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Wintersport 2020/21

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46 SPORT D |

46 SPORT D | 2020 BOB & SKELETON Patrick Baumgartner und Alex Verginer Ein Südtiroler Bob-Duo Er ist Italiens bester Bob-Pilot und will sich weiter Schritt für Schritt den Top-Plätzen annähern. Dabei kann der Pusterer Patrick Baumgartner auf einen zuverlässigen Partner zählen: Gemeinsam mit Alex Verginer bildet er ein Südtiroler Bob-Duo. Vieles ist anders in Corona-Zeiten. Bis Anfang des kommenden Jahres fallen etwa die internationalen Viererbob-Rennen, eigentlich Patrick Baumgartners Spezialdisziplin, komplett aus. Damit nicht zu viele Athleten gleichzeitig an den Weltcup-Orten bzw. an den Bahnen sind, stehen nur Zweierbob-Rennen auf dem Programm. „Das ist natürlich schade, weil ich mich in erster Linie auf den Vierer konzentriere und auch einen großen Teil der Sommervorbereitung darauf ausgelegt habe“, erzählt Baumgartner. In erster Linie hoffe er aber, dass Patrick Baumgartner und Alex Verginer (von links) die „Corona-Saison“ einigermaßen regulär über die Bühne gehen könne. Ebenfalls aufgrund von Corona finden in dieser Saison sämtliche Rennen, bis auf das Finale in China, in Europa statt. Die Nordamerika-Rennen wurden gestrichen, um das Reisen in Zeiten der Pandemie zu minimieren. Die WM, die in Lake Placid (USA) geplant, war soll nun Mitte Februar in Altenberg stattfinden. Immerhin: In dieser Saison dürfte man öfters ein reines Südtiroler Bob-Duo auf den Weltcup-Bahnen sehen. Als Anschieber und Bremser fährt nämlich der Gadertaler Alex Verginer heuer vielleicht auch öfters im Zweier mit Baumgartner. Beim ersten Weltcup in Sigulda ist die Wahl allerdings auf auf Lorenzo Bilotti gefallen. Das muss aber nicht so bleiben. So oder so, auch mit dem Zweier möchte Baumgartner regelmäßig in die Top 15 fahren. „Das dürfte ein realistisches Ziel sein“, betont er. Zu Saisonbeginn hat es geklappt, aber es waren Corona-bedingt auch nur 13 Schlitten am Start. Wenn im neuen Jahr auch die Viererbob- Rennen stattfinden, dann peilt Baumgartner die Top-Ten an. Auch Alex Verginer in seiner Rolle als Anschieber liegt diese Disziplin besser. „Es ist auf alle Fälle spannender“, erklärt der ehemalige Zehnkämpfer. Der 26-Jährige begann vor rund 5 Jahren mit dem Bobsport und gehört seit 2018 dem A-Team der Nationalmannschaft an. Bei den „Azzurri“ ist Baumgartner seit zwei Jahren die Nummer 1. Als Mitglied der Gefängnispolizei-Sportgruppe kann er den Sport professionell ausüben. Um sich ein zweites Standbein aufzubauen, studiert er nebenbei in Bruneck Tourismus, Sport und Eventmanagement. PATRICK BAUMGARTNER Geburtsdatum und -ort: 27. Dezember 1994 in Bruneck Wohnort: Issing/Pfalzen Sportgruppe: Gefängnispolizei ALEX VERGINER Geburtsdatum und -ort: 3. Oktober 1994 in Bruneck Wohnort: St. Martin in Thurn Sportgruppe: Heer NATIONALTEAM BOB & SKELETON Bob: HERREN A-Kader: Patrick Baumgartner (Pfalzen), Lorenzo Bilotti, Alessandro Ferro, Ugo Costantini, Mattia Variola, Alex Verginer (St. Martin in Thurn) B-Kader: Nicolas Brighenti, Mattia Castellazzi, Alessandro Monte, Alex Paghini DAMEN A-Kader: Giada Andreutti, Tania Vicenzino B-Kader: Giulia Chenet, Anna Schenk (Wolkenstein), Silvia Taini Skeleton: HERREN Weltcupkalender Bob und Skeleton 27. bis 29. November 11. bis 13. Dezember 18. bis 20. Dezember 8. bis 10. Jänner 2021 15. bis 17. Jänner 22. bis 24. Jänner 12. bis 14. März -Infografik: M. Lemanski Sigulda Igls/Innsbruck Igls/Innsbruck Winterberg St. Moritz Königssee Yanqing 2020/21 Lettland Nordtirol/Österreich Nordtirol/Österreich Deutschland Schweiz Deutschland China A-Kader: Amedeo Bagnis, Mattia Gaspari, Manuel Schwärzer (Meransen) B-Kader: Pietro Augusto Drovanti, Giovanni Marchetti, Gabriele Marenchino, Marvin Moscara, Francesco Pellicani, Riccardo Possenti DAMEN A-Kader: Alessia Crippa, Alessandra Fumagalli, Valentina Margaglio, Elena Scarpellini

BOB & SKELETON SPORT D | 2020 47 Anna Schenk Nach Einzeltraining die Nummer 1 Waghalsige Fahrten durch den Eiskanal sollten auch in diesem Winter für sie zum Alltag gehören: Anna Schenk aus Gröden schickt sich an, ihre zweite Saison als Bob-Athletin in Angriff zu nehmen. Die 26-Jährige wird dabei im Weltcup zum Einsatz kommen. Aus gutem Grund. Aufgrund der Pandemie musste Anna Schenk den ganzen Sommer hindurch auf Mannschaftstrainings verzichten. Doch sie hat die Zeit gut genutzt und fleißig ihre Hausaufgaben, alleine am Sportplatz oder in der Kraftkammer, gemacht. „Als wir im September erstmals zum gemeinsamen Training zusammenkamen, wies ich die besten Werte auf“, freut sich die Grödnerin, die prompt zur ersten Anschieberin befördert wurde. Nachdem ihre sonstige Partnerin und Bob-Pilotin Tania Vicenzino verletzungsbedingt ausfällt, wird Schenk nun den Bob von Giada Andreutti in Schwung bringen. „Ich habe im letzten Winter sehr viel dazu gelernt, habe den Bobsport richtig verstanden und weiß, dass jede Fahrt durch den Eiskanal eine Herausforderung ist. Aber ich will mich ständig verbessern“, sagt die Athletin, die heiß auf die ersten Starts im Weltcup ist. Den Auftakt in Sigulda (Lettland) ließ das Damenteam allerdings aus. „Wäre auch nur eine Person aus dem ganzen Team positiv auf Corona getestet worden, hätten alle 15 Tage lang in Lettland bleiben müssen. Dieses Risiko wollte niemand eingehen.“ So beginnt ihre Saison Mitte Dezember in Igls. Zum Bedauern der Athletinnen aber ohne Publikum, denn auch im Bobsport baut man auf die sogenannten „Blasen“. Und allgemein kündigt sich eine ungewöhnliche Saison an, zumal anfangs weder US-Amerikanerinnen noch Kanadierinnen dabei sein werden. Das bedauert Anna Schenk sehr. Trotzdem freut sie sich auf den Winter. Sie geht gut vorbereitet in die Wettkämpfe und sieht die Weltmeisterschaft in Altenberg (Deutschland) als Höhepunkt. Gleich auf einer der schwierigsten Bahnen der Welt. Aber solche Herausforderungen liebt sie eben. ANNA SCHENK Geburtsdatum und -ort: 19. März 1994 in Bozen Wohnort: Wolkenstein Verein: Atletica Gherdeina Manuel Schwärzer Zurück in den Weltcup Vor einem Jahr hat Manuel Schwärzer den Sprung in die Heeressportgruppe geschafft und kann den Skeleton-Sport professionell ausüben. In der Weltcup-Saison wollte der Knoten jedoch nicht so richtig platzen. Die Qualifikation für den 2. Lauf der besten 20 blieb ihm immer verwehrt. Insbesondere die zweite Saisonhälfte verlief nicht nach Wunsch. Und dennoch: Der 24-Jährige aus Meransen blickt nach vorne. Durch gute Leistungen im Europa- und Intercontinentalcup will er sich wieder für den Weltcup empfehlen. „Vorerst gilt es, das Selbstvertrauen und die nötige Selbstsicherheit zurück zu gewinnen“, so Schwärzer. Dann gelte es, „von Rennen zu Rennen zu schauen“. Vor allem die Konstanz habe zuletzt gefehlt. „Daran muss ich arbeiten. In einzelnen Läufen bin ich zwar oft schnell unterwegs, aber ich muss viel konstanter meine Top-Leistung abrufen“, erklärt Schwärzer. Die Vorbereitung sei diesmal aufgrund der Coronavirus-Krise schwierig gewesen. „Bis Mitte Juni konnten wir kaum trainieren“, so der Skeletonpilot. In den vergangenen Monaten sei jedoch wieder „gutes Training“ möglich gewesen. Vor allem beim Start habe er sich verbessert. Von Mitte Oktober bis Mitte November standen Bahntrainings in Sigulda, Igls und Altenberg auf dem Programm. In Altenberg soll im Februar auch die WM stattfinden. „Das ist ein großes Ziel, da möchte ich dabei sein“, so Schwärzer. Das Kraftpaket aus Meransen ist zuversichtlich: „Ich denke, ich kann einen großen Schritt in die richtige Richtung machen – wenn es Corona zulässt“. MANUEL SCHWÄRZER Geburtsdatum und -ort: 1. November 1996 in Brixen Wohnort: Meransen Sportgruppe: Heer

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