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32 AKTUELL Die

32 AKTUELL Die Gletscherehe: Ötztal-Pitztal Grundsätzlich ist in Tirol die Erweiterung von Skigebieten aus ihren festgelegten Grenzen heraus durch das Tiroler Seilbahn- und Skigebietsprogramm untersagt. Ausnahmen sind sogenannte Zusammenschlüsse wie in diesem Vorhaben. Jakob Falkner, Geschäftsführer der Söldner Bergbahnen Das Projekt sieht vor den Mittelbergferner, den Hangender Ferner und den Karlesferner vorbei am Linken Fernerkogl mit insgesamt drei Seilbahnen zu verbinden und die dafür notwendigen Pisten zu erschließen. Während die Projektgegner vom Entstehen eines neuen Skigebietes sprechen, sehen die Befürworter eine Notwendigkeit darin. Für die Ötztaler geht es um eine qualitative Erweiterung und für die Pitztaler schlicht und einfach um das wirtschaftliche Überleben des Skigebietes und um den Tourismus im Tal. Das TT-Forum in Imst zu Projekt Zur Diskussion des Forums begrüßte TT- Chefredakteur Alois Vahrner den Söldner Hotelier und Seilbahner Jakob Falkner, den Initiator der Online-Petition gegen das Projekt, Gerd Estermann und die beiden Vertreter der Tiroler Landesregierung, Jakob Wolf (ÖVP) und Gebi Mair (Grüne), am Podium. 132 Millionen Euro wollen die Pitztaler und Ötztaler Gletscherbahnen in die Verbindung investieren. „Es geht um die nächste Generation“, erklärte dazu Jakob Falkner, der aus Erzählungen seiner Eltern noch um die frühere Armut in den Tälern weiß. „Wir leben in einem Tourismusland“, betonte er. „Skigebietsgröße, Schneesicherheit und moderne Anlagen sind die Gründe, weshalb die Gäste zu uns kommen.“ Nach Imst waren an die 700 Teilnehmer gekommen und sorgten demnach für einen übervollen Stadtsaal samt Foyer. Gegner wie Befürworter konnten sich gegenüber dem Podium zu Wort melden. In der emotionsgeladenen Debatte ging es hoch her – eine Annäherung der Standpunkte zwischen den beiden Seiten war allerdings nicht zu erkennen. Fake-News nicht nur in der Politik – was sind die 160.000 Klicks wert? In Tirol werden ganze Berggipfel gesprengt für ein neues Mega-Skiprojet, so die Meldung auf allen Kanälen (Online, Print, Radio und TV). Auch die BILD in Deutschland hat in großer Aufmachung darüber berichtet. „Diese Kampagne der Gegner von Pitztal-Ötztal setzte einen neuen Tiefpunkt. Es war eine bewusste Falschmeldung und widerspricht schlichtweg den Tatsachen. Der Gipfel des Linken Fernerkogel werde zu keinem Zeitpunkt vom Zusammenschluss der Gletscherskigebiete berührt“, schüttelt Falkner nach wie vor den Kopf. Er verwies auf die 11.200 Seiten UVP-Unterlagen (!), die 700 Pläne sowie zahlreiche Gutachten. „Es gibt kein besser geprüftes Projekt im ganzen Alpenraum! Allerdings wäre ich in Wien oder München daheim und hätte diese Fake-News gelesen ohne Kenntnis der Fakten, dann hätte ich wohl auch geklickt“, meint er. Gert Estermann berichtete in Imst von über 160.000 Klicks auf seiner Online Petition gegen das Projekt. Eine stolze Zahl – oder ein zweifelhafter Erfolg? Zustande gekommen anscheinend nach den Fake-News über ein Gipfelsprengung, die es in Wirklichkeit im Projekt der Ötztaler-Pitztaler Gletscherehe gar nicht gibt! Auf die weitere Entwicklung darf man gespannt sein. Erich Pfeifer, seit 1997 Präsident der Ortler-Skiarena 40 Jahre Ortler-Skiarena Dem Weitblick Leo Gurschlers ist es zu verdanken, dass dieses Jubiläum heuer gefeiert werden konnte. Bereits ab dem Jahre 1977 gab es gemeinsame Messeauftritte der vermeintlichen Konkurrenten Sulden und Schnals. „Ich war damals für das Schnalstal im Einsatz, auf Messen in Deutschland, Holland, England und Schweden“, erinnert sich Franz Wimmer. „Als Partner von Schnals immer dabei war Sulden, mit dem unermüdlichen Paul Hanny an der Spitze.“ Beide Seiten erkannten, was der heutige Präsident Erich Pfeiffer anlässlich des Jubiläums betonte: „Gemeinsam sind wir stärker.“ Diese Partnerschaft war es auch, die eine Zusammenarbeit mit weiteren Skigebieten im Westen ermöglichen sollte. Franz Wimmer weiter: „Ich erinnere mich, dass wir anlässlich eines Messeauftrittes bei der ISPO in München darüber diskutierten.“ Ob die Kirchtürme für so eine Idee derzeit noch zu hoch sind, das war die Frage. Nur einer Persönlichkeit, einem Visionär wie dem „Kurzn- Leo“, wie ihm die Schnalser nannten, konnte es damals schon gelingen, elf derart verschiedene Gebiete samt deren Vertreter unter dem Dach der Ortler Skiarena zu vereinen. Er war dann auch Gründungspräsident der Ortler Skiarena mit den elf Skigebieten: Schnals, Sulden, Ulten, die Ifinger AG (heute Meran 2000), Nauders, Latsch, Haider Alm, Watles, Schöneben, Vigiljoch und Trafoi. Mittlerweile reicht die Interessengemeinschaft der 15 Skigebieten vom Reschen bis zum Ritten, von Ladurns bis Nauders und bis Minschuns im Val Müstair.

Werbung 33 Dr. Schär E-Commerce Start in USA Von Australien bis Weißrussland hat jeder Konsument das gleiche Recht auf eine möglichst hohe Lebensqualität: Als Marktführer für glutenfreie Produkte hat Dr. Schär eine globale Online-Shopping-Markenplattform entwickelt und im Zielmarkt USA bereits gelauncht. Mit einem internationalen Team aus Fachabteilungen, IT-Dienstleistern, Zahlungsabwicklern und Logistikern hat Dr. Schär eine E-Commerce-Plattform für glutenfreie Produkte realisiert, die für den Betrieb in verschiedenen Märkten geplant ist. Als Pilotland wurde dabei der US-Markt ausgewählt, der nun seit Sommer 2019 unter der Adresse shop.schaer.com seinen eigenen Dr.-Schär-Markenshop betreibt. Hauptziel des Unternehmens war es, ein weltweit skalierbares System zu schaffen, das den Online-Vertrieb der Dr.-Schär- Produkte in verschiedenen Zielmärkten – beispielsweise Europa, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten – ermöglicht. „Es war uns dabei von Beginn an klar, dass die Anforderungen an das System den Rahmen von Standard-E-Commerce-Paketen übertreffen würden“, so Ingo Perkmann, Leiter der Business Unit Online Sales bei Dr. Schär. „Für das Projekt haben wir uns dann für eine Plattform im sogenannten Enterprise-Segment entschieden, welches uns gezielte und starke Anpassungen an unsere Geschäftsprozesse ermöglicht.“ zwei Jahrzehnten internationale E-Commerce-Projekte realisiert. Dass die Plattform dabei mehrmandantenfähig ist und auch länderspezifische Eigenheiten wie Mehrsprachigkeit, unterschiedliche Produktsortimente, Preise, Währungen und Mehrwertsteuersysteme abbilden kann, ist für Christoph Moar, Projektleiter der Firma Alpin, weitgehend selbstverständlich. „Die Stärken unserer Systeme spiegeln sich vor allem in der passgenauen Verschnittstellung und Abdeckung von konzernspezifischen Prozessen wieder. Was der Kunde im Detail braucht, kann auch umgesetzt werden. Es gibt keine Grenzen in der Personalisierung der Plattform.“ Neben technischen Schnittstellen zu verschiedenen IT-Systemen von Dr. Schär (ERP, CRM, PIM) wurde mit Adyen ein globaler Zahlungsdienstleister und ein erster Logistikanbieter angebunden. Besonderes Augenmerk wurde im Projekt auf eine mobile Nutzbarkeit gelegt – das von der Stuttgarter Agentur Panda realisierte frontend-Design ermöglicht mit einer sogenannten Single-Checkout-Page einen reibungslosen mobilen Kaufprozess. Die Aufschaltung weiterer Zielmärkte ist für die nächsten Jahre vorgesehen. Ingo Perkmann Alpin realisiert internationale Projekte Technisch wurde das Projekt durch die Firma Alpin GmbH aus Bozen umgesetzt, die seit Christoph Moar streamline your business Keine Angst vor E-Commerce Verwandeln Sie jetzt Ihre Geschäftsideen in ein erfolgreiches Onlinebusiness. Ohne Wenn und Aber, mit Expertenwissen von Alpin. alpin.it +39 0471 180 84 10

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