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Radius Wintersport 2019/20

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42 SPORT C

42 SPORT C 2019 Skispringen Manuela Malsiner Vertrauen aufbauen Manuela Malsiner hat ein bitteres Jahr hinter sich. Im vergangenen September zog sie sich einen Totalschaden im rechten Knie zu: Kreuzband, Innenband sowie Meniskus waren gerissen. Heute, mehr als ein Jahr nach dem verheerenden Trainingssturz in Tarvis, ist die älteste der drei Malsiner-Schwestern mit ihrer körperlichen Verfassung zufrieden: „Meine Heilung ist sehr gut verlaufen. Dank unserem Physiotherapeuten Janis Facchini ist mein Knie wieder in Ordnung und sehr stabil. Auch körperlich bin ich fit“, sagt sie. Allerdings wirken die psychischen Folgen des Sturzes noch nach: „Bis ich den Sturz mental vollständig verarbeitet habe, wird noch eine Weile dauern, aber ich glaube, das kann ich schaffen“. Malsiner, die schon während der gesamten Karriere mit schweren Verletzungen zu kämpfen hatte, will es nach der Verletzung also nochmal wissen. Eine entscheidende Rolle spielt hierbei die Weltmeisterschaft in Seefeld, die sie nur als Zuschauerin miterlebte: „Ich war live vor Ort und habe erst da so richtig gemerkt, wie sehr mir das alles fehlt. Also habe ich entschieden, es noch einmal zu versuchen“. Auch die starken Leistungen ihrer Schwester Lara seien für sie ein Ansporn gewesen. Wenn sie heuer wieder „gegen“ sie antritt, dann sieht sie Lara aber nicht als Konkurrentin: „Wenn Lara oder Jessica ein gutes Resultat erreichen, dann freue ich mich mit und umgekehrt ist es genauso. Sogar während der Wettkämpfe, wo wir in dem Moment eigentlich Konkurrentinnen sind, feuere ich die beiden immer an.“ In der anstehenden Saison steht für Malsiner vor allem eines im Vordergrund: „Zuallererst wünsche ich mir, dass ich verletzungsfrei bleibe. Danach hoffe ich, dass ich im Laufe des Winters wieder mehr Vertrauen in meinen Sprung aufbaue und somit das Fliegen einfach nur genießen kann.“ MANUELA MALSINER Geburtsdatum und -ort: 15. Dezember 1997 in Sterzing Wohnort: St. Ulrich Sportgruppe: Finanzwache Elena Runggaldier Neue Impulse Elena Runggaldier ist eine Veteranin im Skispringen. Es ist schon 8 Jahre her, dass sie Vizeweltmeisterin war. Das Skispringen der Damen hat sich seither enorm entwickelt, aber sie hat sich mitentwickelt und ist immer noch dabei. Nach dem Abschied von Romed Moroder ist Fabian Ebenhoch ins Trainerteam zurück gekehrt, der schon früher einmal ihr Trainer gewesen ist. Neu im Team ist auch Sebastian Colloredo, der nach seinem Rücktritt direkt ins Trainergeschäft eingestiegen ist. „Collorado bringt neue Impulse. Er kann uns vor allem beim Material sehr helfen. Ich habe schon einige Kleinigkeiten beim Anzug und bei den Schuhen verändert“, erzählt die Grödnerin. Insgesamt ist die Vorbereitung auf die neue Saison gut verlaufen, allerdings mit einem unliebsamen Zwischenfall. Im September wurde sie von einem Hund in den Oberschenkel gebissen und musste fast 3 Wochen mit dem Training aussetzen. Trotzdem ist sie bei den Italienmeisterschaften im Oktober in Predazzo gut gesprungen und hat sich den Titel geholt. „Die Form stimmt“, freut sie sich. Ende November geht es nach Rovaniemi zum letzten Training vor dem Weltcupauftakt. Der steht in Lillehammer auf dem Programm, wo auf der Großschanze gesprungen wird. „Es ist schön, dass wir immer mehr Wettkämpfe auf großen Schanzen haben. Das ist gut für mich, denn ich bin eine Fliegerin“, sagt Runggaldier. In der kommenden Saison finden 11 von 23 Weltcupspringen auf der Großschanze statt. Und was erwartet sie sich von dieser Saison? „Ich möchte es schon in die Top-Ten schaffen.“ ELENA RUNGGALDIER Geburtsdatum und -ort: 10. Juli 1990 in Brixen Wohnort: St. Christina Sportgruppe: Finanzwache

Skispringen SPORT C 2019 43 Lara Malsiner Fokus liegt auf Junioren-WM Lara Malsiner ist zwar erst 19 Jahre alt, mischt aber schon im Konzert der Großen mit. Etwa im März 2019, als sie im russischen Nizhny Tagil mit Platz 6 die bislang beste Platzierung ihrer noch jungen Karriere holte. Weltcup-Skispringen Damen 2019/20 7.12. 8.12. 14.12. 11.1. 12.1. 17.1. 18.1. 19.1. 25.1. 26.1. 1.2. 2.2. 8.2. 9.2. 22.2. 23.2. Lillehammer Lillehammer Klingenthal Sapporo Sapporo Zao Zao Zao Rasnov Rasnov Oberstdorf Oberstdorf Hinzenbach Hinzenbach Ljubno Ljubno Ladies RAW AIR Tournament Oslo Lillehammer Trondheim 8.3. 10.3. 12.3. 14.3. 15.3. 21.3. 22.3. Russia Tour Blue Bird Nischny Tagil Nischny Tagil Tschaikowsky Tschaikowsky -Infografik: A.Delvai/M. Lemanski E G E G E G E G E G E N T N E N E N E N E G E G E N E N T N E N E G E G E G E N E N E N E G E* Einzel T* Team G* Großschanze N Normalschanze Überhaupt brachte Malsiner den gesamten Winter über konstant gute Leistungen und war – in Abwesenheit ihrer Schwester Manuela – die beste heimische Skispringerin. Nun gilt es, diese Ergebnisse zu bestätigen. Einfach wird dies allerdings nicht, denn die Vorbereitung ist nicht optimal verlaufen. „Zu Beginn des Sommers hatte ich wegen der Schule und der Matura einen kleinen Trainingsrückstand“, meint Malsiner, die ihren Abschluss an der Sportschule in St. Ulrich gemacht hat. Doch nicht nur die schulischen Pflichten erschwerten die Vorbereitung, auch ein Trainerwechsel trug einiges dazu bei. Romed Moroder, der in der vergangenen Saison mit Janko Zwitter die Geschicke leitete, ist nämlich zum ÖSV abgewandert. Dafür verstärken Fabian Ebenhoch und der kürzlich zurückgetretene italienische Skispringer Sebastian Colloredo den Trainerstab. Durch den Trainerwechsel habe sich laut Malsiner auch das Trainingsprogramm verändert: „Bis ich mich daran gewöhnt hatte und mit den neuen Trainingsmethoden zurechtkam, hat es eine Weile gedauert.“ Dass sie in dieser Saison wieder mit ihrer Schwester von Weltcup-Station zu Weltcup-Station reisen kann, freut sie natürlich: „Je größer die Mannschaft ist, desto abwechslungsreicher sind die Wettkämpfe, Trainingseinheiten und Reisen. Wenn man wie im Vorjahr nur zu zweit ist, könnte dies irgendwann auch langweilig werden", sagt die Skispringerin aus St. Ulrich, die in dieser Saison zum letzten Mal an einer Junioren-Weltmeisterschaft teilnehmen darf. Im Vorjahr gewann sie in Lahti die Bronzemedaille – und auch heuer will sie Edelmetall nach Hause nehmen. „Mein Fokus liegt ganz klar darauf.“ Mit den starken Ergebnissen steigt natürlich auch der Druck. Lara Malsiner lässt sich davon allerdings nicht beeindrucken: „Klar steigt der Druck und die Anspannung vor dem ersten Weltcup-Springen, aber wenn man den ersten Wettkampf einmal hinter sich hat, ist man glücklich und freut sich schon auf den nächsten“, sagt die 19-Jährige abschließend. LARA MALSINER Geburtsdatum und -ort: 14. April 2000 in Sterzing Wohnort: St. Ulrich Sportgruppe: Finanzwache NATIONALTEAM SKISPRINGEN HERREN A-Kader: Alex Insam (Wolkenstein) B-Kader: Federico Cecon, Daniele Varesco B Junioren: Giovanni Bresadola, Francesco Cecon, Mattia Galiani, Daniel Moroder (St. Ulrich) DAMEN A-Kader: Lara Malsiner (St. Ulrich), Manuela Malsiner (St. Ulrich), Elena Runggaldier (St. Christina) B Juniorinnen: Martina Ambrosi, Giada Tomaselli

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