtet. Dabei hat die Mannschaft um die einzig verbliebene Pilotin Giada Andreutti mit einem neuen Trainer erfolgreich gearbeitet. „Andrea Cardone hat vieles umgestellt, wir hatten zahlreiche Tests, waren auch in Rom im CONI- Leistungszentrum, wo wir viel Kraft und Geschwindigkeit trainiert haben“, resümiert die Grödnerin, die heiß auf die ersten Starts in diesem Winter ist. Als Anschieberin muss sie sich den Platz im einzigen Bob-Team Italiens verdienen, als Pilotin kommt sie wegen eines Augenleidens leider nicht in Frage. „Den Weltcupauftakt in Kanada müssen wir uns schenken, die Übersee-Reise ist zu teuer“, sagt Schenk. Wenn dann aber in Europa um die Kristallkugel gefahren wird, möchte Anna Schenk auf jeden Fall dabei sein. Anna Schenk, die keiner Sportgruppe angehört, arbeitete im Sommer auch als Bedienung, studiert nebenbei in der Schweiz Hundepsychologie, denn als Dog-Sitter ist sie bereits stark engagiert. Die Tierliebe ist neben dem Sport Annas zweite große Leidenschaft. ANNA SCHENK Geburtsdatum und -ort: 19. März 1994 in Bozen Wohnort: Wolkenstein Verein: Atletica Gherdeina Alex Verginer Vom Bremser zum Piloten Als Alex Verginer vor 7 Jahren unter der Leitung von Günther Huber mit dem Bobsport begonnen hat, versuchte er sich noch als Pilot. Weil aber Anschieber benötigt wurden, wechselte er ziemlich rasch und agierte in den vergangenen Jahren als Bremser im Zweier und Viererbob. „Ich habe nun auch Olympische Spiele als Bremser erbebt und mich nun dazu entschieden, selber als Pilot zu fahren“, so der Gadertaler. Nationalmannschaft und Verband unterstützen ihn dabei. Erstmal gelte es, den Zweierbob „in den Griff zu NATIONALTEAM BOB & SKELETON Bob: HERREN A-Kader: Patrick Baumgartner (Pfalzen), Lorenzo Bilotti, Eric Fantazzini, Robert Gino Mircea, Josè Delmas Obou, Alex Paganini, Mattia Variola, Alex Verginer (St. Martin in Thurn) B-Kader: Fabio Batti, Nicola Ceresatto, Mauro Colantuoni, Martin Huber (Raas), Isalbet Juarez, Elias Peintner (Meransen), Matteo Perin, Riccardo Ragazzi DAMEN A-Kader: Giada Andreutti, Anna Schenk (Wolkenstein), Tania Vicenzino B-Kader: Elena Bosco, Giulia Chenet, Martina Favaretto Skeleton: HERREN A-Kader: Amedeo Bagnis, Mattia Gaspari, Manuel Schwärzer (Meransen) B-Kader: Pietro Augusto Drovanti, Giovanni Marchetti, Gabriele Marenchino, Marvin Moscara, Giovanni Maria Pontiggia DAMEN A-Kader: Alessia Crippa, Alessandra Fumagalli, Valentina Margaglio B-Kader: Chiara Duzioni, Angel Nohwua Osakue bekommen“. Starten wird Verginer im Europacup. Wenn dort alles herausragend läuft, ist sogar ein Weltcupstart in dieser Saison möglich. Italien hat im Zweierbob-Weltcup zwei Plätze, aber nur Patrick Baumgartner ist gesetzt. Wahrscheinlicher aber ist, dass sich Verginer im Europacup herantastet. Wer ihn dabei als Bremser unterstützt und somit seine frühere Rolle einnimmt, wird je nach Form entschieden. Ein Kandidat dafür ist der 20-jährige Elias Peintner aus Meransen, der als einer der „jungen Wilden“, genauso wie Martin Huber (er ist der Sohn von Südtirols Bob- Legende Günther Huber und startet als Pilot in die Saison) der „B-Mannschaft“ angehört. ALEX VERGINER Geburtsdatum und -ort: 3. Oktober 1994 in Bruneck Wohnort: St. Martin in Thurn Verein: Bob Club Cortina

BOB & SKELETON SPORT E | 2022 65 Patrick Baumgartner Olympische Medaillenträume Manuel Schwärzer Die Weltcupsaison beginnt für Patrick Baumgartner diesmal erst im Jänner. Italiens Nummer 1 im Bobsport und sein Team haben sich dazu entschieden, die Rennen in Übersee auszulassen und erst Anfang Jänner in Winterberg in die neue Weltcupsaison zu starten. Im Europacup ist Baumgartner dann freilich stets einer der Mitfavoriten. Ein Kandidat für die ersten Plätze will er aber auch mittelfristig bei den „ganz Großen“ werden. „Wir möchten uns kontinuierlich steigern und schauen immer weiter nach vorne. Schritt für Schritt. Das große Ziel ist es, bei den Olympischen Winterspielen 2026 realistische Medaillenchancen zu haben“, so der Issinger. Ohnehin weiß der 27-Jährige, was und wohin er will. „In dieser Saison im Weltcup will ich mich auf den Plätzen 8 bis 12 etablieren“. Seine Paradedisziplin dabei bleibt der 4er-Bob. Aber: Auch im 2er-Bob will er aufhorchen lassen und die viel gepriesene Kontinuität reinkriegen. Dass die letzten Schritte nach ganz vorne schwierig werden, weiß der Pusterer: „Je weiter es nach vorne geht, desto höher ist die Leistungsdichte. Klitzekleine Fehler und Unachtsamkeiten entscheiden über Platzierungen.“ Um Fehler zu minimieren, tut der Bobpilot so einiges. In den vergangenen Wochen und Monaten standen intensive Materialtests auf dem Programm, unter anderem bei einem Trainingslager Anfang November in Norwegen. Die Tests auf der Kunsteisbahn in Lillehammer liefen erfolgsversprechend. „Das ganze Team ist bis in die Haarspitzen motiviert“, so Baumgartner. Auffallend: Der Pilot stellt sein Team immer in den Vordergrund, auf Posts in sozialen Netzwerken wie facebook etwa. „Zusammen erreicht man mehr“, weiß er. Wer genau im Vierer- bzw. Zweierbob des Pusterers sitzen wird, dürfte sich im Laufe der ersten Rennen herauskristallisieren. Nicht zuletzt versucht Baumgartner abseits des Sports, mit Wanderungen in den Bergen den Kopf frei zu bekommen. Eine treue Begleiterin ist dabei seine Freundin Greta Passler. Zeit zu zweit darf ohnehin nicht zu kurz kommen. In diesem Jahr verbrachte das Paar im Juli eine Woche Urlaub auf Elba. So idyllisch der Strand dort auch sein mag, schlussendlich tauscht Baumgartner diesen gerne wieder gegen die Bobbahnen dieser Welt. PATRICK BAUMGARTNER Geburtsdatum und -ort: 27. Dezember 1994 in Bruneck Wohnort: Issing/Pfalzen Sportgruppe: Gefängnispolizei „Ja, ich möchte zurück in den Weltcup“, so Manuel Schwärzer. Zuletzt war er im Dezember 2020 in Igls im Weltcup am Start und belegte damals Rang 17. Dort hatte er sich am Oberschenkel verletzt, nach einigen Monaten Pause versuchte er, sich im Intercontinental Cup wieder heranzutasten, den Sprung zurück in den Weltcup zu schaffen. Das gelang bisher nicht, in der kompletten vergangenen Saison tat er sich schwer und kam im Weltcup nicht zum Zug. Unter anderem warf ihn im Dezember auch eine Corona-Infektion zurück. Nun soll alles besser werden. Durch gute Leistungen im Europacup will er so schnell wie möglich zurück in den Weltcupzirkus – und sich dort mittelfristig etablieren. Der Traum von Olympia ist schließlich noch nicht ausgeträumt. 2026 wäre Schwärzer als 30-Jähriger in einem guten Skeletoni-Alter. Bis dahin ist viel harte Arbeit angesagt. Weltcup-Kalender 24. - 26. November 01. - 03. Dezember 16. - 18. Dezember 06. - 08. Jänner 13. - 15. Jänner 20. - 22. Jänner 10. - 12. Februar 17. - 19.Februar -Infografik: M. Lemanski/A. Delvai Whistler Park City Lake Placid Winterberg Altenberg Altenberg Igls Sigulda BOB UND SKELETON Kanada USA USA Deutschland Deutschland Deutschland Österreich Lettland 2022/23 MANUEL SCHWÄRZER Geburtsdatum und -ort: 11. November 1996 in Brixen Wohnort: Meransen Sportgruppe: Heer

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