Aufrufe
vor 3 Monaten

Wintersport 2021/22

  • Text
  • Skispringen
  • Innerhofer
  • Mölgg
  • Windisch
  • Hofer
  • Rodeln
  • Biathlon
  • Snowboard
  • Ski
  • Paris
  • Wierer
  • Februar
  • Sprint
  • Olympischen
  • Dominik
  • Fischnaller
  • Weltcup
  • Rennen
  • Olympia
  • Geburtsdatum

20 SPORT D |

20 SPORT D | 2021 Lukas Hofer bei seinem Hobby Paragleiten … Lukas Hofer Nicht ändern, was gut funktioniert Während die Kollegen in den ersten 2 November-Wochen in Schweden trainiert haben, war Lukas Hofer daheim und ist zwischen Arzt und Physiotherapeut hin- und hergependelt. Bei einem Trainingslager im Oktober in Forni Avoltri hat auf einmal die Schulter geschmerzt. „Wir wussten nicht so recht, was es war, vermutlich eine Überbelastung. Deshalb war Schonung angesagt, und da ich nicht langlaufen konnte, war die Fahrt nach Schweden für mich sinnlos“, erzählt Hofer. Trainiert hat er in dieser Zeit nur auf dem Laufband und mit dem Rad. Beunruhigt hat ihn diese Zwangspause nicht. Und er liefert gleich die Erklärung, warum er so gelassen bleibt: „Vor 2 Jahren um die gleiche Zeit hat mich die Bandscheibe zu einem Stopp gezwungen und letztes Jahr war es eine Covid19-Erkrankung. Seitdem weiß ich, dass so eine Pause kurz vor Saisonbeginn gar nicht so schlecht ist.“ Im November, so stellt Hofer klar, gehe es hauptsächlich darum, das Gefühl auf den Skiern wieder zu bekommen. Sobald die Schulter es zuließ, konnte er auch in Südtirol langlaufen, weil es auch hier schon genügend geschneit hat. Am Trainingsprogramm wurden gegenüber dem Vorjahr nur kleine Änderungen vorgenommen. „Warum soll man etwas ändern, das gut funktioniert hat?“ fragt Hofer. Neu war nur das Sommer-Höhentraining am Lavazéjoch. Das liegt genau auf der gleichen Höhe wie die Anlage in Zhangjiakou, wo im Februar die olympischen Wettkämpfe stattfinden werden. „Imitieren kann man das zwar nicht, aber es ist ganz gut, wenn man vorher öfters in dieser Höhenlage ist“, weiß er. Ohnehin scheint sich der Montaler nicht so richtig auf Olympia zu freuen. „Für mich sind die nächsten richtigen Winterspiele 2026 in Antholz“, „ Olympia ist immer im Hinterkopf. Wenn ich das nicht zugeben würde, dann würde ich lügen. stellt Hofer klar. Dass er dann noch dabei sein wird, hofft er zwar, aber er war sich schon einmal sicherer. „Der Körper meldet sich immer öfter. Man soll ihm nicht zu viel zumuten, denn es gibt auch noch ein Leben nach der sportlichen Karriere“, stellt Hofer klar. Sport wird in seinem Leben aber immer eine zentrale Rolle spielen, auch wenn er einmal nicht mehr Biathlet ist. „Da gibt es noch viele Sachen, die ich machen möchte.“ Bis es soweit ist, hat der begeisterte Gleitschirmflieger aber im Biathlon noch Einiges vor. „Das Level steigt von Jahr zu Jahr, an der Weltspitze wird es immer enger. Das Limit auszureizen ist ein großer Antrieb. Den Erfolgshunger musst du haben als Spitzensportler. Wenn der nicht mehr da ist, dann ist es Zeit aufzuhören“, sagt Hofer. Das ist es bei ihm noch lange nicht, denn die vergangene Saison war

BIATHLON SPORT D | 2021 21 … mit Freundin Katharina auf dem Ortler … … und im Urlaub auf der Isola Favignana. seine beste bisher. Er feierte seinen 2. Weltcupsieg, stand insgesamt dreimal im Weltcup auf dem Podest und auf Rang 8 der Weltcup-Gesamtwertung. Zwar war er in der Saison 2017/18 sogar Gesamt-Fünfter, aber in der vergangenen Saison hat er 116 Punkte mehr geholt als damals. Warum es plötzlich richtig läuft, wissen Sportler oft selbst nicht. Für Hofer waren 2 Aspekte ausschlaggebend: „Der Skimarkenwechsel hat mir einen Schub gegeben. Und als ich im Jänner das Podest oft knapp verpasst habe, wollte ich es nicht mit Gewalt erzwingen, sondern habe immer gleich weitergemacht. Zum Gewinnen braucht es auch Glück, und ich wusste, wenn der richtige Tag kommt, dann klappt es.“ Auch wenn sich seine Vorfreude auf die Olympischen Spiele in Grenzen hält, so stellt er doch klar: „Olympia ist immer im Hinterkopf. Wenn ich das nicht zugeben würde, dann würde ich lügen.“ Die beste Vorbereitung auf Olympia sind seiner Meinung nach die Erfolge, die man vorher erringt. „Ein guter Saisonstart ist schon die halbe Miete.“ 2 Olympia- Medaillen in der Mixed Staffel hat Hofer schon, aber in einem Solo-Wettkampf hat es noch nicht geklappt mit olympischen Edelmetall. Es wäre sicher die Krönung einer Karriere, auf die er aber auch stolz sein kann, wenn es damit nicht klappen sollte. Der Internationale Biathlon Verband möchte seinen Sport klimaneutral machen. Dazu beitragen soll auch das Verbot von Fluorwachs. Bisher konnte sich die IBU aber nur dazu durchringen, die C8-Fluorverdingungen zu verbieten, die anderen bleiben für die nächste Saison noch erlaubt. Hofer ist da ohnehin ein wenig skeptisch. „Da müssen dann auch alle mitmachen, und es braucht auch eine Kontrolle, auf die man sich verlassen kann“, sagt Hofer. Sollte es möglich sein zu schummeln, dann sei zwar die Absicht gut, aber für den Sport sei es schlecht. LUKAS HOFER Geburtsdatum und -ort: 30. September 1989 in Bruneck Wohnort: Montal in St. Lorenzen Sportgruppe: Carabinieri NATIONALTEAM BIATHLON HERREN Team Peking 2022: Didier Bionaz, Thomas Bormolini, Patrick Braunhofer (Ridnaun), Daniele Cappellari, Tommaso Giacomel, Lukas Hofer (Montal), Dominik Windisch (Rasen) Projekt Milano Cortina 2026: Cedric Christille, Daniele Fauner, Jacopo Leonesio, Michele Molinar, David Zingerle (Antholz) DAMEN Team Peking 2022: Michela Carrara, Rebecca Passler (Antholz), Lisa Vittozzi, Dorothea Wierer (Rasen) Projekt Milano Cortina 2026: Hannah Auchentaller (Antholz), Samuela Comola, Eleonora Fauner, Irene Lardschneider (Wolkenstein), Beatrice Trabucchi, Martina Trabucchi, Linda Zingerle (Antholz)

© 2017 Weinbergweg 7 | 39100 Bozen | MwSt.-Nr.: IT00853870210 | Tel. 0471 081 561 | Fax 0471 081 569 | info@mediaradius.it