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Auf die richtigen

Auf die richtigen Emotionen kommt es an In ihren Verkaufsgesprächen geht es um Gewicht, Hebelast, Volumen, Stabilität und bevor sie dem Kunden ihr „jüngstes Baby“ überlässt, umrundet sie es, mit der Hand auf dem glänzenden Lack entlangfahrend. Ein tolles Gefühl. Katia Endrizzi, frischgebackene Geschäftsführerin der Naiks GmbH, Fahrzeugaufbauten und Ladekräne, und bis vor kurzem Verkaufschefin, liebt ihren Beruf und freut sich, ihren Kunden genau das zu liefern, was diese für ihren täglichen Job brauchen. Ihre Devise ist: „Wir kosten nicht mehr, wir bieten mehr; ein Maßanzug kostet auch mehr als einer von der Stange. Aber das Ergebnis ist nicht zu vergleichen!“ Und in den mitunter harten Verkaufsverhandlungen gelingt es ihr, genau das in Erfahrung zu bringen, was ihre Kunden wirklich brauchen und es dann umzusetzen. Dauern kann dies mitunter bis zu zwei Jahre. In ihrem Kopf hat sie alle Fuhrparks ihrer Kunden und wenn sie mit dem Auto durch Südtirol fährt und einem ihrer „Babys“ auf der Straße begegnet, dann fühlt sie den Adrenalinspiegel steigen. Katia Endrizzi steht seit elf Jahren ihre Frau in einer Männerbranche. Probleme hat die 35jährige, Mutter von Hanna (7) und David (4), damit nicht. Im Gegenteil. „Ich habe es immer als Vorteil empfunden, in meinem Job Frau zu sein.“ Verkauf ist ihrer Meinung nach etwas ausgesprochen Emotionales. „Eine Frau kann und darf da anders als ein Mann.“ Die Produkte ihres Unternehmens sind sehr bedürfnisorientiert und mit dem entsprechenden technischen Wissen und ihrer Gabe, spontan auf Menschen zuzugehen und diese zu begeistern, gelingt es ihr, genau auf den Punkt zu bringen, was ihr Kunde braucht, Aufbaukrane für klassische Baufirmen, für Fassaden- oder Straßenbau, für den Holztransport und sonstige Transporteure. Extrovertiert und technisch versiert Wer mit diesen Maschinen den ganzen Tag arbeitet, entwickelt eine besondere Beziehung zu ihnen. Es gilt, mit jedem Kunden die Grenze des Möglichen auszureizen und diese Vorstellung dann unter Beachtung aller technischen Details und Sicherheitssysteme umzusetzen. Neben den Produkten von Palfinger entwickelt Naiks auch Zubehör wie z.B. Frontstützen. „Wir leben in einem einzigartigen Land“, betont Katia Endrizzi, „aber ein Land mit ganz engen Straßen, wo Laster nur schwer hinkommen.“ Sie weiß, worum es geht. Und sie hat den richtigen Charakter dafür. Zielorientiert, emotionell, extrovertiert, unkompliziert, auch experimentierfreudig. Als sie vor elf Jahren begonnen hat im Familienunternehmen mitzuarbeiten, hielt sie manchmal an Bars und Raststätten, die von LKW-Fahrern frequentiert werden und wo sie interessante Objekte auf dem Parkplatz ausmachte. Sie lacht, während sie erzählt: „Ich ging hinein in die Bar voller Männer und fragte, wem gehört denn der Kran da draußen und nachdem die Männer sich vom ersten Schock erholt hatten, waren wir schon mitten im Gespräch

PORTRAIT 63 über technische Details und ich zog die Visitenkarten heraus.“ In Zukunft wird ihr dieser Kick vielleicht fehlen, aber sie hat eine neue Aufgabe, die sie mit der gewohnten emotionellen Begeisterung angehen wird. Sie ist seit Januar Geschäftsführerin und möchte sich in Zukunft den Kundenkontakten und dem Ausbau des (digitalen) Services, Fernwartung usw. widmen. Ihr Bruder, Ivan Endrizzi, der bisher für den Service zuständig war, wird in Zukunft auch den Verkauf übernehmen. Auch hier ein Glücksfall, meint Katia Endrizzi: „Wir sind total verschieden und ergänzen uns gerade deshalb perfekt. Er zurückhaltend und lieber im Hintergrund, ich hingegen finde es toll, im Mittelpunkt des Geschehens zu stehen.“ Lachen muss Katia Endrizzi auch bei der Frage nach ihren Hobbys. Ihr Hobby, ihre Leidenschaft und ihre Freizeit – all das ist ihr Job. Und es ist ihr auch gelungen, dies alles in Einklang mit ihrer Familie zu bringen. Ihr Mann Peter arbeitet wie sie in einem Familienbetrieb und ist als Reifenhändler in genau den Monaten voll eingespannt, in der es bei ihr etwas ruhiger zugeht. Für ihre Kinder kann sie aber auch auf die Hilfe ihre Familie zählen und am Samstag nimmt sie sie gerne mit in den Betrieb, schließlich hat sie selbst das als Kind auch so erlebt. Und war begeistert. Technikberufe für Frauen attraktiv machen Wenn man sie fragt, was sie sich noch wünschen würde, merkt man schnell, dass auch der Bereich der Träume ganz von ihrem Betrieb und ihren Maschinen in Anspruch genommen ist. Sie ist rundum glücklich, wo sie ist und mit ihrem täglichen Geschäft. Aber etwas hat sie sich doch noch vorgenommen: Sie möchte ihre Begeisterung an junge Frauen weitergeben und ihnen Mut machen, sie motivieren, sich ihren Platz auch in sogenannten Männerdomänen zu suchen. „Frau sein, Frau und Technik, Frau und Mutter, Frau und Unternehmerin – das kann schon hart sein. Aber möglich ist es!“ Sie würde gerne Vorträge halten, gemeinsame Projekte mit Kolleginnen im Women- Network organisieren und auch ihren eigenen Betrieb für Frauen attraktiv gestalten. Wie sie nach 15 Monaten Corona die Zukunft sieht? „Ich freue mich drauf! Die Zukunft kann nur besser werden!“. Bauen. Für die Zukunft. Costruire. Per il futuro. T. +39 0473 861 720 ∙ www.tetris.bz.it Drei starke Partner – ein Team: | Tre partner forti – un team: T TRIS PROJECT I n g e n i e u r b ü r o S t u d i o t e c n i c o

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