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Radius Energie 2019

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6 Nr.

6 Nr. 5/2019 SEV: Der Energiedienstleister Mit Fachwissen und Zukunftsentwürfen prägt der SEV die Südtiroler Energiewirtschaft. Der Verband vertritt 304 Mitglieder und darunter sind 202 private Unternehmen, 28 Gemeinden und öffentliche Körperschaften sowie 72 Genossenschaften und Konsortien. Heute gehören dem SEV 120 Wasserkraftwerke, 149 PV- Stromproduzenten, 45 Biomassefernheizkraftwerke, 32 Stromverteiler und vier Biogasanlagen an. Die SEV-Story beginnt 2006: In diesem Jahr wird der Raiffeisen Energieverband gegründet, der sich 2012 mit dem Biomasseverband zum Südtiroler Energieverband zusammenschließt. Damit wird aus zwei Partnerorganisationen ein Allround- Dienstleister, der die von Vielfalt geprägte Südtiroler Energiegeschichte fortschreibt. 2017 konstituiert sich der SEV als Dachverband der kleinen und mittleren Energiebetriebe und übernimmt institutionelle Aufgaben wie das Lobbying oder die Kontaktpflege mit Partnern. Umfassender Service für die Mitglieder Das Serviceangebot umfasst die Bereiche Meldewesen und E-Mobility ebenso wie den Stromhandel und die Rechtsberatung. Das SEV-Rechenzentrum übernimmt für Stromverteiler die Zählerfernauslese, das Datenmanagement und die Erstellung von Rechnungen für die Endkunden. Kleine und mittlere Akteure sind auf die Zulieferung von innovativen Diensten angewiesen. Der SEV hat diesen Knowhow-Transfer in Südtirol erfolgreich übernommen. SEV – Südtiroler Energieverband Giuseppe-di-Vittorio-Straße 16 | 39100 Bozen info@sev.bz.it | www.sev.bz.it streamline your business Papier war gestern Effizienz geht auf Knopfdruck: Papierloses Dokumenten Management mit Lösungen von Alpin. alpin.it +39 0471 180 84 10

AKTUELL Nr. 5/2019 7 Das erste Wasserstoff-Wohnhaus Die GKN Sinter Metals mit Sitz in Bruneck entwickelte eine bahnbrechende Neuheit. Ein Wohnhaus in Prettau- Kasern mit autonomen Kreislauf, Eigenproduktion und Selbstversorgung das ganze Jahr hindurch. Im Juli wurde dieses „Wasserstoff-Wohnhaus“ den Bestimmungen übergeben. Dieses energieautarke Wohnhaus in einer klimatisch herausfordernden Position dient auch als Forschungsprojekt: Die nachhaltig produzierte Energie wird in Form von Wasserstoff gespeichert, um den übers Jahr benötigten Verbrauch sicherzustellen. Das Energie-Management-System beinhaltet eine einzigartige, innovative H2-Speichertechnologie in Metallpulver, entwickelt und hergestellt von GKN Sinter Metals. Die Erfahrung nach drei Monaten Der Betrieb des wasserstoff-basierten Energiespeichers über die letzten Monate hat deutlich gezeigt, dass die ursprüngliche Auslegung und Dimensionierung des Gesamtsystems richtig gewählt wurde. In den Sommermonaten war über die Wasserturbine sehr viel Strom verfügbar, damit auch genügend überschüssiger Strom, der es erlaubte, die Wasserstofferzeugung (sogenannte PEM-Elektrolyse) unter Volllast in verschiedenen Situationen zu testen. Es zeigte sich, dass die Erzeugung des Wasserstoffs sehr dynamisch dem Verlauf des Überstroms folgen konnte, und somit sehr unempfindlich gegenüber starken Schwankungen im Verbrauch des Wohnhauses ist. Die Beladung des Metallpulver-Wasserstoffspeichers benötigt ein intelligentes Wärmemanagementsystem, das nach einer ersten Optimierungsphase sehr gute Dynamiken ermöglichte. Dadurch, dass sehr viel Sensorik integriert wurde, konnte das Speichersystem in den vergangen drei Monaten sehr viele Daten über den Zustand des Systems erzeugen, die nun die Basis für weitere Optimierungen darstellt. Nur ein Haus war beleuchtet Ein interessantes Erlebnis gab es auch Anfang September: Während eines zweitägigen Besuch von Interessenten in Kasern, die vor Ort nächtigten, kam es nachts in der gesamten Umgebung zu einem neunstündigen Stromausfalls aufgrund einer Beschädigung einer Stromleitung. Ein Haus im Dorf war hell erleuchtet und stach hervor: Das energie-autarke Knappenhaus mit GKN’s Energiespeicher … Zu GKN Sinter Metals Die GKN Sinter Metals AG, seit 1967 auch in Bruneck, ist ein wichtiger Teil der internationalen Gruppe GKN Powder Metallurgy, der weltweiten Marktführerin für die Entwicklung und Fertigung von Komponenten im Pulvermetallurgie- Verfahren für den Automobilsektor sowie für industrielle Anwendungen. Die Gruppe verfügt weltweit über 7.400 Mitarbeiter an 34 Standorten. Im Pustertal sind in den Betriebsstätten Bruneck und Sand in Taufers insgesamt 704 Mitarbeiter beschäftigt und erwirtschaften einen Umsatz von 150 Millionen Euro im Jahr (2018): dabei werden 700 Kunden in 44 Ländern mit eine Palette von 2.300 verschiedenen Produkten beliefert.

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