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Radius Top Jobs 2015

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50 03/2015 gesundheit gesundheit 03/2015 51 In den Büros herrscht dicke Luft In fast allen Büros werden die Richtwerte für gesunde Raumluft zumindest punktuell über- bzw. unterschritten. Im Winter ist die Luft meist zu trocken und enthält zu viel C0 2 . Auszug aus einer Österreichischen Studie. Die meisten Menschen, die in Büros arbeiten, kennen die Situation, auch unabhängig von Messgeräten: Die Luft ist schlecht, der Mund trocken, Kopfweh ist ein ständiger Begleiter. Dass die Büroluft in den meisten Fällen nicht den optimalen Werten entspricht, hat jetzt eine Messreihe in Österreich ergeben. Dabei wurden mehr als 360 Büros auf wesentliche Indikatoren für gesunde Raumluftqualität von der unabhängigen Plattform MeineRaumluft.at untersucht. Seit Winter vergangenen Jahres führt die Initiative diese österreichweiten Erhebungen zur Raumluftqualität in Büros durch. Dabei fanden zwei Untersuchungsreihen statt. Einerseits gab es mehr als 230 Spontanuntersuchungen in Büros, durchgeführt vom Marktforschungsinstitut Hoffmann & Forcher. Andererseits wurden in der Folge Raumluftdaten in weiteren 130 Büros jeweils eine Woche lang durch Mitarbeiter der Betriebe oder Betriebsärzte selbst erhoben. Gemessen wurden zentrale Indikatoren für gesunde Raumluft, also Luftfeuchtigkeit, Raumtemperatur, Luftaustauschrate, C0 2 -Gehalt sowie die Anzahl der Luftionen. Zu trocken, zu hoher CO ² -Wert Bei den 230 Spontanmessungen, die im Winter durchgeführt wurden, zeigte sich in jedem fünften Büro eine zu geringe Luftfeuchtigkeit bei zu hohen C0 2 -Werten. Die Anzahl der Luftionen unterschritt den Richtwert von 1.000 Luftionen pro Kubikzentimeter sogar bei 80 Prozent der Büros. Darüber hinaus lag die Temperatur im Winter in jedem achten Büro unter erfrischenden 18 Grad. Generell lagen in kaum einem der Büros alle gemessenen Richtwerte im empfohlenen Bereich. Bei den Wochenmessungen, die zwischen Frühsommer und Herbst 2013 stattfanden und in denen 130 Büros über einen Zeitraum von je einer Woche beobachtet wurden, zeigte sich hingegen folgendes Bild: In mehr als der Hälfte aller Büros (57,8 Prozent) lag die Luftfeuchtigkeit unterhalb des Richtwerts von 40 Prozent, bei jedem fünften Büro sogar unter 30 Prozent. Initiativensprecher Thomas Sehlatte: „Dies ist deshalb bedenklich, da bei Verwendung von Klimaanlagen eine relative Luftfeuchtigkeit von zumindest 40 Prozent zu erreichen ist. Und dies war bei 80 Prozent der klimatisierten Büros nicht der Fall.“ Messung erzeugt positive Dynamik Die C0 2 -Werte waren bei den Wochenmessungen in jedem zehnten Büro zu hoch, das Gesamtergebnis war allerdings besser als bei den vorangegangenen Spontanmessungen. Grund dafür ist laut Sehlatte einerseits der große Anteil an mechanischen Lüftungsanlagen, die bei regelmäßiger Wartung gut funktionieren, andererseits ist die Besserung hier auch jahreszeitbedingt zu interpretieren, da im Sommer die Fenster länger offen stehen. Auch zeigte sich eine weitere positive Dynamik: „Die Tagesergebnisse im Vergleich zeigen, dass allein die Aufmerksamkeit, die durch das Leih-Messgerät erzeugt wurde, die Faktoren positiv beeinflusst“, freut sich Sehlatte. Während es im Winter zu kalt in den Büros ist, zeigen die Messungen im Sommer, dass die Luft nicht nur dick, sondern auch heiß sein kann: In jedem sechsten Büro lag die Temperatur über der 25-Grad-Marke. Arbeitsmedizinerin Eva Höltl verweist in diesem Zusammenhang auf die gesundheitlichen Folgen und die wirtschaftlichen Aspekte: „Schlechte Raumluft kann umfangreiche Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Allergien und Atemwegserkrankungen können die Folge sein.“ Ist die Raumluft schlecht, sinkt die Leistungsfähigkeit. „In einer Dienstleistungsgesellschaft, in der die geistige Leistung das eigentliche Produkt ist, müssen Unternehmen einfach darauf achten, welche Rahmenbedingungen für ihre Arbeitsschutz Organisationberatung Arbeitsschutz im Griff Umweltschutz Produktsicherheit Bauphysik- Schulungen Akustik Ausbildungen Mitarbeiter herrschen“, betont Höltl. „Gezielte Vorsorge und professionelle Überlegungen sind für ein positives Raumklima unerlässlich. Gesunde Raumluft beginnt schon bei der Gebäudeplanung.“ Optimale Raumluftqualität hängt aber nicht nur von den baulichen Maßnahmen ab, auch das Engagement und die Bewusstheit jedes Einzelnen kann viel dazu beitragen. Georg Haberhauer, Vizerektor der Universität für Bodenkultur: „Es gehört zum Selbstverständnis der BOKU, achtsam mit der Gesundheit unserer Mitarbeiter umzugehen und diese zu fördern. Als Arbeitgeberin von knapp 2.500 Mitarbeitern und Ausbildungsstätte für rund 12.000 Studierende haben wir eine große Verantwortung, derer wir uns bewusst sind. Daher haben wir neben umfassenden Sanierungsarbeiten auch Projekte initiiert, wie zum Beispiel die Initiative ,Gesunde BOKU‘.“ AsiX Software Menschen- und umweltgerechte Unternehmensführung Kontinuität gewährleisten Ressourcen schaffen Sicherheit erhöhen - Mit Sicherheit zum Erfolg info@systent.it Tel. 0473-220552

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