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Südtirol Magazin Sommer 2021 - WamS

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10 Foto © IDM Südtirol Alex Filz Wasser: ruhig, wild, wohltuend Seit jeher sind Quellen heilige Orte, in Südtirol ist Wasser erlebbar, trinkbar, nachhaltig und wohltuend. In Südtirol sprudeln 37 zertifizierte Mineralwasserquellen. Diese, aber auch viele andere Quellen waren seit Menschengedenken heilige Orte bzw. auch als Kraftorte bekannt und wurden zum Teil bereits in der Frühzeit auch besiedelt. Die Römer, die Genussmenschen der Antike, haben dann einige Quellen, die sie im damaligen Raetia und Nori cum vorfanden, zum Baden und Entspannen genutzt, davon zeugen einige archäologische Funde. Erst viel später entstanden dann die sogenannten Bauernbadln, die Mineralwasserquellen zur Genesung von allerhand Leiden und zum Reinigen nutzten. Einige dieser für Jahrzehnte in Vergessenheit geratene n Bauernbadln wurden Foto © IDM Südtirol Harald Wisthaler durch die Badlkultur wiederbelebt. Die 37 zertifizierten Mineralwasserquellen werden unterschiedlich genutzt, als Mineralwasserproduktion (Plose, Meraner Mineralwasser, St. Zacharias, Kaiserwasser), als ausgewiesene Ruheoasen, als Teil der Spa-Anwendungen (Bad Fallenbach, Bad Ratzes, Bad Bergfall, Bad Valdander) oder im Restaurant-Betrieb (Bad Egart). Zwei Quellen, die radioaktives Wasser befördern, werden für therapeutische Zwecke in den Thermen Meran eingesetzt. Vom italienischen Gesundheitsministerium als Thermalquelle anerkannt sind zudem drei „historische“ Bäder: Bad Salomonsbrunn, Aqua Bad Cortina, Bad Moos. Auch Wasserfälle sind natürliche Wellnessquellen. Die Gischt, die durch das herabfallende Wasser entsteht, erzeugt ein besonderes Mikroklima. Der Partschinser Wasserfall, Südtirols höchster, sowie die Barbianer Wasserfälle sind beliebte Natur-Wellness-Oasen. Wasser ist auch das Thema der vielen Kneipp-Anlagen in Südtirol. Bestes Trinkwasser vom Brunnen Ganze 1.427 Trinkwasserpunkte gibt es in Südtirol und es werden laufend immer mehr. Das Projekt „Refill Südtirol“ sagt dem Kauf von Mineralwasser in Plastikflaschen oder von fernen Quellen den Kampf an. Nachdem die Idee von England 2017 auch in Deutschland Fuß gefasst hat, ist das Projekt durch den Dachverband für Natur- und Umweltschutz nun auch in Südtirol umgesetzt worden. Bei den Trinkwasserpunkten handelt es sich um frei zugängliche Brunnen oder Wasserhähne, wo man seine mitgebrachte Flasche mit Trinkwasser füllen kann. Auf dem Hausberg Brixens, der Plose, wurde das Projekt „Refill Plos e“ bereits 2019 in Zusammenarbeit mit allen Hütten gestartet und hat dazu beigetragen , das Wanderund Skigebiet plastikfrei zu machen. Wasser zum Wandern: Waalwege Wasser stellt seit jeher ein Problem speziell in Bergregionen dar, vor allem dort , wo die Niederschlagsmenge gering ist. Der Vinschgau und auch der Meraner Talkessel gehören zu den niederschlagsärmsten Gebiete n Südtirols. Für die Bewässerung der Felder und Obstgärten wurden in den vergangenen Jahrhunderten sogenannte „Waale“ angelegt. Dabei wird das Wasser aus Bächen in künstliche Kanäle geleitet, die entlang der Berghänge mit einem geringen, aber konstanten Gefälle angelegt wurden. Der „Waaler“ war für die Instandhaltung der Waale und der gerechten Verteilung des Wassers verantwortlich. Im Vintschger Museum in Schluderns erzählt die Dauerausstellung WAWO die Geschichte der Waale. Heute sind die Waalwege im Vinschgau und in Meran und Umgebung beliebte Familienwanderwege.

WASSER Juni 2021 11 Foto © IDM Südtirol Alex Filz Foto © IDM Südtirol Patrick Schwienbacher Felixer Weiher Schnalswaal Kastelbell Wasser als Grundlage für Bier, Whisky und Kaffee Eher als Weinland bekannt, sind in Südtirol in den letzten Jahren sehr viele Wirtshausbrauereien entstanden. Dem Reinheitsgebot folgend, wurde das Südtiroler Bier vor kurzem in den Kreis der Produkte mit Qualitätszeichen aufgenommen. Streng kontrollierte Zutaten wie Braugetreide, Malz und Wasser stammen dabei aus Südtirol. Traditionsgebunden ist auch die bekannte Südtiroler Spezialbier-Brauerei FORST bei Meran. Die Restbestände des Brauvorgangs und auch Bier eigenen sich sehr gut als Zusatz für nährhafte „Bierbäder“, die in folgenden Spa- und Wellnessbereichen angeboten werden: Hotel Plunhof in Ridnaun/Ratschings, Hotel Prokulus in Naturns, Hotel Enzian in Seis am Schlern . Übrigens: Die höchste Kleinbrauerei Europas liegt auf Foto © Helmuth Rier 2.050 Metern Höhe in der Lavarellahütte im Naturpark Fanes-Sennes-Prags. Braumeister ist der Juniorchef Gábor. Whisky Man staunte nicht schlecht, als 2010 die Idee von einer Whisky-Brennerei publik wurde. Familie Ebensperger (Vater Albrecht, Mutter Daniela und die beiden Söhne Jonas und Lukas) aus Glurns nutzt dabei die natürlichen Elemente des Vinschgaus, wie reinstes Gebirgswasser, das besondere Klima und, soweit möglich lokales Korn. Als erste und einzige Whisky-Brennerei Italiens hat sich PUNI mittlerweile etabliert und bereits internationale Anerkennung erlangt, nicht zuletzt durch die Auszeichnung „European Whisky of the Year“, vergeben von der „Jim Murray Whisky Bible 2021“. Das Gebäude der Brennerei ist auch zu einer architektonischen Ikone geworden: Der rote „Kubus“ trägt die Handschrift des international berühmten Vinschger Architekten Werner Tscholl. Kaffee Zugegeben: Kaffee wächst in Südtirol keiner. Aber den Kaffeegenuss genießt man schon seit langem. Seit Südtirol zu Italien gehört (1919) , hat sich hier die Kaffeekultur erweitert: Man trinkt alle Kaffeevariationen (in großer Tasse, mit und ohne Schaum usw.), aber hauptsächlich Espresso , Latte macchiato und Cappuccino . Letzteren übrigens niemals nach dem Mittagessen! Wichtiger Bestandteil eines guten Kaffees ist auch die Wasserqualität, die in Südtirol garantiert gut ist. Die älteste Kaffeerösterei Südtirols ist Alps Coffee Schreyögg, deren Gründung auf das Jahr 1890 zurückgeht. Valentin Hofer, Besitzer der Kaffeerösterei Caroma in Völs am Schlern, war der erste Kaffeesommelier Italiens und hat in seiner Rösterei auch ein „Coffeeseum“ eingerichtet. Kaffee war früher Schmugglerware , und so bekam die 2013 von Josef Gander eröffnete Kaffeemanufaktur den Namen „Kuntrawant“, hergeleitet aus dem Italienischen „contrabbando“. Der Kaffee „all’italiana“ steht an erster Stelle bei der Kaffeerösterei Garaboni mit Sitz in Leifers. Weitere Informationen unter www.suedirol.info

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