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Wintersport 2022/23

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22 SPORT E |

22 SPORT E | 2022 SKI ALPIN Dominik Paris Einen neuen Ansporn gebraucht Im vergangenen Winter hat Dominik Paris zwei Weltcuprennen gewonnen, ist Dritter im Abfahrts-Weltcup geworden. Dennoch war es eine Saison, mit er nicht zufrieden war. Da waren einerseits die Olympischen Spiele, von denen er ohne Medaille zurückgekehrt ist, vor allem aber war er nicht zufrieden damit, wie er Ski gefahren ist. „Im Super-G haben wir was probiert, sind dann aber zu spät draufgekommen, dass es nicht gut war. Technisch war ich auch zu schwach, und wenn beides zusammenkommt, wird es schwierig“, blickt Paris sehr selbstkritisch auf den Winter 2021/22 zurück. Die größte Enttäuschung waren sicher die Olympischen Spiele. Auch in Peking hat es nicht geklappt mit einer Medaille. Es ist fast nicht zu glauben, dass ein so erfolgreicher Skirennläufer noch kein olympisches Edelmetall geholt hat. „Das geht mir schon auf den Sack. In Südkorea 2018 ist die Chance da gewesen, da habe ich es selbst vergeigt. In China war die Chance „Ich bin jetzt in einem Alter, wo man von Jahr zu Jahr plant. Ich werde sicher nur fahren, solange ich konkurrenzfähig bin.“ Momentan ist er das noch, und wie. Gefreut hat ihn vor allem nicht so groß, da die Art und Weise, Ich bin jetzt in einem Alter, wo war ich nicht so wie er die Abfahrt in „man von Jahr zu Jahr plant. gut drauf, war auch Kvitfjell gewonnen hat. nicht überzeugt von „Da habe ich es am ersten Tag mit Vollgas probiert, habe Fehler der Piste und der Kurssetzung, und der Schnee ist mir nicht so entgegengekommen. Da haben sich andere schneller haben. Am zweiten Tag habe ich versucht, gemacht, die mich zu viel Zeit gekostet darauf eingestellt. Den Speed hätte ich fein und sauber durchzufahren, da war ich gehabt, aber vielleicht hat die hundertprozentige Überzeugung gefehlt. Wenn was zu tun ist“, blickt Paris zurück auf dann schnell und habe wieder gewusst, ich mich nicht total sicher fühle, kann ich dieses Rennen, das ihn gewissermaßen auch nicht ans Limit gehen“, sagt Paris, wieder zurück gebracht hat auf den richtigen Weg. „Vielleicht war ich in einigen dem Olympia bisher noch nie Glück gebracht hat. Die nächste Olympia-Abfahrt Rennen übermotiviert und bin deshalb 2026 findet zwar auf „seiner“ Piste statt, nicht locker genug gefahren. Manchmal der Stelvio in Bormio, aber ob er dann ist man schneller, wenn man hinunter noch dabei ist, das wird sich erst zeigen. schleicht und mit der Schwerkraft spielt. Man muss halt einfach wissen, wann was zu tun ist, da hatte ich im letzten Winter meine Schwierigkeiten“, sagt Paris. Das war aber nicht der Grund, warum „Domme“ einen neuen Weg gehen wollte und jetzt praktisch solo mit einem eigenen Betreuer-Team unterwegs ist. „Letztes Jahr habe ich mich nicht mehr so richtig wohl gefühlt in der Mannschaft. Ich habe vielleicht nach so langer Zeit auch einen neuen Ansporn gebraucht, um mich weiter zu entwickeln. Da habe ich Verbandspräsident Flavio Roda gefragt, ob ich das machen kann. Michael Gufler ist noch nicht lange dabei, aber er hat ein Dominik Paris nach seinem Sieg in Kvitfjell. gutes Auge, einen großen Willen und er

Beratung Verkauf Verlegung SKI ALPIN SPORT E | 2022 23 arbeitet hart. Alberto Ghidoni ist eine Vertrauensperson für mich und ungemein wertvoll mit seiner riesigen Erfahrung. Und Luis Kuppelwieser als Physio ist für mich ideal, er ist mein Schwager, wohnt neben mir, ist also immer da“, erklärt Paris seinen Schritt. Auch das Südamerika-Training hat er nicht mit seinen Speed-Kollegen gemacht. Er war in Ushuaia in Argentinien. „Der Plan ist gewesen, mehr auf die Technik zu arbeiten, hauptsächlich Riesentorlauf. Wie ich schon gesagt habe, bin ich letztes Jahr technisch nicht gut Ski gefahren, was sich auf die Ergebnisse im Super-G ausgewirkt hat. In der Abfahrt kann man sich irgendwie durchschwindeln, aber in gewissen Passagen geht es sich auch da nicht mehr aus. Heuer haben wir auch beim Material geschaut, etwas herauszufinden und haben auch etwas gefunden. Das Ushuaia-Training war sehr gut, ich bin auch mit den Riesentorläufern gefahren, das hat Spaß gemacht“, erzählt Paris. Und weil er wieder Spaß am Riesentorlauf gefunden hat und auch gut gefahren ist, hat er sich dazu entschlossen, beim Weltcup-Auftakt in Sölden zu starten. Auch dort ist er recht gut gefahren und hat die Qualifikation für den 2. Durchgang nur um 0,3 Sekunden verpasst. Jetzt gilt die volle Konzentration aber wieder den Speed-Disziplinen. Am Wochenende geht es los mit einer Abfahrt und zwei Super-G’s in Lake Louise. Nach wie vor ist er überzeugt, dass er auch auf der Grödner Saslong schnell sein kann, wenn einmal alles aufgeht. Auf dem Podest stand er ja schon. Nach Weihnachten kommt Bormio, wo er eine unglaubliche Serie zu verteidigen hat. Von den letzten 8 Abfahrten auf der Stelvio hat er 6 gewonnen. Aber er weiß, wie schwierig es werden wird, diese Serie zu verlängern. „Marco Odermatt wird mir dort das Leben schwer machen. Diese Abfahrt kommt ihm sehr entgegen. Er hat die Technik und er hat den Mut, den es dort braucht“, nennt Paris seinen gefährlichsten Gegner in Bormio. Eigentlich hätten die ersten beiden Abfahrten schon stattfinden sollen, aber das Gletscher-Event in Zermatt/ Cervinia ist dem warmen Herbst zum Opfer gefallen. Nächstes Jahr soll es den nächsten Versuch gegeben, aber Paris ist da skeptisch. „Es wird ein Umdenken nötig sein. Es wird sicher auch normale Winter geben, aber sie werden seltener werden. Eine Lösung könnte sein, die Saison später zu beginnen und dafür länger zu fahren“, meint Paris, dem es auch nicht gefällt, wenn am gleichen Ort zwei Abfahrten stattfinden. „In der Formel 1 gibt es jedes Jahr auch nur einen GP von Monaco. Und bei Olympia macht Dominik Paris mit seinem Schwager Luis Kuppelwieser, der auch sein Physiotherapeut ist. man ja auch nicht zwei Abfahrten. Und so sollte es in Kitzbühel auch nur einen König geben. Mehr Rennen macht es nicht unbedingt interessanter.“ DOMINIK PARIS Geburtsdatum und -ort: 14. April 1989 in Meran Wohnort: St. Walburg in Ulten Sportgruppe: Carabinieri www.fliesenservicekg.it Showroom in Meran/Sinich · J. Kravogl Straße 1 Tel. 0473 490 929 · Fax 0473 787 382

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