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Insert Rudi Hütte 2015

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Foto: © Christian Tschurtschenthaler 18 08/2015 aktuell 08/2015 19 Foto: © Christian Tschurtschenthaler Im Sexten Himmel Die Tourismusgeschichte des Ortes Sexten ist geprägt von Höhen und Tiefen, von Boom und Niedergang, von Mut zum Risiko und unternehmerischer Weitsicht. Bereits vor dem Ersten Weltkrieg war Sexten als Reiseziel für Bergsteiger und als Fremdenverkehrsort beliebt. Mit der Pustertaler Bahn kamen gegen Ende des 19. Jahrhunderts zahlreiche Fremde vor allem zum Bergsteigen in die Sextner Dolomiten, als der Wettlauf um die Erstbesteigung der noch jungfräulichen Dolomitengipfel eingesetzt hatte. Sepp Innerkofler gilt als der berühmteste Bergführer des Ortes Sexten. 1865 in einfache Verhältnisse hineingeboren, nutzte er sein bergsteigerisches Talent und führte die reichen Fremden in seine heimatlichen Berge. Sein Können sprach sich herum, und bekannte Persönlichkeiten buchten seine Dienste, darunter der Berliner Schriftsteller Leon Treptow sowie die niederländische Pionierin des Frauenkletterns, Jeanne Immink. Die Bleichen Berge übten eine magische Anziehungskraft auf die Stadtmenschen aus, und der mit viel Unternehmergeist ausgestattete Sepp Innerkofler erkannte schnell das wirtschaftliche Potential. Zusammen mit seiner Frau übernahm er die Führung der Drei Zinnen Hütte, und bald verdiente er mit dem Bergführen so viel, dass er in Sexten das Hotel Dolomitenhof bauen und sich als Gastwirt einen Namen machen konnte. Niedergang und Wiederaufbau Für das damalige Publikum war das Beste gerade gut genug, und die europäische Oberschicht suchte noble Hotelpaläste auf, wo sie unter ihresgleichen und kaum im Kontakt mit den Einheimischen ihre Ferien verbringen konnte. Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges geriet Sexten zwischen die Fronten des Gebirgskrieges zwischen Österreich und Italien. Sexten wurde mehrfach bombardiert und als einziger Tiroler Ort in Schutt und Asche gelegt. Josef (Sepp) Innerkofler, der Pionier des Bergtourismus Die Bevölkerung musste aus ihrer Heimat fliehen und suchte Unterschlupf bei Verwandten und Bekannten in den Nachbarorten des oberen Pustertals. Unmittelbar nach Kriegsende machten sich die Sextner voller Elan an den Wiederaufbau ihrer Heimatgemeinde. Nicht zuletzt dank des guten Verhandlungsgeschicks von Bürgermeister Johann Watschinger erhielt die Gemeinde großzügige Entschädigungszahlungen, die zum Aufbau wichtiger Infrastrukturen im Ort eingesetzt wurden. 1923 feierte das Dorf nach vollbrachter Tat seinen Wiederaufbau. Sechs Jahre später wird das Hotel Drei Zinnen eröffnet. Der Bau wurde vom berühmten, österreichischen Architekten Clemens Holzmeister geplant und zählt zu den Hauptwerken der Tiroler Moderne, mit großzügigen Innenräumen und perfekt aufeinander abgestimmten Details. Der Erste Weltkrieg brachte einen Zusammenbruch der alten politischen und gesellschaftlichen Ordnung mit sich: Der europäische Großadel war verarmt, und eine neue Gästeschicht besuchte die Alpen, und damit den Ferienort Sexten. Die ersten Skifahrer wurden auf Sexten aufmerksam, und der große Bergsteiger, Forscher und Dalai-Lama- Freund Heinrich Harrer brachte als Skilehrer den Gästen und einheimischen Burschen das Skifahren bei. An der Gründung der ersten Sextner Skischule war er maßgeblich beteiligt, und bis zu seinem Tod blieb eine tiefe Verbundenheit mit Sexten aufrecht. Doch der wirtschaftliche Optimismus sollte nicht lange anhalten. Mit dem aufkommenden Faschismus und im Zuge der Kriegswirren von 1939 bis 1945 kommt der Fremdenverkehr im Tal abermals zum Erliegen. ****Hotel Kreuzbergpass - Fam. Aichner | Kreuzbergpass | 39030 Sexten Tel. +39 0474 710 328 | info@kreuzbergass.com | www.kreuzbergpass.com Foto: © Helmuth Wisthalter Rasante touristische Entwicklung Nach dem Zweiten Weltkrieg kommt der neue Wirtschaftszweig nur zaghaft in Schwung. Ende der 1950er-Jahre setzt dann ein regelrechter Touristenboom ein. Im Bauerndorf Sexten rüstet man auf den Fremdenverkehr um. Hotels und Beherbergungsbetriebe schießen in der Folge wie Pilze aus dem Boden, zahlreiche touristische Infrastrukturen werden errichtet. Sie drängen die Landwirtschaft, den bis dahin wichtigsten Wirtschaftsfaktor zurück; die Landwirte werden zu Nebenerwerbsbauern im Sommer und zu Liftwarten im Winter. Heute ist Sexten eine attraktive Tourismusdestination, die jedem Gästeanspruch Genüge tun kann. Inmitten des UNESCO-Welterbes Dolomiten können Urlauber Sommer wie Winter unvergessliche Bergferien genießen. Sonne, Sexten, Kreuzberg Himmlisches Schneevergnügen in einer atemberaubenden Landschaft der Sextner Bergwelt. Skifahren, Snowbarden, Rodeln, Langlaufen oder Winterwandern. Haubenrestaurant Reh:Angl Naturküche mit einheimischen Qualitätsprodukten und italienischen Spezialitäten – puristisch & exzellent – mit Chefkoch Giovanni Togni.

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