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Radius Magazin Winter 2019 Die Welt

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Info-PR 46 Foto © IDM Südtirol/Frieder Blickle Fotos © Alex Filz Das Höllental – eine „Infinity-Piste“ Am schönsten ist der Blick von oben. Wie ein helles Auge blinzelt einem der See entgegen, wenn man über die Höllentalpiste hinabkurvt und optisch die Piste im See endet. Oder man sitzt auf der Terrasse der Reschner Alm und lässt sich die Sonne ins Gesicht scheinen. Hinauf gelangt man nur zu Fuß, im Winter über einen Rodelweg oder mit Tourenskiern. Vorbei an windschiefen, wettergebeizten Heuschobern, wandert man zwischen knorrigen Lärchen und Fichten. Wie bleiche Flügel hängen die schwer beladenen Äste herab. Ringsum funkelt das gewellte Weiß. Aufgeheizt von der Sonne, dampfen die nassen Baumstämme. Fabian Rapp, Jäger und Hüttenwirt „Es war immer mein Traum, Almwirt zu werden“, sagt Fabian Rapp, als er sich mit umgebundener Küchenschürze kurz an den Besuchertisch setzt. Seit sechs Jahren lebt er als Pächter auf der Reschner Alm. Ein überdachter Quad mit Raupenantrieb dient dem Anfangsdreißiger, um Nachschub heraufzutransportieren. Da er selbst Jäger ist, stehen neben Almklassikern wie Knödeln und Kaiserschmarren Fleisch- und Wildgerichte auf der Speisekarte. „Bei mir gibt es keine Filets, ich verarbeite das ganze Tier“, erklärt Rapp. Das Hirsch gulasch mit gerösteten Kartoffeln zergeht auf der Zunge. An diesem Wochentag hat die Alm bis abends um zehn Uhr geöffnet. Fabian Rapp stellt für die Gäste Leihrodeln zur Verfügung. Wenn der Mond durch die Bäume scheint, der Schnee bei Bremsmanövern spritzt und der Reschensee tief unten wie ein ausgespanntes Leintuch schimmert, ist das ein grandioses Vergnügen. Verbindung von Groß & Klein Seit vergangener Saison gehen fünf benachbarte Skigebiete einen gemeinsamen Weg. Die drei „Großen“, Sulden, Schöneben-Haideralm und Nauders mit den beiden „Kleinen“ Watles und Trafoi am Stilfser Joch. Trafoi am Stilfser Joch ist auch bekannt als Heimatort von Gustav Thöni, der in den 1970er Jahren den Skiweltcup beherrschte wie kaum ein anderer zuvor: Olympiasieger, 5-facher Weltmeister und viermal Gewinner des Gesamtweltcups. Trafoi ist mit seinen zehn Pistenkilometern ein idyllisches Skigebiet, ideal für Familien und Ruhesuchende. Im sonnigen und familienfreundlichen Watles im oberen Vinschgau gibt es neben den 18 Pistenkilometern auch einen Ski-Cross-Parcours und für Skitourengeher zahlreiche Wege ins Hochgebirge. Auch hier fühlen sich Genussskifahrer und Familien besonders wohl. Foto © Tourismusverein Ortlergebiet/Frieder Blickle Schöneben-Haideralm Altdorf 39 | I-39027 Reschen Tel. +39 0473 633 333 info@schoeneben.it Diese Familienfreundlichkeit mit relativ günstigen Preisen erstreckt sich, was die Preisgestaltung betrifft, auf den gesamten Skiverbund. So kostet der 2-Tagesskipass für die 2-Länder-Skiarena in der Hauptsaison für Erwachsene 88 Euro, ein 6-Tages-Skipass 234,50 Euro. Kinder zahlen 48 Euro für einen 2-Tages-Skipass und 128 Euro für sechs Tage. Nicht nur für Skifahrer Zu den Stärken des oberen Vinschgaus gehören noch weitere Angebote: Eislaufen, Snowkiten und Eissegeln auf dem nahen gelegenen Reschense. Aber auch zum Winterwandern und Langlaufen gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Ein ganz besonderes Kleinod ist das Rojental mit seiner weiten, unberührten Naturlandschaft. Ein Eldorado für Schneeschuhwanderer und Skitouren-Freaks. Die Orte Reschen, Graun und Langtaufers sind mit Skibussen eingebunden. Seilbahnen Sulden Sulden 127 | I-39029 Sulden Tel. +39 0473 613 047 info@seilbahnensulden.it

47 Foto © IDM Südtirol/Alex Filz Ein Winter wie damals Noch höher hinauf geht es in Sulden. Oft fällt im Oktober bereits der erste Schnee, hüllt das kleine Bergdorf in ein winterliches Kleid, und die Gäste erleben die besondere Magie der kalten Jahreszeit. Das Dorf, seit dem 19. Jahrhundert Ziel von Alpinisten, breitet sich auf einer Talmulde am Fuße des 3.905 Meter hohen Ortler aus. Helmut Luther Bis auf 3.250 Meter, knapp unter die Schöntaufspitze, bringt einen der Sessellift. Seit Anfang November hat das Skigebiet geöffnet. Das Panorama an der Bergstation ist umwerfend: Ringsum staffeln sich Dreitausendergipfel wie ein schäumender Ozean. Gegenüber das zackige, weiß gepanzerte Dreigestirn Königspitze, Zebrù und Ortler – die höchsten Gipfel Südtirols. An der Talstation in Sulden gibt es einen Skikindergarten. Neben der alten Pfarrkirche führt eine Langlaufloipe vorbei. Am Friedhof tragen die Grabsteine schiefe Schneemützen – in einem dicken eisernen Buch sind die Namen der Bergsteiger verzeichnet, die hier ihr meist junges Leben verloren haben. Auf breiten Pisten mit viel Platz gleitet man ins Tal. Wie in Butter schneiden die Kanten in den weichen Naturschnee, beim Abschwingen stauben die Fontänen. Weiter unten folgen schlauchartige Rinnen, vorbei an senkrechten Felsen, an denen gefrorene Wasserfälle kleben. Hat man die 1350 Höhenmeter von ganz oben bis zur Talstation vier oder fünfmal heruntergespult, macht sich ein Ziehen in den Oberschenkeln bemerkbar. Zeit für eine Stärkung. Skifahrer, Wanderer, Yaks und Yeti Schwarze und fuchsrote Yaks mit Eiszapfen an den Nüstern stehen stoisch im Pferch vor dem Yak & Yeti. Foto © Thomas Grüner Foto © Frieder Blickle/Vinschgau Marketing

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