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Südtirol Magazin Winter 2020/21 - WamS

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20 BRIXEN/PLOSE Dezember

20 BRIXEN/PLOSE Dezember 2020 AKTUELL Neun Kilometer mit der Rodel RudiRun heißt die neun Kilometer lange Rodelbahn auf der Plose. Sie beginnt hinter einem riesigen hölzernen „Plose“-Schriftzug. Das O, durch das man durchfährt, weist genau Richtung Talkessel, über dem jetzt die Sonne auf glitzernde Bergzacken zurollt. Helmut Luther Tief unten schimmern die Dächer und Kirchenkuppeln von Brixen, am ausfransenden Stadtrand klettern Weinberge über die Hänge empor. Sich mit den Beinen links und rechts am Boden abstoßend, nimmt die Rodel Fahrt auf. Das Schwungholen lässt man besser bleiben, schnell genug wird es auch so. Also die Fersen in die Schneebahn hacken und bremsen. Zum Glück ist der RudiRun niemals richtig steil. Ganz sturzfrei – so viel lässt sich allerdings jetzt schon erkennen – wird man nicht bis zur Talstation nicht hinunterkommen. Aber das gehört dazu. Umkippen, sich den Schnee vom Hosenboden klopfen, lachen, losfahren, quer zur Fahrbahn stecken bleiben, sich ärgern, wieder aufspringen – darin besteht der Rodelspaß. Einmal die Woche nachtrodeln Jeden Freitag im Winter bleiben die Aufstiegsanlagen am Hausberg von Brixen bis 23 Uhr geöffnet. Das historische Zentrum der 20.000-Einwohner-Stadt ist ein Juwel. Der von zwei Barocktürmen flankierte Dom, der mit kostbaren mittelalterlichen Fresken flankierte Kreuzgang, die Laubengänge, erkergeschmückte Bürgerhäuser sowie weitere Kirchen und Klöster bezeugen Brixens große Vergangenheit als Sitz von Fürstbischöfen. Am späten Nachmittag hört man in den kopfsteingepflasterten Altstadtgassen das Widerhallen klobiger Schuhe. Männer Wintererlebnis in unberührter Natur Anzeige Die Villanderer Alm mit grandiosem 360°-Panoramablick auf das Dolomiten UNESCO Welterbe ist ein wahres Winterparadies. Auf den Almen oberhalb von Klausen, Barbian, Feldthurns und Villanders – der Ferienregion im Herzen Südtirols – können Sie ruhige und erholsame Stunden verbringen. Schnell und gut erreichbar, ist das Hochplateau ein idealer Ort der Entschleunigung und perfekt für einen Tagesausflug mit der Familie. Die schönsten Winterwanderwege führen durch eine vom Schnee verzauberte Landschaft und bieten einen beinahe unglaublichen Ausblick auf die Berge vom Dolomiten UNESCO Welterbe. Langlauffreunde und Rodelliebhaber kommen auf der Hochalm auf ihre Kosten, und Genießer finden in den urigen Hütten tolle Einkehrmöglichkeiten mit besonderen Südtiroler Spezialitäten. Etwas tiefer gelegen, warten verschneite Bergdörfer und das Künstlerstädtchen Klausen darauf, Sie mit ihrem ganz besonderen Charme zu beeindrucken. Tourismusgenossenschaft Klausen, Barbian, Feldthurns und Villanders Marktplatz 1 | I-39043 Klausen Tel +39 0472 847 424 info@klausen.it | www.klausen.it Foto © Alex Filz Foto © Brixen Tourismus Kottersteger

RODELN PLOSE Dezember 2020 Foto © Manuel Kottersteger 21 und Frauen eilen mit geschulterten Skiern oder Rodeln Richtung Bushaltestelle. In zehn Minuten sind sie in St. Andrä am Westhang der Plose. Besonders schön bei Mondschein Von der Bergstation führt der Weg Nr. 14 zur Rossalm hinauf. Die Hütte liegt unterhalb der 2.505 Meter hohen Pfannspitze, dem höchsten Punkt des Skigebiets. Parallel zu einer Taleinkerbung, zuerst durch Fichtenwald und dann durch wellige Schrofen, wandert man gemächlich dahin. Inzwischen hat sich der Himmel zugezogen, tiefe Finsternis ringsum. Die Rodel hinter sich her ziehend, geht es bergauf. Einmal huscht ein dunkler Schatten über den Weg, der blitzschnell hinter einem Wacholderbusch verschwindet. Vermutlich ein Fuchs. Nach etwa einer Stunde ist die Rossalm erreicht, ein lang gezogener Flachbau mit Panoramafenstern, das Lärchenholz an der Südfassade von der Sonne gebeizt. Auf der Terrasse lodern in Metallschalen Holzfeuer. In einer Hütte neben einem als Skiregal quer auf zwei Stelzen montierten Baumstamm brennt Licht hinter beschlagenen Fensterscheiben. „Sauna“ steht in Holzlettern über der Tür. Auf der Rossalm gibt es ein paar Gästezimmer, und es wäre verlockend, hier nach einem Ski- oder Rodeltag gemütlich zu saunieren. Nicht schlecht sind aber auch die Erdäpfelplattln, gebackenen Kartoffellaibchen mit Sauerkraut, die der Kellner auf den Tisch stellt, ein großes Hefebier rinnt schnell die Kehle hinunter. Dass man vom Kellner nebenbei erfährt, Wölfe hätten im vergangenen Sommer im Pferch nebenan mehrere Schafe gerissen, stimmt ein wenig skeptisch. Die werden einen auf dem Retourweg doch nicht verwechseln? Auch Rodeln will gelernt sein Solche Sorgen sind dann am RudiRun gleich verflogen. Die Leihrodel unter dem Hintern reagiert wie ein sensibles Rennpferd. Ein sanfter Zug an der Leine, die vorne an den locker verschraubten Kufen befestigt ist, schon geht es in die gewünschte Richtung. Lehnt man den Oberkörper zurück, wechselt das Pferdchen prompt von Trab auf Galopp. Es springt über kleine Buckel. Da kommt ein geschwungenes S, kein Problem, gleich folgt eine lange Gerade, die, Obacht!, in eine gepfefferte Kurve mündet. Klar, was jetzt zu tun ist: Die Beine vorne als verbreiterte Kufen zum Bremsen einsetzen. Links an der Leine ziehen, gleichzeitig den Oberkörper nach hinten weit hinauslehnen, die ausgestreckte Hand zusätzlich zum Lenken einsetzend, dann die Kurve weit außen anfahren, rund einlenken, so geht möglichst wenig Schwung verloren. Unten angekommen, ist der Plosestodl der richtige Ort, um die klammen Finger und das gefrorene Sitzfleisch aufzutauen. Die kleine Lache unter dem Barhocker? Genau, Rodeln ist kein Trockensport! Naturhotel Edelweiss *** des Roland Engl | Unterdorfstraße 6 | I-39030 Terenten | Tel. +39 0472 546 128 | info@naturhotel-edelweiss.it | www.naturhotel-edelweiss.it

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