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26 AKTUELL Plötzlich

26 AKTUELL Plötzlich Homeoffice. So gelingt’s! Für viele Südtirolerinnen und Südtiroler ist der Weg ins Büro seit Wochen besonders kurz: Um sich und andere vor der Coronavirus-Pandemie zu schützen haben sie ihre Arbeit vom Büro ins Homeoffice verlegt. Doch worauf muss man achten, will man über Wochen gut und produktiv zu Hause arbeiten? Ein kurzer Arbeitsweg, kein Verkehrsstau am Morgen, mittags zu Hause kochen, bei einem Mittagsschlaf wieder neue Energie tanken und mehr Zeit mit den Kindern verbringen: Von zu Hause aus Arbeiten – das mag für viele erst einmal verlockend klingen. Seit Mitte März ist das Homeoffice (der Duden versteht darunter übrigens einen „mit Rechner und Kommunikationstechnik ausgestatteten Arbeitsplatz in der eigenen Wohnung“) mit all seinen Vor- und Nachteilen in vielen Ländern weltweit und auch in Südtirol Realität – wegen Corona vielfach unvorbereitet und von einem Tag auf den anderen. Dabei zeigt sich nach einigen Wochen zu Hause, dass das Homeoffice gut geplant sein will und neben den vermeintlichen Vorzügen auch seine Tücken hat. Die wichtigsten Tipps für das gelungene Homeoffice im Überblick. Arbeitsplatz einrichten Egal ob im Büro oder eben nun zu Hause: Arbeitsplatz bleibt Arbeitsplatz. Auch wenn nicht jeder in den eigenen vier Wänden einen großen Schreibtisch, ein eigenes Arbeitszimmer oder einen höhenverstellbaren Schreibtischstuhl parat hat, sollten einige Dinge auch im improvisierten Homeoffice unbedingt beachtet werden – damit ein produktives Arbeiten möglich ist und Rückenschmerzen ausbleiben. Über Wochen oder gar Monate einfach nur mit dem Laptop am Küchentisch sitzend, sind Verspannungen und Nackenschmerzen vorprogrammiert. Wer sich keinen eigenen Schreibtisch anschaffen kann oder möchte, kann sich mit einem höhenverstellbaren Aufsatz behelfen. Dieser wird einfach auf den Tisch gestellt und ermöglicht das ergonomische Einrichten der Arbeitsposition. Der Aufsatz lässt sich abends auch wieder wegräumen, wenn der Tisch seiner eigentlichen Bestimmung als Esstisch gerecht werden soll. Neben der Höhe spielt auch die Ausrichtung der Arbeitsposition eine gewichtige Rolle. Der Bildschirmmonitor sollte immer seitlich entlang des Fensters aufgestellt sein. Denn ist der Monitor vor einem Fenster positioniert, ist das Helligkeitsgefälle zwischen Tages- und Display-Licht in der Regel zu hoch: Müde Augen und Kopfschmerzen können die Folgen sein. Ist das Fenster hingegen im Rücken, spiegelt es auf dem Monitor. Das A und O für effizientes Arbeiten ist eine bequeme Sitzgelegenheit. Wer weder einen Bürostuhl noch einen Sitzball zu Hause hat, sollte zumindest auf ausreichend Abwechslung in der Haltung achten. Das bedeutet, beim nächsten Telefonat einfach mal aufstehen und durch den Raum gehen oder sich zwischendurch auf die Couch setzen. Zu lange in einer unergonomischen Sitzhaltung verharren, kann den Rücken ganz schön belasten. Zwei weitere Dinge gilt es, bei der Wahl und der Einrichtung des Arbeitsplatzes zu Hause zu beachten: Der Schreibtisch zu Hause sollte aufgeräumt sein, denn Ordnung befreit gedanklich und ermöglicht, sich besser auf die anstehenden Aufgaben zu konzentrieren. Eine freundliche Arbeitsatmosphäre und besseres Raumklima schaffen nicht zuletzt Grünpflanzen. Sie erhöhen die Luftfeuchtigkeit und filtern Schadstoffe aus der Luft und steigern dabei die Konzentrationsfähigkeit. Außerdem eignen sich Pflanzen perfekt als Raumteiler für einen abgetrennten Arbeitsbereich. Die Videokonferenz Team-Meetings, Besprechungen mit externen Lieferanten oder ein Pitch: Meetings laufen in Zeiten von Homeoffice per Videokonferenz ab – auf Skype, Zoom, Teams oder ähnlichen Plattformen. Das Um und Auf für eine gelungene Videokonferenz ist die Technik. Dazu gehört eine stabile Internetverbindung, aber auch eine gute Ton- und Bildqualität. Für den guten Ton empfiehlt sich ein Headset mit Mikrofon, für ein gutes Bild lohnt es sich, die Kamera vor dem Meeting zu testen und eine geeignete Position zu finden. Dabei sollte die Kamera immer auf Augenhöhe sein. Außerdem ist es ratsam,

AKTUELL Nr. 2/2020 27 vor der Besprechung den Hintergrund zu checken. Chaotische Regalwände oder der Wäscheständer im Bildhintergrund werden im Meeting ablenken. Eine schlichte, neutrale und vor allem ordentliche Einrichtung vermitteln Professionalität – und darauf kommt es im Online-Meeting an. Sitzt man vor einer leeren weißen Wand, kann das die Sprecherin aber auch unscheinbar wirken lassen. In der Videokonferenz gilt: Einer spricht, die anderen hören zu. Disziplin und eine gute Gesprächskultur sind das Gebot der Stunde. Um Störgeräusche zu vermeiden, sollten all jene, die gerade nicht sprechen, ihr Mikrofon stumm schalten. So wird die beste Tonqualität garantiert. Kleider machen Leute „Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren“, das legendäre Zitat von Mode-Ikone Karl Lagerfeld hat in diesen Tagen Hochkonjunktur. Wenn ich nicht ins Büro muss, kann ich doch auch im Pyjama bleiben, oder? Ungeduscht, unrasiert und mit zerzausten Haaren. Doch Kleidung übermittelt auch ein Gefühl an uns selbst. Deshalb empfehlen Psychologen, dass man sich auch im Homeoffice morgens zurechtmachen soll. Damit tritt man nicht nur in den zahlreichen Videokonferenzen professionell auf, das Festhalten an gewissen Handlungsweisen und die Körperpflege haben auch positive Effekte auf die eigene Produktivität. Pflegt man auch im Homeoffice eine Kleideretikette, fällt es abends auch leichter, den Feierabend einzuläuten und vom Arbeitsmodus in den Entspannungsmodus zu wechseln; auch wenn man physisch maximal von einem Zimmer in ein anderes wechselt. Mach mal Pause Die Kaffeepause mit den Kollegen, der Weg von einem Meeting ins nächste oder ein kurzer Plausch am Gang – das alles fällt im Homeoffice weg. Obwohl man zu Hause ist und es sich zwischendurch kurz auf dem Sofa bequem machen könnte, neigen viele Menschen im Homeoffice dazu, genau das Gegenteil zu tun. Noch eben schnell diese Mail verschicken oder von einem virtuellen Meeting ins nächste hasten – natürlich im Sitzen! Kurze Pausen sind wichtig und werden gerade im Homeoffice gerne vergessen. Experten raten, regelmäßig aufzustehen, ausreichend zu trinken oder kurze Entspannungsübungen zwischendurch zu praktizieren. Die Unterbrechungen, die wir aus dem Büroalltag kennen, fallen zu Hause alle weg. Dabei sind diese kurzen Verschnaufpausen für unser Gehirn und die zwischenzeitliche Aktivierung unseres Bewegungsapparats besonders wichtig. In der Bewegung liegt die Kraft Die Erkenntnis, dass langes Sitzen ungesund ist, ist nicht neu. Doch gerade das Homeoffice bedeutet noch weniger Bewegung als sonst: Der Weg zur Arbeit – zu Fuß oder mit dem Rad – fällt weg; im Büro gilt es, weder Treppen zu steigen noch durch lange Gänge zu laufen, Fitnessstudios sind geschlossen. Dabei wirkt sich der Bewegungsmangel nicht nur negativ auf unseren Körper und unsere Gesundheit aus, nein, auch unsere Arbeitsleistung und die Konzentration sinken bei mangelnder Bewegung. Beim Telefonieren im Gang auf und ab gehen oder am Schreibtisch mal eben die Hände nach oben strecken, die Schultern oder den Nacken kreisen. Auch kleine Bewegungen sind wichtig, sagen die Gesundheitswissenschaftler. Dank Homeoffice sparen wir viel Zeit, die nun in Bewegung investiert werden kann. Statt morgens eine halbe Stunde im Auto zu sitzen, kann ein kleines Workout – Online-Programme und Apps sprießen gerade wie Pilze aus dem Boden – absolviert werden. Yoga-Einheiten oder Meditation sorgen außerdem für innere Ruhe und Ausgeglichenheit – ideal, um stressigen Situationen im Job oder der aktuellen Corona-Krise mit der nötigen Gelassenheit entgegenzublicken. Elisabeth Stampfer

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