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Wintersport 2020/21

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34 SPORT D |

34 SPORT D | 2020 KUNSTBAHNRODELN Emanuel Rieder & Simon Kainzwaldner Das Beste draus machen Sie waren die Aufsteiger der vergangenen Saison, die sie mit WM-Silber im Sprint gekrönt haben. Emanuel Rieder und Simon Kainzwaldner haben die Team-interne Hierarchie im Doppelsitzer der Kunstbahnrodler auf den Kopf gestellt. Auch in der Weltcup-Gesamtwertung waren sie der beste Südtiroler Doppelsitzer, obwohl sie wegen einer Verletzung von Emanuel Rieder die ersten beiden Rennen auslassen mussten. … und mit Armin Zöggeler nach dem Gewinn von WM-Silber. Simon Kainzwaldner und Emanuel Rieder (von links) im Sommeroutfit … SIMON KAINZWALDNER Geburtsdatum und -ort: 24. Februar 1994 in Bozen Wohnort: Villanders Sportgruppe: Carabinieri Auch heuer wird es ein mühsamer Einstieg in die Saison. Wegen einer Corona-Quarantäne konnten sie das erste Bahntraining in Altenberg nicht mitmachen. Aber schon vorher verlief die Vorbereitung nicht reibungslos. Beide plagten sich mit Rückenproblemen herum, bei beiden war es eine Bandscheibenvorwölbung. Das Krafttraining musste deshalb ein wenig eingeschränkt werden. „Für den Rücken war die Quarantäne gar nicht so schlecht. Der konnte sich ein wenig erholen“, versucht Rieder das Positive an dieser Situation herauszustreichen. Und noch ein positiver Aspekt fällt ihm ein: „Zum Glück ist es keine Olympia-Saison.“ Auch der letzte Winter hatte wenig verheißungsvoll begonnen. Bei Tests in Sotschi hatte sich Rieder den rechten Mittelfußknochen gebrochen. Das haben die beiden locker weggesteckt und ausgerechnet in Sotschi, wo sie so schwer gestürzt waren, ihren bisher größten Erfolg errungen. Deshalb lassen sie sich auch diesmal nicht entmutigen. „Wir wollen das Beste daraus machen. Bis EMANUEL RIEDER Geburtsdatum und -ort: 1. Oktober 1993 in Brixen Wohnort: Meransen Sportgruppe: Carabinieri zur Weltmeisterschaft haben wir ja noch Zeit“, betonen sie. Die WM wurde von Whistler nach Königssee verlegt. Die Bahn ist für die Doppelsitzer am Start eher flach. Rieder/ Kainzwaldner sind nicht die besten Starter, aber dieses Handicap können sie in der schwierigen Bahn gutmachen. Dort liegen ihre Stärken. In der Endgeschwindigkeit waren sie immer bei den Schnellsten, manchmal sogar die Schnellsten überhaupt. Dass sie schon in ihrer zweiten gemeinsamen Saison so erfolgreich waren, führen sie auch auf gutes Material zurück. „Manuel Pfister hat uns eine perfekte Rodel gebaut und materialtechnisch weiter gebracht“, sagt Rieder. Pfister ist jetzt nicht mehr dabei, aber: „Die Rodel haben wir ja noch. Sie ist top und wird uns hoffentlich lange erhalten bleiben.“

KUNSTBAHNRODELN Andrea Vötter Viel Luft nach oben „Meine fahrerische Leistung in der letzten Saison war katastrophal.“ Das sagt eine Rodlerin, die im vergangenen Winter 7. in der Weltcup- Gesamtwertung war, als Dritte beim Weltcup in Altenberg auf dem Podest stand und Vierte bei der Europameisterschaft war. Aber Andrea Vötter weiß genau, was sie kann, und das ist definitiv mehr, als sie im Winter 2019/20 gezeigt hat. Woran es gelegen hat, glaubt sie zu wissen. „Es sind mehrere Faktoren zusammengekommen. Manuel Pfister war für mein Material zuständig und hat an der Rodel einige Änderungen vorgenommen, die vielleicht zu risikofreudig waren. Und auch Übertraining kann eine Rolle gespielt haben“, erzählt die 25-jährige Völserin. Nach dem Abschied von Pfister kümmert sich Oswald Haselrieder um ihre Rodel, bei der übrigens in dieser Saison alles neu sein wird: Schüssel, Schiene und Kufe. Das Problem ist nur, dass sie mit dieser neuen Rodel noch nicht viele Trainingsfahrten machen konnte. Wegen eines Falles von Coronavirus in der Mannschaft fiel das erste Bahntraining in Sigulda aus. Aber davon lässt sich Andrea Vötter nicht entmutigen. Ohnehin blickt sie schon weiter nach vorne, und zwar zu den Olympischen Spielen 2022. „Olympia steht über allem, und es ist nicht mehr so weit weg. Vorher möchte ich in dieser Saison bei der Weltmeisterschaft gut abschneiden. Das ist der Höhepunkt.“ Wichtig sei es einfach, gut zu fahren, dann würden auch die Ergebnisse kommen. Die Saisonvorbereitung ist heuer etwas anders verlaufen als sonst, nicht nur wegen des verspäteten Einstiegs in das Bahntraining. Im ersten Lockdown im Frühling war nur Heimtraining möglich. „Daheim bin ich, ehrlich gesagt, nicht sehr gut ausgerüstet für das Krafttraining. Deshalb war schon Einfallsreichtum gefragt. Ich habe auf youtube einige interessante Übungen gefunden, viele mit dem eigenen Körpergewicht. Das hat dann schon gepasst“, erzählt sie. Sie hat auch viel mit dem TRX-Band gemacht, mit dem die Muskeln am ganzen Körper gut trainiert SPORT D | 2020 35 werden können. Dass Start-Trainer Martin Hillebrand nicht mehr dabei ist, bedauert Andrea Vötter. „Die Zusammenarbeit mit ihm war gut. Es ist schade, dass er weg ist.“ Auf einen Urlaub hat Andrea Vötter in diesem Corona-Jahr verzichtet. „Ich war einige Wochenenden am Gardasee. Das war’s. Ansonsten stand für mich mein Patenkind an erster Stelle, mit dem ich viel Zeit verbracht habe.“ Dafür wird im Winter nicht mehr so viel Zeit sein, auch weil die kurzen Abstecher nach Hause in dieser Saison seltener sein werden. Wegen Corona soll das Team so viel wie möglich in der „Blase“ bleiben. ANDREA VÖTTER Geburtsdatum und -ort: 3. April 1995 in Brixen Wohnort: Völs Sportgruppe: Heer Karo Pichler Dominik Windisch Andrea Vötter Irene Omar Visintin Lardschneider Frisch und Fit! Wir wunschen unseren Athleten viel Erfolg und Gesundheit www.kiku-apple.com

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