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Südtirols Top 100 2013

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themenbereich 104 10/2013 10/2013 105 service Die Zeit(ungs)maschine Das Bedienkonzept von manroland: Über einen einzigen Bildschirm ist der gesamte Produktionsverlauf verfolgbar. Druckplatten werden in die neue Rotationsdruckmaschine eingespannt, von den Farbwalzen in den vier Farben eingefärbt und übereinander gedruckt, sodass die fertige Farbseite entsteht. Diese wird dann spiegelverkehrt auf einen Gummituchzylinder gedruckt. Über diesen läuft das Zeitungspapier, alles wird dann seitenrichtig abgebildet. Anschließend muss das Papier noch gefaltet und geschnitten werden. 125 Jahre Athesia – da stellen sich Zeitungsleser und Bücherwürmer wohl die Frage, wie es denn so war im Jahr 1888. Die Zeitmaschine gibt es bei Athesia leider noch nicht, stattdessen eine neue „Zeitungsmaschine“. Neugierig geworden? Ein Blick ins soeben eröffnete Druckzentrum lohnt sich. Kaum einer macht sich beim Zeitunglesen aber Gedanken, wie das Produkt, das er in den Händen hält, eigentlich entsteht. Das Bild von der alten Druckmaschine aus Gutenbergs Zeiten mag einigen noch aus den Geschichtsbüchern der Schulzeit in Erinnerung sein. Doch diese Urzeiten des Buchdrucks sind längst vorbei. Eine Zeitung oder ein anderes Druckprodukt herzustellen, ist heutzutage eine hochtechnologische Angelegenheit. Das Haus Athesia druckt seit 1. Juli 2013 mit einem der modernsten Verfahren weltweit. Ja, sogar eine kleine Premiere geht am Bozner Weinbergweg derzeit vonstatten. Für die „Dolomiten“ und andere Druckprodukte von Athesia ist im Sommer 2013 gewissermaßen ein neues Zeitalter angebrochen. Die 18 Jahre alte Rotationsdruckmaschine UNIMAN wurde „in Pension geschickt“ und mit einer neuen COLORMAN XXL aus dem Hause manroland web systems ersetzt. Ein hochmodernes Druckzentrum ist entstanden. Mit über 40 km/h durch die Produktionsstraße Das Besondere an der neuen Anlage: Der gesamte Produktionsablauf erfolgt auf einer einzigen Ebene, früher waren die einzelnen Stationen für die Zeitungsherstellung auf drei Etagen aufgeteilt. Für die hochmoderne Druckmaschine wurde eigens eine 15 Meter hohe und 30 Meter breite, klimatisierte Halle errichtet. 21 Meter lang und 250 Tonnen schwer ist die Maschine, auf der nunmehr bis zu 45.000 Zeitungsexemplare pro Stunde gedruckt werden können. Das kommt quasi einer Verdoppelung der bisherigen Produktionsgeschwindigkeit gleich. Denn bisher spuckte die Maschine lediglich bis zu 25.000 Exemplare pro Stunde aus. Mit entsprechend hoher Geschwindigkeit rast das Papier durch die Produktionsstraße: 11,75 Meter pro Sekunde können erreicht werden. Das ist ungefähr so schnell wie ein Auto, das durch die Stadt fährt (42,3 Stundenkilometer). Weltpremiere für neues Bedienkonzept Herzstück der neuen COLORMAN XXL ist ein Leitstand, von dem aus die Drucker die gesamte Anlage steuern können. Auf einem einzigen Bildschirm verfolgen sie den Produktionsablauf, können über einen sogenannten Touchscreen sämtliche Einstellungen vornehmen, Fehler schnell erkennen und ausmerzen. Bei Bedarf können die Drucker die Daten aber auch über ein Tablet abrufen. Athesia ist das erste Unternehmen weltweit, das mit diesem Bedienkonzept von manroland ausgestattet worden ist. Schwarzweiß – das war einmal ... Die neue COLORMAN XXL ist nicht nur schnell, sondern hat auch viele weitere Vorteile. Sie ermöglicht beispielsweise einen durchgehend vierfarbigen Druck, und es gibt viele Sonderwerbeformen, sodass der Phantasie der Werbekunden nichts mehr im Wege steht. Wie entsteht nun die „neue“ Zeitung, wie das neue Werbeprodukt? Nun, die Daten für das Produkt gelangen zunächst online zur CTP-Abteilung (CTP = Computer to Plate/vom Computer zur Platte), also dorthin, wo auch Druckmaschine steht. Dort werden sogenannte Druckplatten erstellt. Um eine Zeitungsseite mit Farbfotos zu produzieren, werden je vier Druckplatten benötigt, den Grundfarben des sogenannten Vierfarbdrucks entsprechend: Cyan (Blau), Magenta (Rot); Yellow (Gelb) und Schwarz. Aus diesen vier Grundfarben entstehen alle weiteren Farben in der Zeitung. Die Schneller und umweltfreundlicher Die Drucker bringen die Zeitung dann „richtig in Form“. Dabei fällt noch Abfall an, die sogenannte Makulatur. Das sind schon gedruckte, aber noch nicht verkäufliche Zeitungsexemplare. Doch auch hier bringt die neue Maschine wesentliche Vorteile: Früher betrug die Makulatur bei jeder „Dolomiten“-Ausgabe bis zu 5.000 Exemplare. Heute sind es höchstens 600. Und diese Menge soll in den nächsten Monaten weiter reduziert werden. Endlich ist die Zeitung fertig. Doch die Neuigkeiten sind es nicht, denn auch der Transport der Zeitungen zum Vertrieb, wo sie adressiert, geografisch geordnet und für den Abholdienst bereitgestellt werden, läuft nun mit einem verbesserten System schneller und präziser ab. Nur eines ist gleich geblieben: das Bestreben der Mitarbeiter, den Lesern täglich und pünktlich ein inhaltlich und äußerlich hochwertiges Produkt zu liefern. INFO Athesia Druck GmbH Weinbergweg 7 | 39100 Bozen Tel. 0471 925 453 | Fax 0471 925 490 druckerei.bozen@athesia.it | www.athesiadruck.it

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