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Wintersport 2020/21

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56 SPORT D |

56 SPORT D | 2020 FREESTYLE SKI Geht auch vor ungewöhnlicher Kulisse ihrem Sport nach: Freestylerin Silvia Bertagna. Silvia Bertagna Die Dauerbrennerin brennt weiter 3 Wettkämpfe hat Silvia Bertagna in der letzten Saison bestritten, ehe ein Trainingssturz und eine daraus resultierende Knieverletzung ihre ruhmreiche Karriere äußerst unglücklich zu beenden schien. Das ließ die 33-jährige Freestylerin aus St. Ulrich jedoch nicht zu: Sie nutzte den vorzeitigen Saisonabbruch wegen Corona und die rennfreie Zeit, um ihr ramponiertes Knie – gerissen war nichts, aber eine schmerzende Quetschung – in Ruhe auszukurieren und neu durchzustarten. Auch ein Karriereende nach 39 Rennen und 7 Jahren im Weltcup stand zur Diskussion. Weil es aber zum abrupten und ungewöhnlichen Ende der letzten Saison kam, entschied sich die Holte 2018 die Kristallkugel im Big Air: Silvia Bertagna. Freeski-Spezialistin, ihre Karriere fortzusetzen. Zudem arbeitet sie seit dem Ende des vergangenen Winters an 2 neuen Tricks. „Diese können mich auf ein neues Level heben“, ist Bertagna zuversichtlich. Beim Weltcupauftakt in Stubai hat sie das schon gezeigt, allerdings bei den Rails unerwartet gepatzt. Fest steht, dass mit der Grödnerin auch im kommenden Winter zu rechnen ist. Nicht zuletzt, weil sie im Sommer sehr gut trainieren konnte, obwohl sie nicht oft auf Skiern stand. Ziel in der neuen Saison, die laut Bertagna „eigenartig, ungewiss NATIONALTEAM FREESTYLE SKI HERREN Gruppe A: Leonardo Donaggio, Filippo Levis, Ralph Welponer (St. Ulrich) Gruppe B/Nachwuchs: Emanuele Canal, Matteo Giacomuzzi, Moritz Happacher (Sexten), Simon Leitner (Pfalzen), René Monteleone (St. Ulrich), Kilian Morone, Miro Tabanelli DAMEN Silvia Bertagna (St. Ulrich), Elisa Maria Nakab und schwer zu organisieren ist“, sei es, konstant gute Ränge zu belegen und die 2 neuen Tricks zu perfektionieren. Denn mit einem Auge blickt die Big- Air-Weltcupsiegerin von 2018 schon in Richtung Olympische Spiele 2022 in Peking, für die sie sich aber erst qualifizieren muss. Die hat Bertagna schon im Visier. SILVIA BERTAGNA Geburtsdatum und -ort: 30. November 1986 in Brixen Wohnort: St. Ulrich Verein: SC Gröden Weltcup-Kalender Freestyle 2020/21 18.12. 8.1. 7.3. BIG AIR Copper Mountain Kreischberg Calgary SLOPESTYLE 23.1. Font Romeu 5.2. Mammoth Mountain 8.3. Calgary 14.3. Calgary 27.3. Silvaplana -Infografik: A.Delvai USA Österreich Kanada Frankreich USA Kanada Kanada Schweiz

FREESTYLE SKI SPORT D | 2020 57 Ralph Welponer Das Podest ist das Ziel Endlich ein Weltcup-Podium erklimmen: Das ist die Devise bei Ralph Welponer. Italiens bester Freestyler startet nach einer durchwachsenen letzten Saison, in der ein 10. Platz beim Big-Air-Weltcup in Modena das Höchste der Gefühle war, einen neuen Anlauf. Vom unbändigen Ehrgeiz getrieben, hat der 23-Jährige im Sommer viel in das Trockentraining investiert: „Ich habe so hart wie noch nie zuvor an meiner Physis gearbeitet und fühle mich fitter denn je“, sagt der Grödner aus St. Ulrich. Das soll ein maßgeblicher Baustein auf seinem Weg in die Weltspitze sein. Dazu freut sich Welponer, dass er trotz der Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus in den Wochen vor dem Saisonbeginn am vergangenen Wochenende in Stubai auf den Gletschern trainieren durfte. Faktisch hätte es im Vergleich zu den letzten Jahren keinen Nachteil gegeben, im Gegenteil: Welponer ist sogar überzeugt, dass sein Sommertraining auf und neben dem Freestyle- Park noch nie so gut gewesen ist. Liebend gern hätte Welponer beim Heimweltcup auf der Seiser Alm, wo ihm das Pech in den letzten Jahren an den Füßen klebte, sein großes Ziel – ein Weltcuppodium – erreicht. Allerdings findet das Event wegen des Coronavirus nicht statt, was für den Südtiroler „extrem schade“ ist. „Zu Hause ein gutes Resultat zu erzielen, wäre schon etwas Besonderes, ein besonderer Traum“, betont er. Diesen muss er nun um ein Jahr verschieben. Überhaupt ist die Ungewissheit groß – nicht nur was den Weltcup-Kalender betrifft. Denn zu Beginn der Saison werden Welponer zufolge die Karten immer neu gemischt. „Im Sommer lernen alle Athleten neue Tricks und man weiß erst nach den ersten Sprüngen, wo man tatsächlich steht, auf welchen Level man ist. Das macht es spannend“, behauptet Welponer, der große Teile seiner Vorbereitung am Gletscher in Stubai in Nordtirol absolviert hat. Also an jenem Ort, wo auch der Auftakt in die neue Saison erfolgte und wo er wegen vermeidbarer Fehler unter Wert geschlagen wurde. Trotz des verpassten Finales blickt er nach vorne: „Ich habe für den weiteren Saisonverlauf ein gutes Gefühl, technisch bin ich auf alle Fälle bereit.“ RALPH WELPONER Geburtsdatum und -ort: 4. April 1997 in Bozen Wohnort: St. Ulrich Verein: SC Gröden Die Vielfalt im Freestyle-Sport Ski & Snowboard Slopestyle: Ist eine Wettkampfform, die 2014 bei Olympia Premiere feierte. Dabei wird ein Parcours mit unterschiedlichen Hindernissen in einem zusammenhängenden Lauf durchfahren und die Fahrt von Preisrichtern bewertet. Der Parcours ist so gestellt, dass die Fahrer mehrere Möglichkeiten haben, die Elemente zu kombinieren. Es wird gewertet, wie der Athlet die einzelnen Elemente nutzt, welche Tricks er macht und wie er diese durchführt. Big Air: Hierbei handelt es sich um einen großen Sprung (Kicker), über den die Fahrer springen und versuchen, möglichst schwierige Tricks auszuführen. Bewertet wird dies von Punktrichtern in den Kategorien Style, Schwierigkeit, Höhe des Tricks und Landung. Halfpipe: In einer Halfpipe (eine Anlage in Form einer halbierten Röhre) zeigen die Sportler Sprünge, Tricks und Manöver. Punkte gibt es für die Schwierigkeit und die Ausführung aller Aktionen. Alle Punkte einer Fahrt werden addiert. Ski Aerials: Auf einer Schanze mit fast senkrecht nach oben weisender Absprungfläche werden nacheinander 2 aus Saltos, Drehungen und Grätschen kombinierte Kunstsprünge gezeigt. Jeder Sprung hat dabei einen festgelegten Schwierigkeitsgrad. Die Punktezahl für einen Sprung ergibt sich durch die Multiplikation der Punkte für die Schwierigkeit mit den Punkten für die Ausführung. Moguls: Die Sportler durchfahren eine künstlich angelegte Buckelpiste. Dabei sind 2 Sprünge vorgeschrieben, seit 2003 sind auch Salti erlaubt. Punkte gibt es für die Fahrgeschwindigkeit (25 Prozent), die gefahrene Technik (50 Prozent) und für die Ausführung der Sprünge (25 Prozent). Dual Moguls: 2 Athleten durchfahren die Buckelpiste im Kopf-an-Kopf-Rennen gegeneinander. Die Qualifikation erfolgt als Einzelrennen, das Finale der besten 16 wird im Dual-Format ausgetragen. Rennen mit Dual-Finale zählen mittlerweile zum Einzel-Weltcup.

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