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Radius Wintersport 2019/20

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46 SPORT C

46 SPORT C 2019 Nordische Kombination Samuel Costa Kleine Fehler ausmerzen Nach einer schweren Knieverletzung, einer komplizierten Operation und einer Saison, in der er sich erst zurückkämpfen musste, sagt Samuel Costa der internationalen Konkurrenz den Kampf an. NATIONALTEAM NORDISCHE KOMBINATION Weltcup Herren: Samuel Costa (Wolkenstein), Aaron Kostner (St. Ulrich), Alessandro Pittin A Herren: Raffaele Buzzi, Lukas Runggaldier (St. Christina) B Herren: Giulio Bezzi, Luca Gianmoena, Manuel Perathoner (St. Ulrich), Denis Parolari B Junioren: Jacopo Bortolas, Domenico Mariotti, Stefano Radovan B Juniorinnen: Daniela Dejori (St. Christina), Lena Prinoth (St. Ulrich), Annika Sieff Ausschlaggebend dafür ist der reibungslose Heilungsprozess des lädierten Knies, das ihm heuer eine perfekte Vorbereitung erlaubte. „Im Sommer konnte ich trainieren, wie ich es wollte und musste keine Zwangspausen einlegen. Das Knie kann ich voll belasten und auch dessen Mobilität ist wieder vollkommen zurückgekehrt“, sagt der rundum zufriedene Costa. Das harte Training trägt schon seine ersten Früchte. Beim Sommer Grand Prix belegte der 26-Jährige in der Gesamtwertung den 2. Rang. Dieser Erfolg kam für ihn überraschend: „Ich wusste zwar, dass ich über den Sommer gut trainiert habe, doch ich hatte keinen Vergleich mit der internationalen Konkurrenz. Dass es dann so gut lief, war umso erfreulicher.“ Dennoch gebe es bis zur ersten Weltcup-Station in Ruka noch viel Arbeit: „Ich war mit meinen Sprüngen nicht zufrieden, denn immer wieder schlichen sich kleine Fehler ein. Bis zum Saisonbeginn will ich diese ausmerzen.“ Konkrete Ziele setzt sich der Grödner trotz des starken Sommer Grand Prix aber nicht. Vorrangiges Ziel sei es, gut in die Saison zu starten, anschließend konstant gute Leistungen zu bringen und sich von Tag zu Tag zu verbessern. „Wenn ich mich in den Top-10 etablieren könnte, wäre das eine super Sache“, sagt Costa. -Infografik: A.Delvai Großereignis gibt es in dieser Saison keines, trotzdem hat sich Südtirols bester Kombinierer ein Datum dick angestrichen, nämlich den 30. Jänner. Dann beginnt in Seefeld das sogenannte „Seefeld Triple“. „Dieser Wettbewerb ist für uns Kombinierer wie die Vierschanzentournee für die Skispringer“, meint Costa, der in Seefeld schon einmal für Furore gesorgt hat, als er im Jahr 2017 gleich 2 Mal auf das Podest stürmte. Überhaupt ist das ganze italienische Kombinations-Team im Aufwind. Dies sei laut Costa vor allem Skisprungtrainer Kimmo Savolainen zu verdanken. „Seit er das Amt wieder übernommen hat, herrscht in der gesamten Mannschaft eine gute Stimmung. Er weiß genau, wann er über Technik oder wann er über alltägliche Dinge sprechen soll.“ Auch sein Qualitätssprung im Skispringen sei das Verdienst von Savolainen, ist Costa überzeugt. SAMUEL COSTA Geburtsdatum und -ort: 30. November 1992 in Bozen Wohnort: Wolkenstein Sportgruppe: Polizei Weltcup-Kalender Nordische Kombination 2019/20 Ruka-Tour 29.11. Ruka Einzel Großschanze/5km 30.11. Ruka Einzel Großschanze/10km 01.12. Ruka Einzel Großschanze/10 km 21.12. Ramsau Einzel Normalschanze 22.12. Ramsau Einzel Normalschanze 10.01. Fleimstal Einzel Großschanze 11.01. Fleimstal Einzel Großschanze 12.01. Fleimstal Teamsprint Großschanze 25.01. Oberstdorf Team Großschanze 26.01. Oberstdorf Einzel Großschanze Seefeld Triple 31.01. Seefeld Einzel Normalschanze/5km 01.02. Seefeld Einzel Normalschanze/10km 02.02. Seefeld Einzel Normalschanze/15km 08.02. Otepää Einzel Normalschanze 09.02. Otepää Einzel Normalschanze 22.02. Trondheim Einzel Großschanze 23.02. Trondheim Einzel Großschanze 29.02. Lahti Teamsprint Großschanze 01.03. Lahti Einzel Großschanze 07.03. Oslo Einzel Großschanze Finale 14.03. Schonach Einzel Normalschanze/10km 15.03. Schonach Einzel Normalschanze/15km

47 Aaron Kostner Was eine Bindung bewirken kann Lukas Runggaldier In der vergangenen Saison war Aaron Kostner im Weltcup der Nordischen Kombinierer ab Jänner dabei, um zu lernen. Aus dem Lehrling wurde dann aber ein Senkrechtstarter. Bei der WM war er mit 19 Jahren im Wettbewerb von der Großschanze bester „Azzurro“ und kam in allen 4 Wettkämpfen zum Einsatz. Dabei hatte er im Weltcup erst im letzten Wettbewerb vor der WM erstmals Punkte geholt, und dort hatten einige Weltklasse-Athleten gefehlt, weil sie schon in der WM-Vorbereitung steckten. Ein guter Langläufer ist Kostner vorher schon gewesen. Die WM-Erfolge hatte er einer Leistungsexplosion auf der Schanze zu verdanken. „Ich habe eine andere Bindung genommen, mit der ich viel mehr Gefühl in der Luft hatte“, erzählt Kostner das simple Erfolgsrezept. „Auf der Bergisel-Schanze in Innsbruck lief es schon im Training gut, und im Wettkampf habe ich sogar meinen besten Sprung gemacht.“ Der 13. Platz war eine mittlere Sensation. Danach war Kostner nicht mehr aufzuhalten. Er durfte auch im Teamsprint mit Alessandro Pittin ran (Rang 5) und ist im Training von der Normalschanze auch gut gesprungen. „Da habe ich dann leider im Einzelwettkampf meinen schlechtesten Sprung gemacht. Dafür habe ich im Teamwettkampf den besten Sprung meiner Karriere gemacht. Aber leider wurde Samuel disqualifiziert.“ Als Kind hat sich Aaron Kostner eher als Fußballer gesehen und hat bis zur 5. Volksschule auch nur Fußball gespielt. Aber sein Vater war ein Langläufer und hat ihn öfters mitgenommen und ihn für diesen Sport begeistern können. „Wir haben öfters auf Monte Pana trainiert. Dort gibt es auch eine Schanze. Ein Freund und ich wären auch immer gerne gesprungen. Einmal bin ich dann einfach hin gegangen und wollte den Trainer Romed Moroder fragen, ob ich auch einmal springen darf. Aber er war schneller und hat mich gefragt, ob ich springen möchte. Mit 11 Jahren bin ich dann das erste Mal gesprungen. Ich bin dabei geblieben und Kombinierer geworden“, erzählt Kostner, wie er zu diesem Sport gekommen ist. Am Anfang musste er gegen Athleten antreten, die 5 Jahre älter waren und hatte natürlich keine Chance. Aber er ist dann von Jahr zu Jahr weiter nach vorne gekommen. Jetzt ist er 20 Jahre alt und aus dem Nationalteam nicht mehr wegzudenken. Die Vorbereitung auf die neue Saison ist bis jetzt gut verlaufen. Er war nie krank oder verletzt. Im Betreuerteam hat es einen Wechsel gegeben. Giuseppe Michielli hat keine Freigabe mehr von seiner Sportgruppe erhalten. Er wird von Ivan Lunardi ersetzt, der nun mit Kimmo Savolainen das Trainerduo bildet. Nächste Woche geht es nach Rovaniemi zum letzten Trainingslehrgang vor dem Weltcupauftakt in Ruka. AARON KOSTNER Geburtsdatum und -ort: 8. Juli 1999 in Sterzing Wohnort: St. Ulrich Sportgruppe: Polizei Die Weltmeisterschaft in Seefeld sollte ein letzter Höhepunkt sein, dann wollte Lukas Runggaldier die Karriere beenden. Doch es kam anders. In Seefeld war er zwar dabei, bekam aber keinen Einsatz. „So aufzuhören wäre nicht schön gewesen. Deshalb habe ich den Rücktritt hinausgeschoben. Ich habe aber zuerst mit Familie und Freundin geredet. Sie unterstützen mich. Also mache ich weiter“, erzählt der Routinier im Nationalteam der nordischen Kombinierer. Dem Cheftrainer Kimmo Savolainen macht er wegen dem, was in Seefeld geschehen ist, keinen Vorwurf. „Ihm waren die Hände gebunden. Er konnte nichts dafür“, stellt der Grödner klar, der schon an 3 Olympischen Spielen und 6 Weltmeisterschaften teilgenommen hat. Bei seiner 6. WM in Seefeld hat er allerdings nur am Training teilnehmen dürfen. Doch das ist inzwischen vergessen. „Wichtig ist, dass der Sport Freude macht, und mir macht er derzeit sehr viel Freude“, sagt Runggaldier. Im Sommer sei er ganz gut gesprungen, zuletzt nicht mehr so, aber er startet zuversichtlich in die Saison. Beim Weltcupauftakt in Ruka haben die „Azzurri“ 4 Startplätze. Pittin, Costa und Kostner sind fix, ob er der Vierte sein wird oder Raffaele Buzzi, entscheidet sich erst vor Ort. LUKAS RUNGGALDIER Geburtsdatum und -ort: 31. Juli 1987 in Bozen Wohnort: St. Christina Sportgruppe: Finanzwache

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