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Wintersport 2021/22

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40 SPORT D |

40 SPORT D | 2021 KUNSTBAHNRODELN Emanuel Rieder und Simon Kainzwaldner Schmerzfrei durch die Vorbereitung Zweimal war Emanuel Rieder bei Olympischen Spielen schon dabei, allerdings im Einsitzer. Für seine dritten Spiele will er sich im Doppelsitzer qualifizieren. Mit Simon Kainzwaldner geht er in seine vierte Doppelsitzer-Saison. Das Duo hat sich nur per Zufall gefunden, dann aber schnell harmoniert und auch schon eine WM-Medaille gewonnen. Nach einer durchwachsenen Saison 2020/21 gehen beide mit großer Zuversicht in den Olympia-Winter. Sie sind schmerzfrei durch die ganze Vorbereitung gekommen, was alles andere als selbstverständlich ist. Beide haben nämlich schon einen Bandscheibenvorfall hinter sich. „Am Start haben wir uns stark verbessert“, verrät Emanuel Rieder, der sich freut, dass 2 Weltcuprennen in Sotschi stattfinden, die beide für die Olympia-Quali zählen. „Das ist eine gute Bahn für uns. Auch beim Training im Oktober lief es gut, auch wenn da der SIMON KAINZWALDNER Geburtsdatum und -ort: 24. Februar 1994 in Bozen Wohnort: Villanders Sportgruppe: Carabinieri internationale Vergleich gefehlt hat“, sagt Rieder. Die 2 Sotschi-Rennen könnten Rieder/Kainzwaldner in der Olympia-Qualifikation durchaus einen Vorteil verschaffen, dort haben sie ja auch ihre WM-Medaille gewonnen. „Wir haben 3 starke Doppelsitzer, aber EMANUEL RIEDER Geburtsdatum und -ort: 1. Oktober 1993 in Brixen Wohnort: Meransen Sportgruppe: Carabinieri nur 2 Startplätze bei Olympia“, weist Rieder darauf hin, dass der Druck in dieser Saison von Beginn an hoch sein wird. Schon zu Weihnachten stehen die Olympia-Starter fest, die Jänner- Rennen zählen nicht mehr für die Olympia-Qualifikation. Ivan Nagler und Fabian Malleier Konstanz ist gefragt Vor 4 Jahren haben Ivan Nagler und Fabian Malleier für Furore gesorgt. Als Neulinge im Weltcup haben sie sich auf Anhieb für die Olympischen Spiele qualifiziert und das erfahrene und so erfolgreiche Duo Oberstolz/Gruber vorzeitig in Rente geschickt. Danach allerdings mussten Nagler/ Malleier die Erfahrung machen, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Sie haben immer wieder aufgezeigt, dass sie in der Bahn richtig schnell sind, aber es passieren ihnen öfters größere oder kleinere Fehler. Trotzdem können sich ihre Erfolge sehen lassen, schließlich sind sie erst 22 (Nagler) und 23 (Malleier) Jahre alt. Sie waren schon Europameister mit der Team-Staffel und haben auch im Weltcup schon zu 2 Siegen der Teamstaffel beigetragen. Von der letzten Weltmeisterschaft im Jänner 2021 in Königssee haben sie auch eine Goldene mitgebracht. Sie holten dort den WM-Titel im Doppelsitzer in der U23- Altersklasse. In dieser Saison wollen sie den nächsten Schritt machen. Das IVAN NAGLER Geburtsdatum und -ort: 30. Jänner 1999 in Bruneck Wohnort: Lungiarü/Campill Sportgruppe: Carabinieri wird auch nötig sein, wenn sie wieder bei Olympia dabei sein wollen, denn gegen Rieder/Rastner und Rieder/ Kainzwaldner müssen sie konstant gut fahren, wenn sie eines der 2 Olympia-Tickets ergattern wollen. Angefangen hat es nicht so gut mit einem 11. Platz beim Weltcupauftakt auf jener Bahn, in der auch bei Olympia gerodelt wird. FABIAN MALLEIER Geburtsdatum und -ort: 4. Jänner 1998 in Meran Wohnort: Völlan Sportgruppe: Heer

SPORT D | 2021 41 Sie haben in den letzten Wochen die Olympiabahn getestet: Ludwig Rieder (links) und Patrick Rastner (rechts) Ludwig Rieder und Patrick Rastner Karten werden neu gemischt Sie waren lange Zeit die Sorgenkinder in Italiens Kunstbahnrodel- Team, das de facto ein Südtiroler Team ist. Ludwig Rieder und Patrick Rastner hatten ein riesiges Potenzial, haben es aber viel zu selten abgerufen. In der vergangenen Saison war das anders. Da hat es endlich funktioniert für das Duo, und in Igls schaute sogar der erste Weltcupsieg heraus. Auch in der Weltcup-Gesamtwertung waren sie auf Rang 5 der beste Südtiroler Doppelsitzer, nur bei der WM in Königssee wollte es nicht so recht klappen. „Wir haben hart gearbeitet und immer gespürt, dass was drin ist. Schön, dass wir das endlich auch zeigen konnten. Wir haben schon nach dem ersten Rennen gewusst, dass es passt. Mit dem Sieg ist natürlich ein Traum in Erfüllung gegangen“, erinnern sie sich an den bisher schönsten Moment ihrer Karriere zurück. Mit den Erfolgen vom letzten Winter können sich Rieder/Rastner in der Olympia-Saison freilich nichts kaufen. Ludwig Rieder ist mit seinen 30 Jahren erfahren genug, um zu wissen, dass die Karten neu gemischt werden. „Es kann knapp werden, denn wir haben 3 starke Doppelsitzer und nur 2 Startplätze bei Olympia. Es sind keine Fehler erlaubt. Es ist immer gefährlich, wenn man sich zu sicher ist. Aber wir gehen natürlich davon aus, dass wir es schaffen werden. Und wenn wir einmal dort sind, wollen wir auch um die Medaillen mitfahren“, sagt Ludwig Rieder. Er weiß, dass die Quali beinhart werden wird, und dass 2 Weltcuprennen in Sotschi stattfinden werden, spielt Rieder/Rastner in die Karten, die dort immer sehr schnell sind. Rieder/Rastner waren immer schon am Start phänomenal stark, bei der Endgeschwindigkeit hat es aber gehapert. Mit neuem Material haben sie diese Schwäche im letzten Winter ausmerzen können. Auf ihre Startzeiten darf man gespannt sein, denn im Gegensatz zu den letzten Jahren sind beide verletzungsfrei durch die Vorbereitung gekommen. Dass der Start auf der Olympia-Bahn in Yanqing nicht so entscheidend ist, glauben sie nicht. „Der Start ist immer wichtig, egal ob steil oder flach“, sind sie überzeugt. Der Weltcupauftakt auf der Olympiabahn (Rang 12) ging leider ziemlich daneben. Die Materialfrage sehen sie ziemlich entspannt. „Auch wir haben was Neues probiert, aber wir wissen, dass wir schon eine schnelle Rodel haben“, erzählt Rieder. Wenn Rieder/Rastner die Qualifikation für Olympia schaffen sollten, dann wäre es ihre dritte Olympia-Teilnahme nach Sotschi 2014 und Pyeongchang 2018. LUDWIG RIEDER Geburtsdatum und -ort: 19. Juni 1991 in Brixen Wohnort: Meransen Sportgruppe: Carabinieri PATRICK RASTNER Geburtsdatum und -ort: 30. Juni 1993 in Brixen Wohnort: Lüsen Sportgruppe: Heer

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