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Radius Wintersport 2019/20

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18 SPORT C

18 SPORT C 2019 Ski Alpin Manfred Mölgg Letztendlich zählt nur die Leistung In Sölden hat Manfred Mölgg sein 300. Weltcuprennen bestritten. Das ist ein stolzes Jubiläum und wurde von den Zuschauern und Rennfahrerkollegen auch gebührend honoriert. Es bedeutet aber auch, dass er schon lange dabei ist und ein gewisses Alter hat. Am 12. Jänner 2003 hat er sein erstes Weltcuprennen bestritten. Da war er 20 Jahre alt. Nun ist er 37. Die Frage, wann er die Rennski in die Ecke stellt, hört er immer öfter. Er hört sie nicht gerne, weil er sich mit diesen Gedanken nicht beschäftigen will. „Der Körper ist entscheidend, so wie du dich fühlst. Und letztendlich zählt nur die Leistung“, stellt Manni Mölgg klar. Die Leistung stimmt noch bei ihm. Im Slalom ist er in der Startgruppe der besten 15, und im Riesentorlauf war er in Sölden immerhin noch zweitbester „Azzurro“, auch wenn der 20. Platz nicht das war, was er sich vorgestellt hat. „Man hat mir schon den Ratschlag gegeben, nur mehr Slalom zu fahren. Aber eine Disziplin ist mir einfach zu wenig. Ich will beides fahren, solange es geht“, sagt Mölgg. Die größeren Ambitionen hat er freilich im Slalom. „Da will ich vorne mitfahren. Ich weiß, dass ich das drauf habe.“ Auch wenn er an das Karriere-Ende noch keine Gedanken verschwendet, so denkt er doch nicht mehr zu weit voraus. Die Weltmeisterschaft 2021 in Cortina d’Ampezzo ist noch kein Thema. „Im Moment habe ich die noch nicht im Kopf. Es ist zu sehen, wie lange ich mental bereit bin. Und ich fahre sicher nur, solange alles passt. Aber schön wäre es schon, Cortina ist ja fast vor meiner Haustür.“ Die Saison 2018/19 war keine leichte für Manfred Mölgg. Er war ständig krank. Vor allem während der Weltmeisterschaft hat es ihn erwischt. Im Riesentorlauf ist er zum 2. Durchgang gar nicht mehr angetreten. Doch das ist jetzt alles vergessen. Er ist wieder voller Tatendrang, und er freut sich, dass Jacques Theolier wieder als Trainer zurück gekehrt ist. „Es war vom ersten Tag an richtig toll, wieder mit ihm zu arbeiten. Es ist einfach ein großes Vertrauen da“, schwärmt der Enneberger, der im Slalom auch gefordert ist, sich gegen die Jungen im Team zu behaupten. „Die Jungen pushen ordentlich. Ich hoffe, dass sie es auch im Rennen bringen“, sagt Mölgg und meint dabei vor allem Vinatzer und Maurberger, aber auch Fabian Bacher. Mit einigen Teamkollegen unternimmt Mölgg auch privat etwas. So waren Simon Maurberger und Fabian Bacher bei einem Rad-Urlaub Ende April in Mallorca dabei, ebenso Mölggs Bruder Michael, der auch sein Ski-Servicemann ist. Der Radsport ist die zweite große Leidenschaft von Manfred Mölgg, und zwar mit dem Rennrad und mit dem Mountainbike. Offroad ist er oft mit seinem „Schwager“ Werner Heel unterwegs. Heuer hat er auch wieder mehr Golf gespielt, unter anderem auch mit Much Mair, von dem er sagt: „Der spielt richtig gut.“ MANFRED MÖLGG Geburtsdatum und -ort: 3. Juni 1982 in Bruneck Wohnort: St. Vigil in Enneberg Sportgruppe: Finanzwache

Ski Alpin SPORT C 2019 Alex Vinatzer Wofür Tischtennis gut ist Er ist gewissermaßen der Jannik Sinner des Skisports. Alex Vinatzer ist ein großes Versprechen für die Zukunft und im Slalom der Jüngste unter den Top-30 der Weltcup-Startliste. Mit 18 war Vinatzer schon bei Olympia dabei, mit 19 hat er im Team Event bereits eine WM-Medaille gewonnen. Mit 20 will der junge Grödner nun richtig durchstarten. „Im Slalom möchte ich in die Top-15 kommen und vielleicht auch mal in die Top-5 fahren. Ich weiß, das sind hoch gesteckte Ziele, aber das gibt auch mehr Motivation“, sagt der groß gewachsene Wolkensteiner, der glaubt, dass es im modernen Skisport ein Vorteil ist, groß zu sein. Im Slalom hat Vinatzer bisher aufgezeigt (er ist auch amtierender Juniorenweltmeister), aber eine Disziplin allein ist ihm zu wenig. Er fährt auch Riesentorlauf. Da muss er die Saison zwar im Europacup beginnen, hofft aber, sich dort auch für den Weltcup zu empfehlen. Vinatzer ist kein Produkt der Südtiroler Nachwuchsförderung. Mit 3 Jahren hat er das Skifahren gelernt und als Kind auch Fußball, Eishockey und ein bisschen Tennis gespielt. Mit dem Eishockey hat er schon mit 9 aufgehört, mit dem Fußball, als er 13 war. „Ich hatte schon früh im Kopf, Skiprofi zu werden, obwohl ich als Kind nie der Beste war“, erzählt Vinatzer. Deshalb war auch klar, dass er in eine Sportschule gehen würde. Die Entscheidung fiel zwischen Stams und Gröden. Mals war nie ein Thema, weil das noch weiter weg war als Stams. Schon im ersten Winter, in dem er FIS-Rennen fuhr, wurde die Sportgruppe der Carabinieri auf ihn aufmerksam und ließ ihn unter ihren Farben starten. So kam es, dass er nie dem Südtiroler Landeskader angehörte. Es war aber ein reiner Zufall und nicht so gewollt. Er hat das aber auch nicht vermisst, denn seit er 14 ist, hat er einen Trainer seines Vertrauens, und der heißt Marco Senoner. „Ich bin mit den Trainern im Nationalteam sehr zufrieden. Unser Slalomchef Theolier ist ein sehr ruhiger Typ, der mir taktisch viel beibringen kann. Aber immer noch trainiere ich ungefähr 20 Tage in der Vorbereitung auch mit Marco“, stellt Vinatzer klar. Für die Carabinieri startet er übrigens nicht mehr. Er wurde von der Finanzwache abgeworben. Das Selbstvertrauen, das für eine erfolgreiche Karriere nötig ist, bringt Vinatzer mit. „Ich will nicht prahlen, aber ich bin technisch auf einem guten Punkt. Und ich kann mich im Rennen steigern und spüre den Druck nicht“, sagt er. Verbessern müsse er sich noch taktisch, aber der schon erwähnte Jacques Theolier hätte ihn da schon viel weiter gebracht. Vinatzer hat ein Hobby, das für Skirennläufer nicht gerade typisch ist. Er spielt Tischtennis, und zwar nicht nur so aus Jux. „Ich würde auch gerne Turniere spielen“, verrät er, und er behauptet auch: „Es ist gut für die Reaktion, die braucht es ja auch beim Skifahren.“ Meistens spielt er mit Trockentrainer Elia Berti, der zu seinem Glück auch gerne Tischtennis spielt. Nicht nur beim Skifahren ist Alex Vinatzer gerne in den Bergen. Im Sommer wohnt er in einer urigen Berghütte, die einem Onkel gehört, keine Dusche und ein Plumpsklo hat. Von dort geht er zum täglichen Training (am Vormittag Kraft, am Nachmittag Ausdauer). Zu seinem Ausdauer-Training gehört übrigens auch Schwimmen. „Das ist schon monoton. Respekt vor denen, die diesen Sport betreiben“, sagt Vinatzer. Zwischen den Slalomtoren ist es gewiss nicht so monoton. ALEX VINATZER Geburtsdatum und -ort: 22. September 1999 in Bozen Wohnort: Wolkenstein Sportgruppe: Finanzwache Exklusive SKIMARKEN bei SPORT SCHÖNHUBER BRUNECK www.schoenhuber.it

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