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Radius Eishockey 14_15

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RITTNER BUAM SPORT C

RITTNER BUAM SPORT C 2014 11 Der Weg zum Titel führt über Ritten Die Rittner Buam sind auch in dieser Saison der ganz große Favorit. Alles andere als der zweite Meistertitel in der Vereinsgeschichte wäre eine Überraschung. Der Vorstand um Präsident Thomas Rottensteiner hat keine Mühen gescheut, um erneut eine mehr als schlagkräftige Truppe ins Rennen zu schicken. Die Rittner Buam können sich eigentlich nur selbst schlagen. Schließlich ist der Meister in allen drei Mannschaftsteilen erstklassig und tief besetzt und muss die Konkurrenz nicht fürchten. Die Rittner Buam wollen aber nicht nur in der Meisterschaft die erste Geige spielen, sondern auch im Continental Cup für Furore sorgen. Die Mischung zwischen starken Ausländern sowie erfahrenen und jungen Einheimischen stimmt. Auf der Ausländerfront setzt man mit der Bestätigung von Travis Ramsey, Patrick Rissmiller und Eric Johansson auf Kontinuität, während die einheimische Fraktion mit den Verpflichtungen von Christi- Marty Raymond an Borgatello, Andrea Ambrosi, Luca Felicetti und Simon Kostner gezielt verstärkt wurde. Marty Raymond löst Rob Wilson ab Auf der Rittner Bank hat Marty Raymond das Sagen. Der 49-jährige Kanadier tritt bei den „Buam“ die Nachfolge des nach Straubing abgewanderten Meistertrainers Rob Wilson an. Thomas Rottensteiner kennt seinen neuen Übungsleiter seit nunmehr sieben Jahren und stand mit ihm in ständigem Kontakt. Raymond hatte noch einen gültigen Vertrag beim ungarischen EBEL-Vertreter Fehervar. Weil der Klub aus Stuhlweißenburg (Szekesfehervar) die Prämie aus der letzten Saison, als man im Viertelfinale gegen den HCB Südtirol ausgeschieden war, zu spät ausbezahlt hatte, löste der Trainer seinen Vertrag in Ungarn auf. Raymond war nach einer durchwachsenen Spielerkarriere als Stürmer 1997 ins Trainerlager übergewechselt und hatte bei den Tucson Gila Monsters in der WCHL das Sagen. In der Saison 1999/2000 führte Raymond die Phoenix Mustangs (WCHL) zum Gewinn des „Taylor Cup“. Im Sommer 2001 wurde er Assistent bei den Bakersfield Condors in der ECHL, wo er nach drei Jahren zum Headcoach befördert wurde und sieben Saisonen blieb. 2011 kam der Kanadier nach Europa, arbeitete zwei Jahre lang bei Medvescak Zagreb und zuletzt bei Fehervar in der EBEL. Raymond gilt als erstklassiger Trainer, der einen aggressiven und temporeichen Spielstil bevorzugt. Seine Mannschaften sind gut strukturiert. Er legt großen Wert auf die Disziplin seiner Spieler und die special teams. Raymond hat kein Problem, mit jungen Spielern zu arbeiten. Man kann davon ausgehen, dass das eine oder andere Rittner Nachwuchstalent heuer den endgültigen Durchbruch schaffen wird. Roberto Scelfo wird weiterhin als Assistent fungieren. Chris Holt beerbt Meistergoalie Chris Mason Chris Holt setzt in Klobenstein die Tradition starker Torhüter fort. Jeff Maund, Phil Groeneveld, Michel Robinson, Frederic Cloutier, Jeff Pogge und Chris Mason wussten in jüngster Vergangenheit allesamt zu überzeugen. Einzig Karol Krizan tanzte vor drei Jahren aus der Reihe. Holt bringt alle Voraussetzungen mit, um in die Fußstapfen seines Vorgängers Chris Mason treten zu können. Der 29-jährige US-Boy, der auch den kanadischen Pass besitzt, dürfte den letztjährigen Meistergoalie schnell vergessen lassen. Zwischen Holt und Mason gibt es eine Parallele: Sie haben nicht nur den gleichen Vornamen, sondern sind zwei von nur zehn Torhütern, die in der AHL das Kunststück zustande gebracht haben, sich als Torhüter in die Torschützenliste einzutragen. Holt traf am 19. März 2010 gegen die Rochester Americans in der Schlussminute ins leere Tor. Zudem haben Holt und Mason vor fünf Jahren bereits Bekanntschaft miteinander gemacht: Bei Holts zweiten Einsatz in der NHL am 18. Februar 2009 der St. Louis Blues gegen die Columbus Blue Jackets löste er seinen Vorgänger bei Ritten nach 40 Minuten ab und hielt seinen Kasten wie schon bei seinem NHL-Debüt (zehn Minuten) am 11. März 2005 bei der 1:5-Niederlage seiner New York Rangers gegen Washington sauber. Holt wurde 2003 in der sechsten Runde als insgesamt 180. Spieler von den New York Rangers gedraftet und pendelte zwischen 2005 und 2010 mit den zwei erwähnten Ausnahmen zwischen den nordamerikanischen Minor Leagues AHL (86 Spiele) und ECHL (132) hin und her. Im Sommer 2010 wagte Holt den Sprung nach Europa und heuerte bei Dinamo Riga in der russischen KHL an. In seiner zweiten Saison beim lettischen Spitzenklub wurde der Torhüter ins All-Star-Team gewählt. Im Sommer 2012 wechselte Holt zu Automobilist Yekaterinburg und beendete die Saison bei Donbass Donetsk. Insgesamt hütete Holt 122 Mal ein KHL-Tor. Am 29. August 2013 verletzte er sich und fiel bis Anfang dieses Jahres aus, ohne jedoch wieder aufs Eis zurückzukehren. Auf den Tag genau ein Jahr später feierte der Hobbymusiker und dreifache Familienvater beim 3:1-Testspielsieg in Ravensburg sein Comeback im Rittner Trikot. Holt strahlt sehr viel Ruhe auf seine Vorderleute aus. Der 100-Kilo- Mann verfügt über unglaubliche Reflexe und wird – sollte er gesund bleiben – der beste Torhüter der gesamten Liga sein. Rittner Buam in Zahlen Gegründet: 1933 Kontakt ASV Ritten Sport Zaberbach 15 39054 Klobenstein Telefon 0039 0471 358071 Fax 0039 0471 358861 hockey@rittensport.it www.rittensport.it Präsident Thomas Rottensteiner -Infografik: M. Lemanski Chris Holt Serie-A-Teilnahmen: 20 Spiele: 843 Siege: 398 Unentschieden: 46 Niederlagen: 399 Torverhältnis: 2993:3035 Größter Erfolg: Italienmeister in der Saison 2013/2014 Stadion: Arena Ritten (Fassungsvermögen 1200 Zuschauer) Höchster Heimsieg: 12:3 gegen HC Pustertal (14. 12. 1977) Höchster Auswärtssieg: 12:4 gegen Valpellice (2. 2. 1977) Höchste Heimniederlage: 2:11 gegen Gröden (11. 11. 1997) Höchste Auswärtsniederlage: 0:14 gegen Alleghe (3. 2. 1988)

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