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Wintersport 2022/23

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52 SPORT E |

52 SPORT E | 2022 NATURBAHNRODELN Greta Pinggera Es zählen auch andere Sachen Die Enttäuschung, dass der Naturbahnrodelsport nicht so schnell olympisch wird, hat auch bei Greta Pinggera Spuren hinterlassen. Rodeln hat nicht mehr die absolute Priorität. Ein Umzug, ein neuer fixer Job, Zeit mit den Liebsten verbringen: Spricht man mit Greta Pinggera, dann merkt man schnell, es zählen auch andere Sachen, abseits des Sports. Ihren Lebensmittelpunkt hat sie mittlerweile Greta Pinggera mit ihrem Freund Benjamin Sellemond in Lissabon. vom Vinschgau ins Eisacktal nach Feldthurns zu ihrem Freund Benjamin Sellemond verlegt, eine Arbeit im Büro von barth Innenausbau in Brixen gefunden. An den Wochenenden fährt sie gerne nach Hause ins heimische Laas zu ihrer Familie. Freilich, der Rodelsport spielt dennoch nach wie vor eine große Rolle im Leben der 27-Jährigen. „Aber ich muss ehrlich sein, hier sich nochmal groß zu motivieren, nach diesen ganzen verbandspolitischen Enttäuschungen, das ist schwierig“, sagt sie. Auch wenn es mittlerweile andere Prioritäten gibt, das Naturbahnrodeln ist dennoch ihre Leidenschaft. In dieser Saison will sie jedenfalls nochmals angreifen, was danach kommt, steht wie so vieles beim Rodeln in den Sternen. Das Ziel von Pinggera ist es, die große Favoritin Evelin Lanthaler hie und da zu schlagen. Am besten bei den Weltmeisterschaften in Rumänien. Die Bahn in Vatra Dornei liegt ihr, hier holte sie 2017 den WM-Titel. „Das gibt nochmal einen Motivationsschub“, erklärt die Wahl- Feldthurnerin. GRETA PINGGERA Geburtsdatum und -ort: 17. Jänner 1995 in Schlanders Wohnort: Feldthurns/Laas Verein: SC Laas NATIONALTEAM NATURBAHNRODELN HERREN Weltcup-Kalender 15. bis 17.12. 6. bis 8.1. 13. bis 15.1. 27. bis 29.1. 8. und 9.2. 17. bis 19.2. -Infografik: A.Delvai/M. Lemanski NATURBAHNRODELN Winterleiten Mariazell Jaufental Deutschnofen Vatra Dornei Umhausen im Ötztal 2022/23 Österreich Österreich Südtirol Südtirol Rumänien Österreich A-Kader: Fabian Brunner (Feldthurns), Florian Clara (St. Martin in Thurn), Alex Gruber (Villanders), Matthias Lambacher (Villnöß), Patrick Lambacher (Villnöß), Patrick Pigneter (Völs), Mathias Troger (Tisens) B-Kader: Anton Gruber Genetti (Völlan); Florian Haselrieder (Völs), Alex Oberhofer (Laas), Hannes Unterholzner (Völlan) DAMEN A-Kader: Evelin Lanthaler (St. Martin in Passeier), Daniela Mittermair (Deutschnofen), Greta Pinggera (Laas), Nadine Staffler (Laas) B-Kader: Jenny Castiglioni (Partschins), Katharina Hofer (Moos in Passeier), Ivonne Müller (Ulten)

NATURBAHNRODELN SPORT E | 2022 53 Alex Gruber Geplatzter Traum hält ihn nicht auf Die Motivation ist immer noch am Boden. Kein Wunder: „Olympia 2026 wäre mein Ziel gewesen, mit Olympia und Naturbahnrodeln wird es aber so schnell nichts“, weiß Gesamtweltcupsieger Alex Gruber. Aber: „Dieser Sport bleibt meine Leidenschaft, heuer will ich alles gewinnen“. Vor über einem Jahr der Rückschlag für den Naturbahnrodelsport: Der eigene Rennrodelverband FIL verzichtete darauf, für Olympia 2026 anzusuchen. Mittlerweile herrscht die Erkenntnis. „Mit Naturbahn und Olympia wird es wohl mittelfristig nichts mehr werden, der eigene Verband will diese Disziplin nicht bei den Spielen“, kritisiert Gruber. Vielleicht „in 10 bis 15 Jahren, wenn der Klimawandel so extrem weitergeht, könnte es ein Thema werden“, so der Villanderer. Dann ist es für ihn aber zu spät. In die Geschichtsbücher des Naturbahn-Sports eingehen dürfte er freilich dennoch. In der vergangenen Saison holte der zweifache Weltmeister erstmals den Gesamtweltcup. Wenngleich die letzten beiden Saisonrennen in Russland im letzten Moment aufgrund der russischen Kriegserklärung an die Ukraine abgesagt werden mussten. „Ich wäre diese Rennen natürlich noch gerne gefahren. Aber diesen Titel habe ich gerne mitgenommen. Ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Ich habe es mir verdient, es war insgesamt eine gute Saison“, blickt Gruber zurück. In dieser Saison wolle er nachlegen. „Weiter Vollgas geben und alles gewinnen“, gibt er die Marschroute vor. Trotz der FIL-Enttäuschungen betont er: „Den sportpolitischen Entscheidungen zum Trotz lasse ich mir den Spaß an diesem Sport nicht nehmen“. Einzelne Stimmen, wonach die Naturbahn-Szene einen eigenen Verband gründen sollte, sieht er kritisch. „Das wäre schwierig, dann würden wir wohl noch weiter in der Versenkung verschwinden“. Zurück zum Sportlichen. „Der Weltcupkalender ist interessant, vieles ist möglich“, weiß Gruber. Und die ärgsten Konkurrenten? „Die gleichen wie zuletzt, natürlich Thomas Kammerlander, Patrick Pigneter und auch Michael Scheikl“. Auf die neue Saison freut sich Gruber, der im Sommer als technischer Planer unter anderem für Rubner Haus sowie im heimischen Zimmereibetrieb aktiv war. „Für Urlaub blieb diesmal nicht viel Zeit, nur sporadisch den ein oder anderen Tag“, erzählt er. Die Weltmeisterschaften finden heuer im rumänischen Vatra Dornei statt. Daran hat Gruber gute Erinnerungen. 2017 holte er hier Gold. Eigentlich hätte die WM in Moskau über die Bühne gehen sollen, aufgrund des Krieges ist Russland als Veranstaltungsort internationaler Sportveranstaltungen aber derzeit tabu. Auch die russischen Athleten bleiben in dieser Saison gesperrt. ALEX GRUBER Geburtsdatum und -ort: 21. Dezember 1992 in Bozen Wohnort: Villanders Verein: SV Villanders

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