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Wintersport 2021/22

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36 SPORT D |

36 SPORT D | 2021 SNOWBOARD Emanuel Perathoner Emanuel Perathoner hat ein verkorkstes Jahr 2021 hinter sich. Am 14. Jänner zog er sich bei einem Trainingssturz eine komplizierte Schienbeinkopf-Fraktur im linken Bein zu. Es folgten Operation und Monate mühsamen Reha-Trainings. Vor 2 Monaten wurden die Platten, Nägel und Schrauben entfernt. Aber „Pera“ konnte das Bein in Folge nicht mehr wie gewünscht abbiegen und so entschieden sich die Ärzte für eine „radikale Variante“. Perathoner erzählt, was leider kein Witz ist: „Man gab mir eine Teilnarkose. Ein Arzt hat sich auf meinen Oberschenkel gesetzt und ein anderer mein Bein mit Gewalt abgebogen. Nur so konnte man die Narben lösen. Ich musste mich für diese Methode entscheiden, ansonsten hätte man mich erneut operieren müssen.“ Um seine seit Monaten erschlaffte Muskulatur, Bänder, Sehnen und auch das geistige Wohlbefinden kümmert sich in seiner Wahlheimat Pamplona in Spanien Physiotherapeut Igor Setuain. Perathoner hat die Hoffnung auf Weltcup und Olympia 2022 noch nicht aufgegeben: „Es geht von Tag zu Tag besser, von einem Renntraining bin ich aber meilenweit weg. Mal sehen, wie sich die Lage entwickelt“, hält er sich alle Türen offen. Emanuel Perathoner mit Lebensgefährtin Belen EMANUEL PERATHONER Geburtsdatum und -ort: 12. Mai 1986 in Bozen Wohnort: Pamplona in Spanien/Lajen Sportgruppe: Heer Es ist seine 12. Weltcupsaison, und mit 32 Jahren gehört Omar Visintin längst zu den Routiniers in der verschworenen Boardercross- Gemeinschaft. „Ich weiß, was nötig ist, um Topleistungen abzuliefern. Mit zunehmendem Alter lässt die Spritzigkeit zwar nach, aber dafür kennt man Situationen und Abläufe zur Genüge“, sagt der Algunder. Nach Abschluss der letzten Saison gönnte er sich im April eine Pause. „Danach habe ich viel Kraft trainiert und es auch mit Boxen als Trainingsvariante versucht. Der Sommer und Herbst verliefen reibungslos, auch der Rücken machte mir im Gegensatz zu anderen Jahren nicht zu schaffen“, blickt Visintin auf eine gute Vorbereitung zurück. Am Stilfser Joch fanden die ersten Einheiten auf Schnee statt. „Es ist auf Anhieb gut gegangen, alles hat sich bestens angefühlt. Mein Material ist das gleiche wie im Vorjahr, damit komme ich bestens zurecht“, berichtet er. Die Südtiroler Fahne hält er zumindest zu Saisonbeginn alleine hoch. „Emanuel Perathoner kann mich leider nicht pushen. Er absolviert Reha-Training, wir hören uns immer wieder. Hoffentlich schafft er den Weg zurück“, denkt Visintin auch an seinen Teamkameraden. Am 20. November erfolgte für Visintin die Abreise nach China. Das erste Weltcuprennen der Saison in Secret Garden am 28. November ist gleichzeitig die Olympia-Generalprobe. „Ich freue mich auf diesen Wettkampf. Wir werden versuchen, die bestmöglichen Erkenntnisse zu gewinnen. Denn eines sage ich offen: Olympia hat klar Vorrang gegenüber dem Weltcup, eine Medaille in Peking wäre das Größte.“ Weltcup-Wettbewerbe gibt es in der Saison 2021/22 zur Genüge. „Ich freue mich vor allem auf die Rennen in Italien. Da sind mit Cervinia, Valmalenco und Cortina d‘Ampezzo gleich deren 3 vorgesehen“, weiß Visintin. Das Ticket für die Winterspiele in China hat er zwar noch nicht fix, doch so gut wie. „Es wird am Ende einen Trainerentscheid geben. Aber für mich sieht es gut aus, nach Sotschi und Pyeongchang die 3. Winterspiele bestreiten zu können.“ Abschalten kann Omar am besten, wenn er sich seinem Hund Baku widmet: „Ich habe ihn seit März 2021. Er tut mir gut, aber es ist ganz schön viel Arbeit damit verbunden“. Die steigenden Coronazahlen bereiten auch ihm Kopfzerbrechen, doch was die Rennen anbelangt, bleibt Visintin cool: „Mir ist es im Prinzip egal, ob Fans dabei sind oder nicht. Ich bin da, um Rennen zu fahren. Natürlich wäre Publikum besser, aber der Sport hat Vorrang.“ OMAR VISINTIN Sind unzertrennlich: Omar Visintin und Hund Baku. Omar Visintin Qualität ist alles Geburtsdatum und -ort: 22. Oktober 1989 in Meran Wohnort: Algund Sportgruppe: Heer

SKICROSS SPORT D | 2021 37 Yanick Gunsch und Dominik Zuech Ab sofort in der ersten Reihe Siegmar Klotz war jahrelang der Alleinunterhalter im italienischen Skicross- Team. Im Vorjahr bekam er Verstärkung, vor allem aus Südtirol: Dominik Zuech und Yanick Gunsch gesellten sich zum ehemaligen Abfahrer. Dann trennten sich wieder die Wege: Wegen einer hartnäckigen Hüftverletzung wird Klotz wohl nicht zurückkommen, während Zuech und Gunsch nun vorangehen müssen – und auch wollen. Weil der italienische Wintersportverband FISI nach den guten Leistungen vor allem im letztjährigen Europacup das Budget aufgebessert hat, ist der ehemalige Skicrosser Stefan Thanei nach einjähriger Pause als Trainer zurückgekehrt. Der Burgeiser bringt viel Erfahrung, aber noch mehr Ruhe ins Team. Er hat die Aufgabe, das siebenköpfige Team um Yanick Gunsch, Dominik Zuech, Siegmar Klotz, Simone Deromedis, Edoardo Zorzi sowie den Damen Lucrezia Fantelli und Jole Galli auf das nächste Level zu heben – sprich beständig in die Achtelfinalläufe der Top 32 zu führen. Dominik Zuech Der ehemalige Abfahrer aus Lana geht in seine zweite Weltcupsaison. „Im Vorjahr habe ich die Pisten kennen gelernt. Ich blieb in den Quali-Läufen nie fehlerfrei, NATIONALTEAM SKICROSS HERREN Welt- und Europacup: Simone Deromedis, Yanick Gunsch (Matsch), Siegmar Klotz (Pawigl/Lana), Edoardo Zorzi, Dominik Zuech (Lana) Nachwuchs: Simone Cavallar, Filippo Zamboni, Aiace Smaldore, Federico Tomasoni, Andrea Chiesi DAMEN Welt- und Europacup: Lucrezia Fantelli, Jole Galli dann hat mich Corona ausgebremst. Trotzdem habe ich auf der Reiteralm als 24. meine ersten Weltcuppunkte gemacht. Mein Saisonziel ist, beständig unter die Top 32 zu fahren. Und wer weiß? Vielleicht geht es sich ja für Olympia auch noch aus.“ Apropos Olympia: Zuech ist gemeinsam mit Yanick Gunsch und Edoardo Zorzi einer von 3 „Azzurri“, die am Samstag, 27. November bei der Olympia-Generalprobe in Secret Garden in China an den Start gehen. Zuech weiß auch um seine Schwächen, an denen er noch arbeiten muss: „Vor allem am Start gibt es noch Aufholbedarf. Fahrerisch passt es einigermaßen, im Kampf Mann gegen Mann kann ich durchaus mithalten.“ Yanick Gunsch Von der Baustelle auf die Piste – Yanick Gunsch aus Matsch im oberen Vinschgau ist ein beinharter Kämpfer. Der Maurer, angestellt bei einem Tiefbauunternehmen aus Prad, hat eine exzellente Europacupsaison mit drei 2. Plätzen und dem 2. Rang in der Gesamtwertung hinter sich. Wo es haperte, war im Weltcup: Dort YANICK GUNSCH Geburtsdatum und -ort: 16. Jänner 1997 in Zug/Schweiz Wohnort: Matsch Verein: SV Prad Weltcup-Kalender Skicross 27.11. 10./11.12. 14.12. 15.12. 19./20.12. 14./15.1. 22./23.1. 26./27.2. 13.3. 19.3. -Infografik: A.Delvai Secret Garden Val Thorens Arosa Arosa Innichen Nakiska Idre Fjäll Sunny Valley Reiteralm Veysonnaz Sind startbereit: Yanick Gunsch und Dominik Zuech (von links). kam er in 8 Rennen nie in die Top 32. „Vieles ist Kopfsache, und daran muss ich arbeiten“, meint der Freund von Speed-Spezialistin Verena Gasslitter, „mir unterlaufen noch zuviele vermeidbare Fehler.“ Gunsch hat bis Ende September auf den Vinschger Straßen, darunter in Kehre 3 am Stilfser Joch („dort haben mich andere Athleten bei der Errichtung einer Steinmauer gesehen und ganz schön dreingeschaut“), gearbeitet. Bis Ende der Saison ist er von seinem Arbeitgeber, der gleichzeitig sein Kopfsponsor ist, freigestellt. DOMINIK ZUECH Geburtsdatum und -ort: 25. Februar 1996 in Bozen Wohnort: Lana Verein: SC Druscié Cortina d‘Ampezzo China Frankreich Schweiz Schweiz Südtirol Kanada Schweden Russland Österreich Schweiz 2021/22 2 Rennen Nacht Event Nacht Team Event 2 Rennen 2 Rennen 2 Rennen 2 Rennen

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