Aufrufe
vor 9 Jahren

Golf & more 2011

  • Text
  • Golf
  • Club
  • Golfplatz
  • Golfclub
  • Saison
  • Handicap
  • Loch
  • Hotel
  • Passeier
  • Golfer
  • Radius

70 Peter Fill:

70 Peter Fill: Rennläufer und Golfer Für zahlreiche aktive und ehemalige Skirennläuferinnen und Skirennläufer ist der Golfsport ein optimaler Ausgleich. Wobei meist nach Beendigung der Rennläuferkarriere sofort das Single-Handicap erspielt wird, wie z. B Namen wie Toni Sailer, Franz Klammer oder Hansi Hinterseer beweisen. Peter Fill spielt erst seit vier Jahren Golf, hat noch dazu relativ wenig Zeit für dieses Hobby und spielt heute mit einem Handicap von 15 – Tendenz sinkend! Spitzensportler haben den „Normalgolfern“ etwas Entscheidendes voraus. Nicht etwa die Kondition oder die Kraft oder was sonst zu Fitness dazu gehört, sondern die enorme Fähigkeit sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Das sind z.B. der „brutale“ Kurs auf der Kitzbühler Streif, besondere Details wie die Kamelbuckel in Gröden, der Hundsschof am Lauberhorn in Wengen oder wie sonst noch die Schlüsselstellen der Rennstrecken heißen. Diese Fähigkeit können sie im Golfen umsetzen und sich zu 100 Prozent auf Abschlag, Bunkerschlag, auf Pich oder Putt konzentrieren. Das ist besonders beim Golfsport, der sich ja in hohem Maße im Kopf abspielt, das Um und Auf für ein gutes Ergebnis! 03/2011 Mitglied des GC Kastelruth Peter Fill aus Kastelruth, Jahrgang 1982, ist natürlich Clubmitglied im GC Kastelruth und spielt seit vier Jahren Golf. An sein erstes Turnier in Lana erinnert er sich noch genau: „Mein erstes Turnier spielte ich beim La Maiena-Turnier. Ich war eingeladen und das, obwohl ich noch ohne Platzreife war. Lana hatte mit mir zum Glück Nachsehen gehabt. Mit diesem Turnier hab ich dann gleichzeitig auch meine Platzreife gemacht. So war ich Golfer. Das Witzige war, ich hatte noch nie vorher einen Putter in der Hand, mein erster Putt auf Loch 1, der erste Putt überhaupt, dieses Loch beendete ich schon gleich mit einem Par! Ich erinnere mich noch genau; Abschlag mit einem 3er-Eisen lang über die Welle runter, nächster Schlag 7er-Eisen aufs Green, zwei Putt und Par! Beim ersten Turnier am ersten Loch gleich par spielen. Ich hatte eine Riesenfreude und ging mit meinem Handicap gleich runter auf 34.“ Die ersten schritte in Gröden und Lana Laut seinen Aussagen hat sich Peter Fill schon früher für Golf interessiert, aber irgendwie ist es sich halt nie ausgegangen. „Dann hatte es sich ergeben, dass Hans von Chervò mir irgendwann mal einen „Steckensack“ gebracht hat. Die ersten Schläge habe ich noch in Gröden auf der Driving Range gemacht. Später habe ich dann Kuno Profanter getroffen. Er erzählte mir, dass er in Lana als Golf-Pro arbeitet. In Lana hatte er mir Position und Griff gezeigt, dann flogen die Bälle endlich weit. Ich erinnere mich, wie schwer es in der ersten Zeit war. Nur weil ich lange Zeit total falsch trainiert habe, kam ich anfangs allein schon vom richtigen Stehen ins Schwitzen ...“ Kinder und sport Peter Fill hat laut seinen Aussagen von klein auf viel Freude an Sport und Bewegung gehabt. „Mit dem Skifahren begann ich mit drei Jahren, im Winter war immer Skifahren angesagt und im Sommer Fußball. Wichtig ist, dass die Eltern dahinter stehen. Eines ist sicher, man kann Kinder nicht zwingen. Eltern sollen sich aber im Klaren sein, dass Sport enorm bildet. Kinder lernen schon früh mit Niederlagen und Siegen umzugehen. Sport fördert mentale Stärke, Ehrgeiz und Disziplin. Sportler gehen zudem viel gesünder durchs Leben, finden leichter Freunde und haben später auch soziale Vorteile. Man tut den Kindern nur Gutes, wenn man sie zum Sport bringt.“ Gesund leben Gesundheit für jedermann Die Trendsportart Golf erlebt momentan ihren zweiten Frühling. Längst schon gilt das Spiel mit dem Ball nicht mehr als elitäre, kostspielige Tätigkeit für ältere Herren, sondern vielmehr als DIE Sportart für jedermann. Ob jung oder alt, ob sportlich oder untrainiert, die Anhängerschaft und Begeisterung steigt von Jahr zu Jahr. Und dies ist durchaus verdient. sicher macht die Tatsache, dass der Golfspieler sich stundenlang in der frischen Luft aufhält und kilometerweit in herrlicher Landschaft unterwegs ist, den Sport sehr attraktiv. Doch gleichzeitig ist Golf auch eine Herausforderung für Technik, Taktik, Ausdauer und Psyche und erfordert ein nahtloses Zusammenspiel zwischen der körperlichen Beweglichkeit, der Ausdauer und der Konzentrationsfähigkeit. Denn anders als manch Nicht-Golfer vielleicht glauben möchte, wirkt sich der Sport sogar in hohem Maße auf die körperliche und geistige Fitness aus. Golf für die Fitness Eine deutsche Sportakademie hat die zahlreichen positiven Auswirkungen des Golfens in mehreren Studien untersucht und zeigt auf, was die Sportart für unsere Gesundheit tut. Hier einige Beispiele dazu: • Fettverbrennung: Der Spieler benötigt für eine 18-Loch-Runde im Schnitt vier bis sechs Stunden und läuft bis zu neun Kilometer. Dabei sind mehr als 100 Muskeln im Einsatz, mit der Folge, dass bis zu 1200 Kalorien verbrannt werden. Die niedrige, aber konstante Belastung unter freiem Himmel kurbelt zusätzlich den Kreislauf an. Da man meist im hügeligen Gelände mit einigen Kilos an Ausrüstung unterwegs ist, ist sogar ei- ne Pulsfrequenz mit bis zu 150 Schlägen pro Minute keine Seltenheit. • Muskelaufbau: Nicht nur das Laufen, sondern auch der Abschlag, trägt zum Muskeltraining bei. Beim korrekten Spiel sind nämlich 124 von den insgesamt 434 Muskeln unseres Körpers von Kopf bis zum Fuß in Spannung und werden so regelmäßig trainiert. • Mentales Training: Zum einen wird durch die Entspannung und Bewegung in der freien Natur der Alltagsstress stark abgebaut, zum anderen verlangt das Golfspielen eine hohe mentale Stärke. Die nötigen Erfolge können nämlich nur durch Selbstkontrolle, Ruhe und Ausgeglichenheit erzielt werden. Ohne die nötige Konzentration rollt der Ball nämlich nicht ins Loch. schmerzfreies spiel Doch wie bei jeder Sportart, sollte man sich nicht einfach ohne Grundkenntnisse an das Spiel heranwagen. Denn auch das Golfen birgt seine Risiken in sich. Fehlerhafte Technik und übermäßiges Training kosten den Spieler nicht nur die wünschenswerten Effekte für die Gesundheit, sondern können auch zu chronischem „Golfer-Ellenbogen“ oder zu einer „Golfer-Schulter“ sowie zu Problemen im Bereich Hand, Handgelenk und unterem Rücken führen. Daher gilt es als Grundregel, sich nur mit einem ausgebildeten Golflehrer an den Sport heranzutasten, sowie das Auf- und Abwärmtraining bei jedem Spiel zu berücksichtigen. So schafft sich jeder Neuling und Fortgeschrittene die beste Basis für schmerzfreien Spielspaß bis ins hohe Alter. 03/2011 71

© 2017 Weinbergweg 7 | 39100 Bozen | MwSt.-Nr.: IT00853870210 | Tel. 0471 081 561 | Fax 0471 081 569 | info@mediaradius.it