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Südtirol Magazin Sommer 2017 - NZZ

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54 Mai

54 Mai 2017 aktuell Einzigartiges Schnalstal Heimat vom Ötzi In Schnals, diesem einst abgelegenen, heute aber sehr bequem erreichbaren Seitental des Vinschgaus, gibt es Einzigartiges zu sehen und zu erfahren. Auf engem Raum wird jahrtausendealte Geschichte erlebbar: ideal für Urlaube, perfekt für Tagesausflüge. Für weltweite Schlagzeilen sorgte das Schnalstal im September 1991. Wanderer entdeckten am Tisenjoch die bis heute älteste auf natürliche Weise erhaltene Mumie der Welt: Ötzi. Der Körper des 1,65 Meter grossen Mannes, der vor 5.250 Jahren im Schnalstal vermutlich bei der Jagd ums Leben kam, seine raffinierte Kleidung und seine Waffen sind heute im Archäologiemuseum in Bozen ausgestellt. Es lockt jährlich 250.000 Besucher an. Im Schnalstal, wo es im Talschluss sogar Spuren von 6.000 Jahre alten Siedlungen gibt, eröffnet im Sommer der völlig neu gestaltete ArcheoParc, ein beeindruckendes Freilichtmuseum, das die Welt, in der Ötzi einst gelebt hatte, nachvollziehbar und erlebbar macht. Im Sommer kommt auch ein neuer Spielfilm, der Ötzis Leben erzählt, in die Kinos. Drehort war natürlich auch das Schnalstal, das sich in den letzten Jahren immer mehr zu einer natürlichen Filmkulisse entwickelt. Der mehrfach ausgezeichnete Alpenwestern „Das finstere Tal“ mit Tobias Moretti und der Hollywood-Streifen „Everest“ wurden in uralten Bauernhöfen sowie auf Südtirols einzigem als Skigebiet erschlossenen Gletscher gedreht. „Die nächste Filmcrew hat schon gebucht, es wird diesmal ein Krimi“, frohlockt Tourismus-Direktor Manfred Waldner. Uralte Bauernhöfe aus Holz Kein Wunder, dass die original erhaltenen, teils 700 bis 800 Jahre alten Höfe die Filmleute begeistern. In dieses abgeschiedene Tal kamen eben keine Fremden, um zu plündern oder zu zündeln. Viele der Höfe, die teils wie Adlerhorste an steilen Hängen kleben, werden noch bewirtschaftet. Das steht zwar in keinem Programm für Urlauber, aber die kleinen Weiler können erwandert werden, und dann sieht man, unter welch unglaublichen Bedingungen Südtiroler Bergbauern heute noch ihre Arbeit in der Landwirtschaft verrichten. Mit stillem Stolz. Uralte Bauernhöfe als Kulturgut Foto © TV Schnalstal Foto © TV Schnalstal Ötzi im ArcheoParc

Foto © Mauro Gambicorti Foto © Hubert Grüner Mai 2017 INFO-PR 55 Der Schafübertrieb gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe Die Gletscherbahn führt in sechs Minuten auf 3.212 Meter. Spektakuläre Gletscherbahn ist auch möglich, am besten zu dem vis-à-vis des Gletschers Ganz hinten im Tal, wo vor einem Vierteljahrhundert Ötzi gelegenen Schutzhaus „Schöne Aussicht“. Diese unmittelbar entdeckt worden war, führt eine Seilbahn fast wie ein Aufzug an der Grenze zu Österreich gelegene Hütte und deren Wirt über Felsklippen hinauf zum Gletscher. In nur sechs Minuten Paul Grüner sind fast schon Alpinkult. werden dabei 1.200 Höhenmeter bewältigt. Auf Grawand, so heissen die Bergstation und das Hotel auf 3.212 Metern Schafe heben Grenzen auf Meereshöhe, bietet sich den Gästen ein sagenhaftes Panorama mit Dutzenden von Dreitausendern. Ski gefahren wird Urahn Ötzi, keine Grenzen kennen. Gut 1.500 Tiere ziehen Schnalser Bergschafe demonstrieren, dass sie, wie einst auch von September bis Mai. Im Sommer können Besucher nach im Frühjahr über den Gletscher ins Venttal und kehren im Oben Himmelblau, unten Himmelblau der Seilbahnfahrt mit dem Grawandlift über den Gletscher September zurück. Die UNESCO hat den Schaftübertrieb in fahren und diesen Die am Ötzi-Biwak Schnalstaler auch Berglandschaft noch in einem rund die um Weltkulturerbe-Liste den Pool aber verändert aufgenommen, sich. und dadurch wird kurzen Fussmarsch erkunden. Eine Wiesengrün, hochalpine lärchengelb, Wanderung schneeweiß, das österreichische krokusbunt Verbot für die Einfuhr lebender Tiere aus – ein TONZ von Licht und Farben. Oben Himmelblau, unten Himmelblau. Die Schnalstaler Berglandschaft rund um den Pool aber verändert sich. Wiesengrün, lärchengelb, schneeweiß oder krokusbunt. facebook.com/tonzhaus instagram.com/tonzhaus www.tonzhaus.com

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