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34 03/2016 aktuell Europa braucht mutige Junglandwirte Dritter Europäischer Kongress der Jungbauern – Über 200 junge Landwirte aus 17 Mitgliedstaaten treffen sich zum Austausch – Auszeichnung innovativer Projekte. Vom 7. bis 8. April fand in Brüssel der dritte Europäische Kongress der Jungbauern statt. Über 200 Jungbäuerinnen und Jungbauern aus 17 EU-Mitgliedsstaaten nahmen daran teil. Darunter auch einige Vertreter der Südtiroler Bauernjugend. Mit Robert Thurner, Sieger des Südtiroler Innovationspreises „IM.PULS“ stellte sich die Bauernjugend auch dem europäischen Wettbewerb für Junglandwirte. Für eine Auszeichnung hat es beim Wettbewerb letztendlich nicht gereicht. Robert Thurner, der auf dem Afingsbruckhof im Sarntal über 500 verschiedene Kultursorten auf kleinstem Raum anbaut und selbst vermarktet, ist dennoch glücklich. Junglandwirte spielen entscheidende Rolle für Zukunft Im Rahmen des Kongresses wurde auch viel über die Zukunft diskutiert. So zeichnete Nuno Melo, Mitglied des Europäischen Parlaments für Portugal, in seinen Grußworten einen Vergleich: „Ohne Junglandwirte hat die Landwirtschaft keine Zukunft, so wie in weiterer Folge ohne eine starke Landwirtschaft auch das Europäische Projekt zusammenbrechen würde.“ Harte Worte, die eine klare Botschaft beinhalten. Nämlich, dass gerade die junge Landwirtschaft die entscheidende Rolle für die Zukunft Europas bildet. Landwirt als Beruf und Berufung Dass es bei der Unterstützung junger Landwirte noch viel zu tun gibt, zeigen die Zahlen. Nur sechs Prozent aller Jungbauern in Europa sind unter 35 Jahre alt. Auch der Südti- roler EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann ist überzeugt, dass hier noch weit mehr drinnen ist. Er ist froh, dass es den Kongress der Junglandwirte gibt und unterstreicht: „Wenn sich jemand für die Landwirtschaft entscheidet, so ist dies eine bewusste Entscheidung. Das heißt gleichzeitig, dass wir diese motivierten Junglandwirte auf ihrem Weg begleiten müssen, damit sich die Landwirtschaft weiterentwickelt. Das wiederum kommt uns allen zugute.“ Wer motiviert ist, ist auch mutig Trotz einiger Schwierigkeiten ist und bleibt die Landwirtschaft noch immer ein erstrebenswerter Berufssektor. Davon zeugt die gute Stimmung unter den Teilnehmern des Kongresses. Sieghard Alber, SBJ-Landesobmann: „Man spürte unter den Teilnehmern eine Aufbruchsstimmung. Wer motiviert ist, hat Mut, und wer Mut hat, ist bereit ein Risiko einzugehen. Manche Ideen werden scheitern, einige allerdings verhelfen der Landwirtschaft zum entscheidenden Durchbruch.“ Die 17 innovativen Projekte, die am Wettbewerb teilgenommen haben, sind auf dem richtigen Weg. Christine Tschurtschenthaler, SBJ-Landesleiterin, fieberte besonders mit dem Südtiroler-Projekt mit: „Wir haben uns gut auf den Wettbewerb vorbereitet. Auch wenn unser Projekt letztendlich nicht ausgezeichnet wurde, staunten die anderen Teilnehmer nicht schlecht über den Weg, den Robert Thurner auf seinem Hof eingeschlagen hat.“ Fakt ist, dass es für viele schwer vorstellbar ist von so einer kleinen Fläche leben zu können. „Wir kehren jedenfalls mit vielen neuen Eindrücken und der Gewissheit, dass wir stolz auf unsere Jungbauern sein können, aus Brüssel zurück“, resümiert Tschurtschenthaler. Die Vertreter der Bauernjugend mit dem Südtiroler EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann beim Europäischen Kongress der Junglandwirte in Brüssel

aktuell 03/2016 35 Südtirols geprüfte Seilbahntechniker Dietmar Leitner von den BB Gitschberg-Jochtal und Adam Felder von den Bergbahnen Olang-Kronplatz sind die beiden ersten Südtiroler, die die Lehrabschlussprüfung zum Seilbahntechniker an der Berufsschule Hallein (Österreich) erfolgreich ablegen konnten. Zu den Aufgaben eines Seilbahntechnikers gehören u. a. die Bedienung der Seilbahnen, die Überprüfung der Funktionstüchtigkeit der Anlagen und die Durchführung von Service- und Wartungsarbeiten. In Österreich wurde 2008 die Lehre zum Seilbahntechniker eingeführt. 2012 hat sich Südtirol, das mit seinen 375 Seilbahnanlagen und ca. 2.000 Seilbahn-Mitarbeitern ebenso ein „klassisches“ Seilbahn-Land wie Österreich ist, entschlossen, auch seine Seilbahnlehrlinge zur Ausbildung nach Hallein zu schicken. „Aufgrund der guten Zusammenarbeit mit allen Institutionen ist es uns gelungen, den Lehrberuf des Seilbahntechnikers in Südtirol rasch zu genehmigen. Durch das bilaterale Abkommen zwischen Österreich und Südtirol war auch der Besuch des Seilbahn-Kompetenzzentrums an der Berufsschule in Hallein keine große Hürde“, erklärt Siegfried Pichler, Präsident des Verbandes der Seilbahnunternehmer Südtirols. Die Südtiroler Lehrlinge müssen nach der positiven Lehrabschlussprüfung im Seilbahnkompetenzzentrum Hallein eine eigene Prüfung über die gesetzlichen Bestimmungen für Seilbahnanlagen in Südtirol vor der Seilbahnbehörde ablegen. Bestehen sie die Prüfung, so sind die Seilbahntechniker auch befähigt, die Funktion als Dienstleiter oder Maschinist von Seilbahnanlagen auszuüben. Die in Südtirol vorgeschriebenen Maschinisten bzw. Dienstleiterkurse sind nicht mehr erforderlich.

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