Aufrufe
vor 2 Jahren

Wintersport 2020/21

  • Text
  • Alpin
  • Sprint
  • Dezember
  • Weltcup
  • Fisi
  • Rennen
  • Februar
  • Raiffeisen
  • Geburtsdatum
  • Saison

20 SPORT D |

20 SPORT D | 2020 SKI ALPIN Ihnen gehört die Zukunft Es war ungewöhnlich: Erstmals seit der Premiere des Skiweltcups in Sölden im Oktober 1993 war beim Weltcup-Auftakt Mitte Oktober keine Südtirolerin am Start. 2018 und 2019 hielt Karoline Pichler die Fahne der einheimischen Fahrerinnen hoch, zuvor war es Manuela Mölgg. Das war in den 2000er-Jahren noch anders: 2004 waren es mit Manu Mölgg, Silke Bachmann, Nicole Gius, Karen Putzer, Lena Planatscher, Lucia Recchia und Barbara Kleon gleich 7 Südtirolerinnen, die starteten. Von solchen Glanzzeiten kann der Südtiroler Landesverband derzeit nur träumen. Und trotzdem: Nach mageren Jahren in den technischen Disziplinen wächst wieder etwas heran. Vor allem im Slalom haben 4 Südtirolerinnen Chancen, demnächst im Weltcup durchzustarten. in Kranjska Gora als 31. den 2. Lauf nur um 0,14 Sekunden verpasste, klassierte sich in der letzten Saison bei allen ihren 7 Europacup-Einsätzen in den Punkten. Sie gehört noch immer keiner Sportgruppe an und fährt für den SC Gsiesertal. Die Ultnerin Petra Unterholzner gehört wie Tschurtschenthaler dem B-Nationalteam an. Sie hat 2 schwere Verletzungen hinter sich (Kreuzbandriss, Knorpelschaden), konnte im letzten Sommer und Herbst aber endlich top trainieren. Die 21-Jährige hat Landsmann Dominik Paris als großes Idol, fährt auch die gleiche Skimarke (Nordica), gibt aber zu, erst vor kurzem das richtige Setup gefunden zu haben. „Bis ich in Topform bin, werden noch einige Trainingstage vergehen“, meint sie. Und hofft, dass trotz Corona-Pandemie Europacupund FIS-Rennen stattfinden, um sich für den Weltcup empfehlen zu können. Celina Haller ist erst 20, hat einen gelungenen Saisonstart (u.a. 2. im FIS-Slalom in Sulden) hingelegt und ist Mitglied des italienischen Juniorteams. Sie hatte die letzten 2 Jahre ebenfalls mit Verletzungen zu kämpfen. Bleibt sie gesund, dann ist der Schennerin alles zuzutrauen. Die Routinierteste ist Vivien Insam. Die Grödnerin gehört der Sichtungsgruppe („interesse nazionale“) an, das heißt sie bereitete sich mit der Polizei- Sportgruppe auf den Winter vor. „Das hat sehr gut funktioniert“, bilanziert sie. Allerdings wurde das Training Anfang November von den strengen Corona-Maßnahmen abrupt gestoppt. Deswegen war auch ein Start bei den ersten FIS-Rennen der Saison in Sulden nicht möglich. Insam rechnet sich vor allem im Slalom Chancen aus, obwohl sie in der letzten Saison im Riesentorlauf im Europacup (12. und 16.) die besseren Resultate einfuhr. Eine Knieverletzung, die der 23-Jährigen 2 Jahre zu schaffen machte, behindert sie nicht mehr. VIVIEN INSAM Geburtsdatum und -ort: 15. Juli 1997 in Brixen Wohnort: Wolkenstein Sportgruppe: Polizei VERA TSCHURTSCHENTHALER Geburtsdatum und -ort: 30. März 1997 in Innichen Wohnort: Sexten Verein: SC Gsieser Tal Vera Tschurtschenthaler aus Sexten gehört der B-Nationalmannschaft an, wurde im Gegensatz zu ihrer Teamkollegin Serena Viviani aber nicht für die 2 Weltcup-Slaloms in Levi am letzten Wochenende nominiert. Ihre Form sei noch zu schwankend. Tschurtschenthaler, die bei ihrem Weltcupdebüt 2020 PETRA UNTERHOLZNER Geburtsdatum und -ort: 9. Oktober 1999 in Meran Wohnort: St. Walburg in Ulten Sportgruppe: Carabinieri CELINA HALLER Geburtsdatum und -ort: 26. April 2000 in Meran Wohnort: Schenna Sportgruppe: Finanzwache

SKI ALPIN SPORT D | 2020 21 Verena Gasslitter Nadia Delago Der nächste Schritt „Ich will bei der Weltmeisterschaft in Cortina d’Ampezzo am Start stehen.“ Vorbei sind die Zeiten, wo sich Nadia Delago – die um ein Jahr und 10 Monate jüngere Schwester von Nicol Delago – brav hinten anstellte und vor allem auf Lerntour ging. Mit dieser Aussage macht Nadia Delago klar, dass sie sich nach dem letzten Premierenjahr im Weltcup mit 6 Platzierungen in den Punkten (nie besser als 21.) in der neuen Saison in der bärenstarken italienischen Speed- Nationalmannschaft zum nächsten Schritt ansetzen will. Damit sie sich ihr großes Ziel von einer Teilnahme an der Heim-WM erfüllen kann, braucht es vorher im Weltcup absolute Spitzenplätze. Und die nicht nur sporadisch, sondern regelmäßig. Dass dies angesichts der großen internen Konkurrenz keine einfache Aufgabe wird, weiß sie. „Schnell fahren ist angesagt“, betont die Speed-Spezialistin, die die WM-Piste am Fuße der Tofane bestens kennt. Und: Am 20. Jänner 2019 hat sie dort im Super-G ihr Weltcup-Debüt gefeiert. Um sich auf die WM und die Weltcuprennen bestens vorzubereiten, hat Delago im Sommer ihr Training geringfügig umgestellt und vor allem an ihrer Ausdauer sowie am Gleichgewicht gearbeitet. Denn Ziel der 23-Jährigen ist es, auf den technisch anspruchsvolleren Kursen einen Schritt nach vorne zu machen. Hierbei kommt der Wolkensteinerin auch zugute, dass Schwester Nicol die gleiche Skimarke (beide Atomic) fährt und sie mit Christoph Atz aus Kaltern auch den gleichen Servicemann haben. „Wir können gemeinsam am Material tüfteln, uns darüber austauschen. Das hilft natürlich sehr und ist ein großer Vorteil“, meint Delago, für die am 5. Dezember mit dem Weltcup-Super-G in St. Moritz die neue Saison beginnt. NADIA DELAGO Geburtsdatum und -ort: 12. November 1997 in Brixen Wohnort: Wolkenstein Sportgruppe: Polizei Es war der nächste Schritt: Eine gefühlte Ewigkeit ist es her, seitdem Verena Gasslitter letztmals eine komplette Saisonvorbereitung mitmachte. Heuer war es wieder soweit. Im Jänner dieses Jahres endete für die 24-Jährige aus Kastelruth eine dreijährige Leidenszeit: In Altenmarkt bestritt Gasslitter erstmals seit dem 4. Dezember 2016 (!) wieder ein Weltcuprennen. Sie suchte sich dabei eine der schwierigsten Pisten aus, dazu kam diffuses Licht und eine eisige Unterlage. Das zog sich sukzessive weiter, denn auch in Bansko, Rosa Khutor, Garmisch-Partenkirchen (wo sie nur das Training bestritt), Crans Montana und in La Thuile war es extrem schwierig. Aber: Verena Gasslitter biss sich durch, sammelte Rennpraxis und ist wieder bereit zum Angriff. Wobei sich die Pferdeliebhaberin mit Zielen bedeckt hält: „Hauptsächlich will ich gesund bleiben. Im Training taste ich mich immer weiter an meine Grenzen heran. Es gibt Passagen, wo ich sehr schnell bin, aber dann komme ich an einen Punkt, wo ich mich nicht mehr überwinde. Aus diesem Loch muss ich herauskommen. Erst wenn ich das schaffe, kann ich mir Gedanken über Platzierungen machen.“ Helfen soll Gasslitter dabei auch eine Carbonschiene, die sie bei der Firma Schuhbert in Brixen anfertigen ließ und die entscheidend Druck von ihrem lädierten linken Bein wegnimmt. Als Hilfestellung für den logischen nächsten Schritt. VERENA GASSLITTER Geburtsdatum und -ort: 12. Oktober 1996 in Brixen Wohnort: Kastelruth Sportgruppe: Carabinieri

© 2017 Weinbergweg 7 | 39100 Bozen | MwSt.-Nr.: IT00853870210 | Tel. 0471 081 561 | Fax 0471 081 569 | info@mediaradius.it