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Südtirols Top 100 2021

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36 Nr. 4/2021 AKTUELL Foto © Ivo Corrà In den Laboren des Versuchszentrums Laimburg arbeiten Forschende an Themen wie Wein- und Getränkeanalytik, Fermentation und Lebensmittelmikrobiologie. Lebensmittelforschung und ihr Nutzen für Südtiroler Unternehmen 1975 öffnete das Versuchszentrum Laimburg erstmals seine Pforten. Heute ist es Südtirols Forschungszentrum für Landwirtschaft und Lebensmittelqualität in Südtirol und hat sich im Laufe der Zeit zu einem internationalen Bezugspunkt, Synonym für Innovation im Obst- und Weinbau und der Berglandwirtschaft, entwickelt, der seine Expertise und seine Infrastruktur als Partner des NOI Techpark weiter ausgebaut hat. Nicht umsonst ist die Forschung im Bereich der Lebensmitteltechnologien, einer der vier Grundpfeiler des Südtiroler Innovationsviertels NOI. Dahinter steht das Ziel, die Innovation und das Wachstum lokaler Unternehmen aus dem Landwirtschafts- und Lebensmittelsektor zu fördern. Etwa 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zählt das Versuchszentrum Laimburg, mit mehreren Laboren und Forschungsgruppen, die – aufgeteilt auf die Sitze Pfatten und Bozen – zum Netzwerk des NOI Techpark gehören. Sie sind auf die angewandte Forschung zur Lebensmittelproduktion spezialisiert, vom Anbau über die Ernte, Lagerung und Verarbeitung bis hin zum fertigen Produkt. Das Labor für Aromen und Metaboliten, mit Sitz im NOI Techpark, führt Forschungen und Untersuchungen im Bereich Lebensmittelqualität und Pflanzengesundheit durch. Dabei werden natürlich vorkommende Inhaltsstoffe in landwirtschaftlichen Produkten (Äpfeln, Apfelsäften, Trauben, Wein, Käse, Milch) und Pflanzenteilen (Blättern, Wurzeln, Holz) mit modernen Analysemethoden identifiziert und quantifiziert. Gemeinsam mit der Freien Universität Bozen führt das Versuchszentrum im NOI auch das NMR-Labor, in dem mittels Kernspinresonanzspektroskopie die Herkunft landwirtschaftlicher Produkte nachgewiesen und authentifiziert wird. Die übrigen zehn Labore des NOI-Netzwerks forschen in Pfatten an folgenden Schwerpunkten: Obstlagerung, Lebensmittelmikrobiologie, Wein- und Getränkeanalytik, Rückstände und Kontaminanten, Boden- und Pflanzenanalysen, Futtermittelanalysen, Lebensmittelsensorik, Fermentation und Destillation, Obstund Gemüseverarbeitung, Fleischprodukte sowie Önologie. Innovatives Trocknungsverfahren Trockenprodukte auf Obst- oder Gemüsebasis wie Apfelchips erfreuen sich in Südtirol eines stetig steigenden Interesses. Während des traditionellen Trocknungsprozesses gehen dabei jedoch oftmals Knusprigkeit und Knackigkeit verloren. Zudem entstehen erhebliche Produktionsabfälle in Form des Apfelgehäuses oder der Fruchtschale. Das Versuchszentrum Laimburg will diese beiden Punkte mit einem innovativen Verfahren optimieren: einer vom Versuchszentrum im NOI Techpark installierten Pilotanlage mit sogenannter „DIC-Technologie“ (DIC: Kontrollierte Sofortige Dekompression). Diese hochmoderne Anlage ermöglicht die Herstellung von getrockneten Lebensmitteln mit einer besonders porösen, knackigen und knusprigen Textur, indem die natürlichen Eigenschaften der pflanzlichen Produkte genutzt werden. Bei Äpfeln wird mit dieser Methode auch das Kerngehäuse der Frucht verwertet, was den Produktionsabfall um bis zu 25 Prozent reduziert. Das Ergebnis: eine natürliche Alternative zu herkömmlichen Snacks, mit hohem Nährwert und beim Konsumenten geschätzten Textureigenschaften.

AKTUELL Nr. 4/2021 37 Foto © Ivo Corrà Foto © Ivo Corrà Laimburg setzt auf die Zusammenarbeit und Förderung von Start-ups Neben der Arbeit an Forschungsund Entwicklungsprojekten für die Region setzt das Versuchszentrum Laimburg seit Jahren auch auf die Förderung von Start-ups. Eine der Vorzeige-Zusammenarbeiten ist jene mit HiWeiss, eines im NOI Techpark angesiedelten Unternehmens, das eine innovative Methode zur Isolierung von pflanzlichen Proteinen aus landwirtschaftlichen Produkten (Soja, Erbsen) ohne Verwendung von Lösungsmitteln und mit dem Ziel der Rückverfolgbarkeit der Lieferkette entwickelt hat. Die Methode wurde in den Laboren des Versuchszentrums Laimburg erprobt und verfeinert. Das von HiWeiss entwickelte Verfahren zur Proteinextraktion kommt nicht nur gänzlich ohne den Einsatz von Chemikalien oder Säuren aus, sondern erfolgt auch bei niedrigen Temperaturen und mit erheblicher Wassereinsparung. Dadurch behalten die verschiedenen Proteine ihre Eigenschaften, sei es bei der Herstellung von Emulgatoren, Gelen und Aromen als auch von Milch- und Fettersatz. Zu guter Letzt werden die Produktionsabfälle zu natürlichen Pflanzenstärkungsmitteln verarbeitet oder zur Erzeugung von Biogas für die Extraktionsanlage des Start-ups verwendet. Fokus Fermentation Ein weiterer Bereich, in dem das Versuchszentrum Laimburg in Zusammenarbeit mit dem NOI Techpark sehr aktiv ist, ist die Fermentation. Lorenza Conterno, verantwortliche Forscherin des Labors für Fermentation und Destillation, befasst sich mit den Fermentationsprozessen zur Herstellung von Getränken (z.B. Bier, Cidre und Honigwein) oder Lebensmitteln und zur Verarbeitung lokaler Rohstoffe sowie zur Herstellung von Destillaten wie etwa Obstbränden. Alle Projekte beinhalten eine direkte Zusammenarbeit mit lokalen Unternehmen und kleinen Produzenten und befassen Besser Hören. Besser Leben. Gratis Hörtest bei Ihnen zu Hause. Jetzt anrufen: 0471 263 390 Hörzentrum Bozen: Drususallee 113 B eigener Kundenparkplatz Filiale Bozen: Wangergasse 14 HÖRGERÄTE GRATIS TESTEN! 33 x IN SÜDTIROL Hör-Kompetenz aus Südtirol Alle Infos: www.besserhoeren.it 210914_BESSER_HOEREN_Radius_190*93mm_C_DEF.indd 1 14.09.21 09:06

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