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Radius Energie 2019

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28 Nr.

28 Nr. 5/2019 AKTUELL Elektromobilität in Südtirol Der Beginn des Zeitalters der Elektromobilität ist massiv geprägt vom Trend des Wettbewerbes zwischen den Anbietern. Unternehmen aller Größenklassen treten immer häufiger in einen Kooperationswettbewerb, um zusammen mit anderen „Playern“ zukunftsorientierte Strategien, innovative Technologiekonzepte und nachhaltige Geschäftsmodelle umzusetzen. Dieser Wachstumsmarkt ist dabei bei Weitem nicht allein durch die Automobilindustrie geprägt. Verschiedenste Markteilnehmer aus den unterschiedlichsten Branchen gestalten den Markt. Elektromobilität wurde, ist und wird in den kommenden Jahren beträchtlich durch Telekommunikations- und IT-Unternehmen, Software-Anbieter, Energieunternehmen und auf Elektromobilität spezialisierte Start-ups geformt. Wie die alternative Mobilität der Zukunft aber genau aussieht, ist aus heutiger Sicht äußerst schwierig vorherzusehen. Mehrere Antriebstechnologien wie Wasserstoff, Biomethan oder elektrischer Strom aus Batterien stehen dabei aktuell auf dem Prüfstand. Letzteres scheint dabei momentan am Markt die besten Karten in der Hand zu halten. Grund genug, den Stand der Elektromobilität in Südtirol anhand eines natürlicherweise unvollständigen Auszugs zu beleuchten. Auf dem globalen Weg hin zu alternativen Antriebstechnologien wird auch in Südtirol versucht, durch innovative Projekte und ökonomische Anreize die Thematik der Gesellschaft nahezubringen. Um die dafür notwendige Logistik bereitzustellen, sind laut Südtiroler Transportstrukturen AG (STA) aktuell in Südtirol ca. 80 öffentliche Ladestationen für Elektroautos installiert sowie eine Wasserstofftankstelle in Bozen (Stand August 2019). Weitere 20 E-Ladesäulen und 5 Wasserstofftankstellen sollen folgen. Auch durch verschiedenste Projekte wird das Thema im

AKTUELL Nr. 5/2019 29 Land vorangetrieben. Beispielhaft können dabei sicherlich der jährliche E-Drive-Day im Verkehrssicherheitszentrum Safety Park in Pfatten (Testtage), das Projekt LIFE des Landes Südtirol (u.a. im Bereich Infrastruktur, emissionsfreie Fahrzeuge) sowie das interregionale Projekt MENTOR der Gemeinde Meran (u.a. im Bereich Sharing-Konzepte, autonome Personenbeförderung) genannt werden. Zudem werden der Bevölkerung ökonomische Anreize geboten. Folgend eine kurzer Überblick über die wichtigsten Fördermöglichkeiten im Bereich Elektromobilität in Südtirol: Das Land Südtirol bietet Ankaufprämien für E-Fahrzeuge und Plug-in-Hybride sowie die entsprechenden Heimladestationen. Gefördert wird er Ankauf von neuen elektrifizierten Pkw und Lkw (auch mittels Leasing) und etwaiger Heimladestationen. Privatpersonen, Vereine und Organisationen, sowie öffentliche Körperschaften: Für Elektroautos wird eine Preisreduzierung in Höhe von 4.000 Euro (2.000 Euro bei Plug-in-Hybriden) auf den Nettopreis vom Fahrzeughändler gewährt. Bei den Ladesystemen werden pro System 80 Prozent und max. 1.000 Euro gefördert. Privatpersonen können dabei maximal für drei Systeme ansuchen. Unternehmen und Freiberufler Für Elektroautos wird eine Preisreduzierung in Höhe von 4.000 Euro (2.000 Euro bei Plug-in-Hybriden) auf den Nettopreis vom Fahrzeughändler gewährt. Bei den Ladesystemen werden pro System 70 Prozent und max. 1.000 Euro gefördert. Zusätzlich werden für Unternehmen und Freiberufler folgende Ausgaben gefördert: • 30 Prozent der Ausgaben bis max. 1.000 Euro für den Ankauf von zwei-, drei- und vierrädrigen E-Fahrzeugen; • 30 Prozent der Ausgaben bis max. 1.500 Euro für den Ankauf von Lastenfahrrädern (auch elektrisch betriebene); • zusätzlich bis zu 2.000 Euro für Fahrschulen und Taxiunternehmen; Alle durch das Land Südtirol genannten Förderungen sind mit nationalen Förderprogrammen, wie den auf Abgaswerten beruhenden Ecobonus (max. Euro 6.000), kumulierbar. Über den Autor Philipp Gamper – Partner im Vinburg Consultancy Network – ist selbstständiger Unternehmensberater im Bereich Corporate Finance und Mitarbeiter der Steuerberatungskanzlei Marschall Plunger + Partner. Nach mehreren Jahren Auslandserfahrung im Energiesektor kehrte er 2015 nach Südtirol zurück und engagiert sich seitdem parallel zudem in der in- und ausländischen Start-up-Szene. Das Vinburg Consultancy Network unterstützt dabei als übergeordnetes Netzwerk an Fachexperten, deren Ziel es ist, die Beratungsdienstleistung zeitgemäß, innovativ und smart zu organisieren. Professionelle Interdisziplinarität und zwischenmenschliche Beziehungen werden dabei in den Vordergrund gestellt. Mehr unter: www.vinburg.com

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