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Radius Wintersport 2019/20

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16 SPORT C

16 SPORT C 2019 Ski Alpin Dominik Paris Der die Pisten lesen kann Je schwieriger es wird, umso besser ist es für Dominik Paris. Der Ultner hat 8 seiner 16 Weltcupsiege auf der Streif in Kitzbühel und auf der Stelvio in Bormio errungen. Das sind die 2 schwierigsten und gefährlichsten Abfahrtspisten im Weltcup. Aber er kann auch dort gewinnen, wo es etwas einfacher ist. Das hat er oft genug gezeigt. Skirennfahren, so sagt er, ist Kopfsache und hat deshalb auch viel mit Taktik zu tun. „Ich glaube, dass ich Pisten ganz gut lesen kann“, nennt Paris einen der Gründe für seine Erfolge. So hat er auf der Streif schon das erste Mal, als er dort war, erkannt, dass das seine Piste werden könnte. „Steilhang- Ausfahrt musst du gut erwischen, sonst ist es schon vorbei, und wenn du am Hausberg noch dabei bist, kannst du dort das Rennen gewinnen.“ Klingt einfach aus dem Mund eines Läufers, der diese Abfahrt schon dreimal gewonnen hat, dazu einmal den Super-G auf der gleichen Piste. In Bormio hat Paris seinen ersten Weltcupsieg errungen und auch dort noch 3 weitere Siege folgen lassen. „Ausschlaggebend sind die Carcentina und der unterste Teil, wo du nur noch mit dem Kopf fährst. Du musst dich trauen, es laufen zu lassen, obwohl die Beine richtig brennen“, beschreibt Paris, worauf es auf der Stelvio ankommt. Dominik Paris ist der Prototyp des Abfahrers, und er hat auch 12 seiner 16 Weltcupsiege in der Abfahrt gefeiert. Aber im letzten Winter hat er den Weltmeistertitel im Super-G gewonnen und seine erste Weltcup-Kristallkugel ebenfalls im Super-G. Und das macht ihn stolz. „Der Super-G ist eine ungemein schwierige Disziplin. Der Speed ist zwar nicht so hoch wie in der Abfahrt, aber es gibt keinen Trainingslauf, nur eine Besichtigung. Da musst du dich sehr auf dein Gefühl verlassen“, erklärt er. Dieses Gefühl für das Gelände ist nicht nur eine Gabe, er hat es sich gewissermaßen beigebracht. „Das Skifahren hat mir gleich getaugt. Als Kind bin ich in den Weihnachtsferien in der Früh um „ Skifahren ist Kopfsache und hat deshalb auch viel mit Taktik zu tun. Audi-Fahrer: Dominik Paris 8 schon hinauf auf den Berg und den ganzen Tag gefahren. In der Renngruppe war das Training zwar eine Gaudi, aber nach 6 oder 7 Läufen hatte ich genug und habe mit einem Kumpel jeden zweiten Tag Hupfer gebaut, wo wir darüber gesprungen sind, oder wir sind im Wald Tiefschnee gefahren“, erinnert sich Paris. Für ihn ist klar: „Im freien Gelände lernst du richtig Skifahren, nur Tore fahren ist zu wenig. Den Baum kannst du nicht weg boxen wie ein Tor.“ Aber er war auch immer schon gerne Rennfahrer. „Es hat mir Spaß gemacht, mich mit anderen zu messen und die Präzision zu finden. Ich glaube, ich war schon als Kind der Rennfahrertyp.“ Dieser Rennfahrertyp hat als Jugendlicher zwar einen kleinen Umweg nehmen müssen, aber aufhalten hat er sich nicht lassen. Inzwischen hat er 186 Weltcuprennen bestritten, war bei 3 Olympischen Spielen und 5 Weltmeisterschaften dabei und hat in der vergangen Saison in der Weltcup-Gesamtwertung als Vierter sogar an den 1000 Punkten gekratzt. Nach dem Rücktritt von Marcel Hirscher könnte ja sogar der Weltcup- Gesamtsieg ein Thema sein. Paris glaubt allerdings nicht, dass ein Speed-Fahrer eine reelle Chance hat. Oder stapelt er nur tief? Jedenfalls will er jetzt doch weiterhin die Kombinationen bestreiten, seit die Regel geändert wurde und der Abfahrtssieger im Slalom als Erster

Ski Alpin SPORT C 2019 17 Foto © Lisa Renner Auf der Bühne: Dominik Paris als Sänger. starten darf. Freilich müsste er eine Siegesserie wie in der vergangenen Saison hinlegen. Da hat nur Hirscher (9 Siege) öfter gewonnen als Paris (7). Wichtig wird sein, wie es bei den ersten Speed-Rennen in Lake Louise läuft. „Lake Louise ist wichtig, weil es dir Selbstvertrauen gibt, wenn es dort gleich schon gut läuft“, weiß Paris, der insgesamt mit der Vorbereitung zufrieden ist, auch wenn er beim Sommertraining in Ushuaia in Argentinien eine richtig harte Piste für das Speed-Training vermisst hat. Vor einem Jahr hat es mit einem 3. Platz in der Abfahrt von Lake Louise gut angefangen, und ab Bormio war er dann nicht mehr aufzuhalten. „Wenn es läuft und das Vertrauen in das Material da ist, dann gehst du immer mehr an deine Grenzen“, sagt Paris, der in seiner Weltcup-Karriere nie die Skimarke gewechselt hat und auch „ Im freien Gelände lernst du Skifahren. Nur Tore fahren ist zu wenig. immer schon seinen Ultner Landsmann Sepp Zanon als Servicemann hatte, dem er blind vertraut. Was ihm in seiner Sammlung noch fehlt, sind Siegertrophäen der Klassiker in Gröden und Wengen. Am Lauberhorn ist ihm das Kernen-S schon öfters zum Verhängnis geworden, letzten Winter hat er sich verpokert, als er die Startnummer 1 gewählt hat. „Ich habe es schon morgens nach dem Aufstehen gewusst, dass die Nummer 1 die falsche Wahl gewesen ist. Und während meiner Fahrt habe ich im Prinzip schon gewusst, dass das nix wahr“, blickt Paris zurück. Dass es in Gröden die letzten Jahre nicht so gut gelaufen ist, liegt seiner Meinung nach auch am Schnee. „Da ist meistens dieser frische Kunstschnee. Der ist für meine Fahrweise nicht ideal und auch recht gefährlich, weil man sich leicht verkantet. Aber ich war in Gröden auch schon Zweiter und Dritter.“ Der Musiker Dominik Paris war im Sommer sehr aktiv. Mit seiner Band „Rise OF Voltage“ ist er auch bei 4 Konzerten aufgetreten, und zwar in Altrei, in Valresia, beim Alpenflair-Festival und zuletzt daheim in Ulten beim 10. Ultner Rock Festival. „Wir sind ganz zufrieden, auch mit dem Interesse für unsere CD. Das Ziel ist sicher, eine neue CD zu produzieren“, kündigt der Sänger und Songtexter der Band an. Gitarre spielt Paris übrigens auch ganz gerne: „Aber da reicht mein Können nur, um daheim ein wenig zu klimpern.“ DOMINIK PARIS Geburtsdatum und -ort: 14. April 1989 in Meran Wohnort: St. Walburg in Ulten Sportgruppe: Carabinieri Hotel Engel ▪ Gourmet & Spa ****s ▪ Welschnofen www.fliesenservicekg.it Showroom in Meran/Sinich · J. Kravogl Straße 1 Tel. 0473 490 929 · Fax 0473 787 382 Beratung · Verkauf · Verlegung Sanierungsarbeiten ...

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