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Südtirols Top 100 2020

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10 Nr. 4/2020 AKTUELL gut“, berichtet Andreas Jungmann. „Man hat bemerkt, dass z.B. das Urlaubsbudget in den Kauf von Möbeln gesteckt wurde. Man war allgemein viel zu Hause und hat deshalb bemerkt, dass das eine oder andere Möbelstück, das ganze Schlafzimmer oder die Küche bereits in die Jahre gekommen Andreas Jungmann waren.“ Für die ganze Branche gab es aber ein Problem. Produktion und Lieferketten waren genauso unterbrochen. Aufträge wurden verschoben, weil z.B. der Maler oder andere Handwerker die Wohnung/das Haus nicht rechtzeitig fertig stellen konnten. „Jetzt im Herbst bemerken wir weiterhin eine große Nachfrage, allerdings können wir bzw. auch unsre Lieferanten dies logistisch kaum mehr abwickeln. Insgesamt erwarten wir trotz der Schließung von zwei Monaten ‚nur‘ einen Rückgang von neun bis zehn Prozent“, meint Andreas Jungmann abschließend. Foto: Evi Schmidt Gastronomie und Großverteiler als Kunden Die Firma Gramm, spezialisiert auf nordische und alpine Lebensmittel, bedient in Italien zwei unterschiedliche Marktsegmente, sowohl die Supermärkte als auch die Hotellerie. Während bei der Großverteilung, die wir z.B. in Südtirol als Despar, Sait, Poli oder Conad kennen, leichte Pluszahlen im Umsatz zu erkennen sind, ist die Situation beim Tourismus wesentlich anders. „Gerade bei den Hotels in den Kulturstädten, Business- Metropolen und in den süditalienischen Reisedestinationen gibt es starke Einbrüche“, weiß Werner Gramm. „Wir sind Marktführer im Bereich des Frühstücks-Buffets. In vielen Regionen Italiens gibt es zurzeit ein Verbot für den freien Zugang zum Buffet, einige Hotels servieren ein begrenztes Frühstück ausschließlich am Tisch. Dadurch gehen die Freude am Morgen und die angenehme Atmosphäre der beliebten Frühstückskultur leider etwas verloren.“ Generell war das Touristenaufkommen von April bis Juni sehr schwach, danach hat das Gastgewerbe in Südtirol, an den oberitalienischen Seen und an der Oberen Adria stetig angezogen. Speziell in den Supermärkten der Campingplätze gab es gute Steigerungen und somit waren bekannte Marken wie Capri Sonne, Foto: hds Werner Gramm Active O2, Bitburger, Thomy, Maggi oder nordische Artikel wie dunkles Brot, Würstchen, Filterkaffee, Kaffeesahne usw. wieder mehr gefragt. „Zusammenfassend stellen wir fest, dass wir uns in allen Bereichen immer wieder auf starke Schwankungen einstellen müssen. Voraussichtlich werden wir im heurigen Jahr Umsatzausfällen von über 25 Prozent verzeichnen, das hängt natürlich auch noch vom Start der Wintersaison und von den allgemeinen Entwicklungen der Corona-Pandemie ab“, gibt sich Werner Gramm vorsichtig. Herausforderungen und Chancen für TechnoAlpin Die aktuelle Situation stellt internationale Unternehmen wie TechnoAlpin vor große Herausforderungen, vor allem durch die geltenden Reisebeschränkungen. Dazu Erich Gummerer: „Seit Monaten ist die Einreise in wichtige Länder wie die USA, Russ- ©Anita Augscheller HANDWERK PUR. Lana . T 0473 56 15 09 www.gamperdach.it

AKTUELL Nr. 4/2020 11 land, China oder Japan mit kasse, usw. über die Sommermonate seit 1. September Auflagen verbunden. Das führt bei der Abwicklung wieder voll beschäftigt. von Projekten natürlich „Das ist für uns derzeit zu Schwierigkeiten. Die sehr positiv und wichtig“, genannten Märkte betreffen etwa 1/3 unseres rer von TechnoAlpin. „Die freut sich der Geschäftsfüh- Umsatzes. Wir sind aber Bauarbeiten für Beschneiungsanlagen müssen termingerecht international gut aufgestellt Erich Gummerer und unsere Filialen können bis zum Beginn der Skisaison einen großen Teil der Installationen abgeschlossen sein. Das hat wie in autonom abwickeln.“ jedem Jahr oberste Priorität und wird Auch im Großteil des Alpenraums uns auch in diesem Jahr gelingen.“ herrscht trotz Corona Zuversicht. Natürlich bleibe eine gewisse Unsicherheit, was die Entwicklung der „Der Skisport hängt Gott sei Dank nicht vom Après-Ski ab und mangels kommenden Monate betrifft. „Wir Fernreisemöglichkeiten erwartet man, rechnen für das aktuelle ‚Coronawie schon im Sommer in den Bergen, Jahr‘ mit Umsatzeinbußen von 25 bis eine gute Wintersaison. Mit Ausnahme von Frankreich ist die Lage nicht wesentlich geringer, als wir anfangs 30 Prozent. Damit ist der Rückgang schlecht.“ Von einer sehr guten Auftragslage berichtet Gummerer in Bezug die Chancen, die sich durch die Krise befürchtet haben. Wichtig ist, dass wir auf Italien. Der inländische Markt bieten, nutzen. Vor allem im Bereich umfasst rund 20 Prozent des Umsatzes. der Digitalisierung und Kommunikation hat uns die Krise noch mal einen Bei TechnoAlpin ist jetzt Hochsaison und damit sind alle Mitarbeiter richtigen Schub gegeben, von dem wir nach Urlaubsabbau, Lohnausgleichs- langfristig profitieren können.“ Foto: DLife Permanente Unsicherheit für die Messe Bozen Begonnen hat das Jahr 2020 mit der Absage der Winter-ISPO in China. Darauf folgten die kurzfristigen Absagen der Tipworld in Bruneck sowie der Prowinter und der Freizeitmesse in Bozen. Dazu Messedirektor Thomas Mur: „Das ganze Messeprogramm Thomas Mur für 2020 wurde in Frage gestellt, eine Art Planungssicherheit gab es nicht einmal ansatzweise. Wir versuchten, durch entsprechende Präsenz im Netz über Webinare und digitale Events, z.B. anlässlich der Prowinter oder der Klimahouse-Messe, mit den Kunden und den Zielgruppen in Kontakt zu bleiben.“ Für den Herbst 2020 sind noch die Hotel-Messe samt der eingegliederten Autochtona (19. bis 22. Oktober) und die Herbstmesse mit Biolife (von 5. bis 8. November) geplant. Selbstverständlich mit allen Auflagen und Sicherheitsbestimmungen nach Covid-19. Eine Planungssicherheit ist jedoch nach wie vor nicht gegeben, es bleibt eine Navigation auf Sicht. Automarkt: vom Pessimismus zum Optimismus Foto: Martin Tinkhauser Während Anfang des Jahres in Südtirol noch deutlich mehr Neuwagen registriert wurden als im Vorjahr, brachen die Zahlen der Pkw-Neuzulassungen infolge der Corona-Virus-Ausbreitung und des von der Regierung Projekt: Neubau Fischer GmbH, Tramin | Projekt: Dr. Arch. Stefan Gamper - Klausen Erfahrung und Leidenschaft für das beson dere BAUHANDWERK TRADITION SEIT 1957 WWW.ZOEGGELERBAU.COM ZÖGGELER BAU GMBH | Handwerkerzone Max Valier 5 | 39040 Tramin | Tel. +39 0471 860 200 | Fax +39 0471 861 141 | info@zoeggelerbau.com Zoggelerbau_Top100_2020_Q_1/4.indd 1 18.09.20 11:15

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