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Südtirols Top 100 2020

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72 Nr. 4/2020 AKTUELL Arbeitsmarkt: Gewinner und Verlierer der Krise Die Südtiroler Wirtschaft lässt ihr trimester horribilis hinter sich. Für Unternehmen, die gut aufgestellt sind, bietet die aktuelle Situation auch Vorteile, beispielweise die leichtere Rekrutierung von Arbeitskräften. Ein Beitrag zur aktuellen Situation und ein Blick in die nahe Zukunft von AFI- Direktor Stefan Perini Von einem regelrechten trimester horribilis kann man sprechen, wenn man sich die Arbeitsmarktzahlen der Monate April-Juni 2020 und die entsprechenden Stimmungsindikatoren der Südtiroler Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vor Augen führt. Diese sind im Vergleich zum Vorjahresquar- tal um -6,9 Prozent eingebrochen. Besonders hart getroffen hat es befristetet Beschäftigte und Saisonarbeiter (-31,6 Prozent). Die dramatischen Effekte beschränken sich allerdings auf das Gastgewerbe – und hier die Hotellerie noch stärker als die Gastronomie. Mit dem 2. Quartal 2020 wurde der Tiefpunkt erreicht, seither geht es wieder aufwärts Zweigeteilter Arbeitsmarkt Der wirtschaftliche Einbruch hat sich nicht in befürchteter Wucht auf den Arbeitsmarkt niedergeschlagen, doch schon jetzt lässt sich einordnen, wer von den Arbeitnehmern zu den Leidtragenden der Krise zählt: die gesamte Palette der sogenannten „prekär Beschäftigten“, sprich Saisonarbeiter und befristet Beschäftigte, Leih- und Heimarbeiter, Geringverdiener, unfreiwillige Teilzeitkräfte und teilweise die Frauen. In Kreisen der Wirtschaft- und Sozialforschung debattiert man derzeit darüber, wie der wirtschaftlicher Aufschwung und der Abbau der Schuldenlast sozial gerecht verteilt werden könne. Man will vermeiden, dass Corona den sozialen Verteilungskampf unnötig zuspitzt. Als Übergangslösung wurde mit dem August-Dekret der Regierung Conte das Kündigungsverbot ein weiteres Mal, und zwar bis 16. November 2020 nach hinten verschoben sowie Deutschnofen | T 0471 610 114 | www.wiedenhofer-gmbh.com

AKTUELL Nr. 4/2020 73 einige Formen der Lohnausgleichskasse bis Jahresende fortgeführt. Das gesellschaftliche Problem ist, dass viele derjenigen, die bereits vor der Corona-Krise am Rande des Arbeitsmarktes standen, aufgrund ihrer fragmentierten Berufsbiografien und kurzfristigen Verträge nun gefährdet sind, von sozialen Abfederungsmaßnahmen ausgeschlossen zu werden. Es fehlen die Voraussetzungen eines entsprechenden Arbeitsverhältnisses und die Kontinuität die von Arbeit und Einkommen ausgeht. Die Corona-Krise wirkt sich also auf die Beschäftigung insofern aus, dass sie die Kluft vergrößert, nämlich zwischen stärkeren, stabilen und geschützten Arbeitnehmern auf der einen Seite und Arbeitnehmern, die sich bereits vorher in prekären wirtschaftlichen Verhältnissen befanden auf der anderen. Differenzierung tut Not, auch bei den Unternehmen Einige Sektoren hat es besonders hart getroffen – allen voran das Gastgewerbe. Zwischen 9. März und 9. Mai dieses Jahres sind dort 11.500 Arbeitsplätze verloren gegangen – ein guter Teil ist in den Folgemonaten wieder aufgeholt worden. In anderen wiederum herrschte ausgerechnet im Lockdown regelrechte Goldgräberstimmung. Zu den Umsatzgewinnern der Krise zählen Lebensmitteleinzelhandel, Online- und Versandhandel, Hauszulieferung, Software-Hersteller und –Händler, Streaming-Dienste, Online-Medien, Hersteller und Vertreiber von Desinfektionsmitteln, Kontinuierliche Innovation Anzeige Auch in diesem Jahr wurde die Wide Group AG erneut als führender Versicherungsmakler in Südtirol bestätigt. Das Unternehmen überzeugt nicht nur mit seinem konstanten Wachstum, sondern vor allem mit seiner Innovation – einem Bereich, in dem es sich im gesamten italienischen Versicherungssektor hervorhebt. Tatsächlich hat das in Bozen ansässige Unternehmen dank seines innovativen Ansatzes die Vermittlungsprozesse neu gestaltet, um schnelle und integrierte Ergebnisse erzielen zu können. Auf diese Weise werden dem Kunden nicht nur bestmögliche digitale Lösungen geboten, sondern auch höchste Beratungskompetenz in Sachen Risikomanagement. Digitalisierung der Abläufe Das von der Wide Group ins Leben gerufene Modell „Insurtech Broker Aggregator“ stellt außerdem eine wesentliche Unterstützung für die Arbeit des Maklers dar. Der Fokus liegt dabei auf der Digitalisierung der Abläufe, welche heute in allen Sektoren von zentraler Bedeutung sind, insbesondere während und nach der soeben erlebten Notlage. Aus diesem Grund floss ein Großteil der Investitionen des Unternehmens in diesen Bereich, um sowohl die Kontinuität der Dienstleistungen zu gewährleisten als auch den Kunden in jeder Situation eine 360°-Risikoberatung bieten zu können. Als führendes Unternehmen in Sachen Innovation hat die Wide Group (gemeinsam mit anderen Referenzgrößen aus dem Versicherungssektor) in diesem Jahr auch die Non-Profit- Gianluca Melani Organisation „Italian Insurtech Association – IIA“ gegründet. Diese hat es sich zum Ziel gemacht, die Innovation in der Versicherungsbranche voranzutreiben. Trotz ihrer Fortschrittlichkeit bleibt die Wide Group dennoch stark mit ihren Wurzeln verbunden. Nach der Ernennung ihres Geschäftsführers Gianluca Melani zum Regionalpräsidenten der Jungunternehmer der Confindustria wurde dieser Verbundenheit mit der Region erneut Ausdruck verliehen. Wide Group AG Raingasse 20 | 39100 Bozen Tel. 027 862 19 00 info@widegroup.eu | www.widegroup.eu

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