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Wintersport 2022/23

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34 SPORT E |

34 SPORT E | 2022 SKI ALPIN Der nächste Schritt ist überfällig Sie sind allesamt 25 Jahre alt oder jünger, gehören zu den aufstrebenden Athletinnen in der Ski-Szene der „Azzurre“ und wollen in der neuen Saison ihre Qualitäten erneut unter Beweis stellen: Vera Tschurtschenthaler, Celina Haller, Laura Steinmair und Petra Unterholzner. Vera Tschurtschenthaler Mit 25 Jahren und mittlerweile 5 Weltcup-Starts ist Vera Tschurtschenthaler die arrivierteste Athletin und gleichzeitig jene, die den turbulentesten Karriereverlauf vorzuweisen hat. 2019 wurde sie – nachdem ihr Rücktritt fast schon beschlossen war – sensationell Italienmeisterin. In den darauffolgenden Jahren fand sie aber nicht zur gewünschten Konstanz. Sie flog aus dem Nationalteam, ehe sie im vergangenen Frühling dorthin zurückkehrte. „Die Erleichterung war riesengroß. Sonst hätte ich nicht gewusst, wie es weiter gegangen wäre“, sagt die Sextnerin, die nach wie vor keiner Sportgruppe angehört und deshalb finanziell aus der eigenen Tasche schöpfen muss. Grundlegend für die Wiederaufnahme ins Team war eine starke Saison, in der sie unter anderem ihr erstes Europacup-Podest (2. Slalom Meiringen) erklomm. Laura Steinmair Zu ihrem Weltcup-Debüt wäre Laura Steinmair im November gekommen, hätte Frau Holle nicht gestreikt. Die 22-Jährige aus Olang wurde nämlich für das später abgesagte Parallel-Rennen in Lech nominiert. „Mein Traum, im Weltcup zu starten, ist dadurch noch greifbarer geworden“, betont Steinmair. „Und deshalb will ich noch härter arbeiten, um dieses Ziel zu erreichen.“ Die Riesentorlauf-Spezialistin, die in der Vorsaison ein Muster an Konstanz war und 6 Mal Europacup-Punkte in der Kerndisziplin sammelte, plant, auch vermehrt im Slalom zu starten. „Ich will in beiden Disziplinen einen Schritt nach vorne machen und noch bessere Resultate erreichen.“ Celina Haller Genauso wie Tschurtschenthaler und Steinmair absolvierte auch Celina Haller ein einmonatiges Trainingslager in Ushuaia (Argentinien). „Wir hatten immer schönes Wetter, die Verhältnisse waren super“, schwärmt die 22-Jährige, die heuer eine bestimmte Sache verbessern will, nämlich „die Überwindung im steilen Gelände“. Haller gehört dem jungen Slalom- Team mit dem klingenden Namen Cortina 2026 an, das für einen neuen Aufschwung in der italienischen Sorgendisziplin verantwortlich sein soll. „Wir pushen uns gegenseitig extrem“, spricht die Schennerin den Konkurrenzkampf an. CELINA HALLER Geburtsdatum und -ort: 26. April 2000 in Meran Wohnort: Schenna Sportgruppe: Finanzwache VERA TSCHURTSCHENTHALER Geburtsdatum und -ort: 30. März 1997 in Innichen Wohnort: Sexten Verein: SC Gsieser Tal Petra Unterholzner Profitierten andere von den Vorzügen der Nationalmannschaft, so musste sich Petra Unterholzner in der Vorbereitung anpassen, um auf Schneetage zu bekommen. Die 23-jährige Ultnerin wurde trotz ihres Italienmeistertitels im Slalom bei der Kaderzusammenstellung nicht berücksichtigt. „Ich war nicht wirklich enttäuscht“, sagt sie. „Ja, ich habe Gold bei der Italienmeisterschaft gewonnen, aber insgesamt bin ich eine durchwachsene Saison gefahren.“ Zuerst absolvierte sie ein Trainingslager in Norwegen mit dem Südtiroler Landeskader, später schloss sie sich der Finanzwache an, weil ihre Sportgruppe, die Fiamme Azzurre, keinen eigenen Ski-Trainerstab hat. LAURA STEINMAIR Geburtsdatum und -ort: 3. Oktober 2000 in Bruneck Wohnort: Gassl/Olang Verein: SC Gsieser Tal PETRA UNTERHOLZNER Geburtsdatum und -ort: 9. Oktober 1999 in Meran Wohnort: St. Walburg in Ulten Sportgruppe: Fiamme Azzurre

SKI ALPIN SPORT E | 2022 35 Elisa Platino Die Rückkehrerin In den letzten Jahren musste sie sich alleine – ohne FISI-Unterstützung oder einer Sportgruppe – durch den Winter kämpfen. Trotz der großen Widerstände gewann Elisa Platino Ende der letzten Saison den Italienmeistertitel im Riesentorlauf. Ein Erfolg, der ihre Karriere rettete – und gleichzeitig neu lancierte. ch bin öfter am Punkt an- an dem ich gesagt „Igelangt, habe: Das ist meine letzte Saison, weil es finanziell nicht mehr zu stemmen ist“, sagt Platino. Die 23-Jährige musste sich nämlich alles selber finanzieren. Reisen, Trainings, das Material – alles. Sie dachte, sie sei eine Last für ihre Familie – und baute sich so selber einen immensen Erfolgsdruck auf. Weil sie jedoch immer die Rückendeckung ihrer Eltern spürte, gab sie nie auf – und wurde für ihre Ausdauer belohnt. Zuerst wurde die Meranerin nach dem Italienmeistertitel (sie schlug u.a. Federica Brignone und Marta Bassino) ins Nationalteam einberufen, im September folgte die ersehnte Aufnahme in die Sportgruppe der Carabinieri. Platino verpasste durch die Ausbildung in Turin zwar das Sommertraining in Südamerika, kann dafür nun aber sorgenfrei in die Zukunft blicken. ELISA PLATINO Geburtsdatum und -ort: 8. Jänner 1999 in Meran Wohnort: Obermais Sportgruppe: Carabinieri Karoline Pichler Fokus nicht nur auf Speed Die Karriere der Karoline Pichler hat in der vergangenen Saison eine doppelte Wende genommen. Einerseits, weil sie endlich verletzungsfrei geblieben ist und auch im Weltcup zeigen konnte, was sie kann. Andererseits, weil sich ihre Stärken vom Riesentorlauf mehr auf den Super-G verlagert haben. In dieser Disziplin hat sie mit dem 13. Platz in Lenzerheide ihr bisher bestes Ergebnis im Weltcup erreicht und es in die Top-30 der Weltcup-Startliste geschafft. So ganz plötzlich ist diese Vertrautheit mit dem Super-G freilich nicht gekommen. „Ich war schon in der Jugend ganz gut im Super-G, aber im Nationalteam wurde der Fokus zunächst ganz auf den Riesentorlauf gelegt“, stellt sie klar. Am meisten ausgebremst haben sie freilich die schweren Verletzungen. Gleich drei Kreuzbandrisse (der zweite mit mehreren Kollateralschäden) haben sie lange von den Pisten fern gehalten. So hat sie zwischen Februar 2016 und Herbst 2018 fast drei Jahre lang kein Skirennen bestritten. Dass sie noch Rennen fährt, hat sie ihrem unbändigen Willen und ihrem Durchhaltevermögen zu verdanken. So sehr es sie freut, dass es letzten Winter im Super-G so gut gelaufen ist, so sehr wurmt es sie, dass es im Riesentorlauf nicht geklappt hat. „Es ist nicht so, dass ich jetzt eine reine Speed-Spezialistin werden möchte. Aber im Riesentorlauf hat letzten Winter einfach etwas gefehlt. Geplant ist, dass ich weiterhin die Riesentorläufe bestreiten werde. Aber wenn die Ergebnisse nicht besser werden, dann ist das zu überdenken. Ich hab letzten Winter sehr viele Rennen bestritten, das macht auch müde“, sagt die 28 Jahre alte Petersbergerin. Nach den Absagen der Rennen in Sölden und Zermatt/Cervinia startet sie an diesem Wochenende beim Riesentorlauf in Killington in die Saison. KAROLINE PICHLER Geburtsdatum und -ort: 30. Oktober 1994 in Bozen Wohnort: Petersberg Sportgruppe: Polizei

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