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Wintersport 2021/22

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44 SPORT D |

44 SPORT D | 2021 KUNSTBAHNRODELN Olympia ist nicht so weit weg Das Nationale Olympische Komitee (CONI) muss zwar noch sein Okay geben, aber es ist davon auszugehen, dass Rodelchef Armin Zöggeler für die Olympischen Spiele 3 Frauen, 3 Männer und 2 Doppelsitzer nominieren kann. Das heißt, dass bei den Männern neben Dominik und Kevin Fischnaller ein dritter Einsitzer nach Peking darf. Es sind 2 Rodler, die sich voraussichtlich um diesen Platz duellieren werden. Das sind Lukas Gufler und Leon Felderer. Beide haben schon ein wenig Weltcuperfahrung, aber sie werden sich gegenüber der vergangenen Saison steigern müssen, damit Zöggeler die Nominierung auch rechtfertigen kann. Beim Weltcupauftakt auf der Olympia- Bahn hat sich noch keiner der beiden richtig aufgedrängt. Anders ist die Situation bei den Damen. Dort machen 3 junge Rodlerinnen ordentlich Druck auf Andrea Vötter und Sandra Robatscher. Weil 5 Südtirolerinnen in China waren, es aber nur 4 Startplätze beim Weltcup gibt, musste sogar eine Qualifikation entscheiden, wer beim ersten Weltcup starten darf. Und da ist eine Sandra Robatscher auf der Strecke geblieben. Verena Hofer, Marion Oberhofer und Nina Zöggeler sind alle gleich alt (20 Jahre) und treiben sich gegenseitig an. Es ist durchaus nicht ausgeschlossen, dass es 2 aus diesem Trio zu den Olympischen Spielen schaffen. Am besten in die Saison gestartet ist Verena Hofer mit dem 11. Rang in Yanqing. LEON FELDERER Geburtsdatum und -ort: 30. Jänner 2000 in Sterzing Wohnort: Latzfons Sportgruppe: Heer MARION OBERHOFER Geburtsdatum und -ort: 14. Dezember 2000 in Innichen Wohnort: Rodeneck Sportgruppe: Heer LUKAS GUFLER Geburtsdatum und -ort: 3. April 1999 in Meran Wohnort: Platt in Passeier Sportgruppe: Carabinieri VERENA HOFER Geburtsdatum und -ort: 17. März 2001 in Brixen Wohnort: Feldthurns Sportgruppe: Heer NINA ZÖGGELER Geburtsdatum und -ort: 5. Februar 2001 in Bozen Wohnort: Völlan Sportgruppe: Carabinieri Hinten von links nach rechts: Leon Felderer, Marion Oberhofer, Lukas Gufler Vorne links Verena Hofer, rechts Nina Zöggeler Weltcup-Kalender Kunstbahnrodeln 2021/22 27./28. November Sotschi Russland 04./05. Dezember Sotschi Russland 11./12. Dezember Altenberg Deutschland 18./19. Dezember Igls Österreich 01./02. Jänner Winterberg Deutschland 08./09. Jänner Sigulda Leland 15./16. Jänner Oberhof Deutschland 22./23. Jänner St. Moritz Schweiz -Infografik: A.Delvai

NATURBAHNRODELN SPORT D | 2021 45 Patrick Pigneter „Für was mach‘ ich den Missionar?“ Als Rodel-Botschafter ist Patrick Pigneter engagiert. Und musste herbe Enttäuschungen hinnehmen. Olympische Spiele wird der beste Naturbahnrodler aller Zeiten keine mehr erleben. Ziele hat er aber noch so einige. Groß war die Enttäuschung über die Olympia-Absage 2026 in Richtung Naturbahnrodeln. Gut standen diesmal die Chancen, schlussendlich hatte aber der Internationale Rennrodelverband FIL selbst keine Anfrage an das Olympische Komitee gerichtet. Ansonsten wäre wohl Naturbahnrodeln 2026 bei Olympia in Mailand und Cortina dabei gewesen, mit Rennen in Olang und vermutlich auch mit Rodel-Ikone Patrick Pigneter. Auch wenn er dann ein gewisses Alter gehabt hätte, wer den heute 34-jährigen Völser kennt, der weiß, wie sehr er sich dann nochmals motiviert hätte. Aber: Es sollte nicht sein. „Natürlich, die Enttäuschung ist groß. Keine Frage“, so Pigneter, der auch als „Rodel-Missionar“ unterwegs ist. So war er im Sommer für 4 Tage in Norwegen, um den Sport dort bekannt zu machen. Dies kommt der Kunstbahn und der Naturbahn zugute. Dass schlussendlich die Naturbahn einmal mehr im Hinterzimmer der Kunstbahn steht, hat Pigneter zu dem Zeitpunkt noch nicht gewusst. Da frage man sich schon, warum „ich den Missionar mache“. Das Rodeln auf Naturbahn hat einen schweren Stand, das Kunstbahnrodeln ist beim Verband im Fokus. „Eigentlich müsste die FIL den Naturbahnsport als Mehrwert sehen und nicht als lästiges Anhängsel“, bringt es Pigneter auf den Punkt. Ärgerlich, wenn es sich um einen Verband handelt, der die Interessen aller vertreten solle. Und deprimierend zu wissen, dass man nun wohl definitiv nie mehr bei Olympia als Athlet antreten könne, wie es bei Pigneter der Fall ist. Und Abschalten in der Natur dennoch: „Das Rodeln wird immer meine Leidenschaft bleiben“. Und mit seiner Leidenschaft hat Pigneter auch abseits von Olympia noch große Ziele. Der wohl beste und erfolgreichste Naturbahnrodler aller Zeiten will noch einen Gesamtweltcup holen. „Das muss das Ziel sein. Druck mache ich mir aber keinen“. In den vergangenen Jahren hatten stets die Österreicher die Nase vorne: Voriges Jahr Patrick Pigneter als „Rodel-Missionar“ in Oslo Michael Scheikl, in den 4 Jahren zuvor der Nordtiroler Thomas Kammerlander. Für Pigneter und den Villanderer Alex Gruber blieben nur die Plätze dahinter. Und auch diesmal dürften diese Vier die Favoriten sein. „Es wird schwer, aber alles ist möglich. Wo man steht, sieht man erst im Winter bei den ersten Rennen“, weiß Pigneter. Vorbereitet habe er sich jedenfalls einmal mehr gewissenhaft. Im Sommer, wenn er im Büro im heimischen Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärtechniker-Betrieb arbeitet, ging es bereits vor der Arbeit um 5 Uhr morgens zum Krafttraining. Der Job im Sommer und Herbst ist ohnehin eine gute Abwechslung für Pigneter, der im Winter als Vollzeitrodler agiert. Seit Juni arbeitete er mit Athletiktrainer Mattias Schnitzer in Lana an seiner Kondition. Im Oktober haben in der Brixner Eishalle die Starttrainings mit der Nationalmannschaft begonnen. Die Weltcupsaison beginnt für die Naturbahnrodler erst im Jänner. Dabei steht nur noch ein Rennen in Südtirol auf dem Programm. Auch die Europameisterschaft, die ab 10. Februar stattfindet, wird in Südtirol ausgetragen und zwar in Laas. Auch dann will Pigneter ein Wörtchen um die Medaillen mitreden.

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