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Golf & more 2011

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p a g i n i e r u n g 15

p a g i n i e r u n g 15 Jahre GC Passeier Meran 15 Jahre sind in der Geschichte eines Golfplatzes eigentlich keine Zeit. Doch was sich im Passeier in diesen anderthalb Jahrzehnten vollzogen hat, ist eigentlich unglaublich. Aus einstigen Gegnern wurden passionierte Golfer, das ganze Tal steht jetzt hinter diesem damals so umstrittenen Projekt. Das milde Klima, welches von Meran bis ins Passeiertal reicht, ermöglicht eine sehr lange Spielzeit. In diesem Jahr konnte bereits am 12. Februar eröffnet werden. Normalerweise beginnt die Saison im Golfclub Passeier Meran Anfang März und dauert ununterbrochen zehn Monate lang. Doch bieten es die Witterung und die Platzverhältnis- Präsidentin: Ingrid Hofer Vizepräsident: Siegfried Zwick Ehrenpräsident: Karl Pichler Clubsekretär: Georg Blaas Geschäftsführung: Karl Pichler Head Pro: Gordon Hume Head Greenkeeper: Klaus Gufler se an, wird der Terminkalender sehr flexibel erweitert. Die Wünsche der Spieler finden im Club immer ein offenes Ohr. Vor allem die sehr aktiven Senioren würden gerne übers ganze Jahr Golf spielen und dürfen dies auch, wenn das Wetter es zulässt. Gespielt wird bis zum ersten Schnee auf ei- nem der schönsten Plätze des alpinen Raumes. „Es gibt nichts mehr auszusetzen!“ Die Anlage strahlt einen unvergleichbaren Charme aus, besticht durch ihre landschaftlichen Reize und bietet zu jeder Zeit einen Parcours in exzellentem Zustand. Die kurze Schließzeit wird intensiv genutzt, um zu Saisonbeginn eine perfekte Anlage präsentieren zu können. Dazu gehören vor allem die Pflege der Greens, landschaftsgärtnerische Arbeiten an den Außenanlagen und die Instandhaltung der Gebäude. Auch in diesem Jahr wurden einige Arbeiten ausgeführt. So wurde ein Bunker geschlossen, ein Tee verlegt. Am Samstag, den 12. Februar, öffnete sich erstmals die berühmte Schranke auf Loch 1 zum Start in die neue Saison. Ehrenpräsident und Besitzer Karl Pichler, ohne den dieser Golfplatz sicher nie zur Realität geworden wäre, kann sich endlich gelassen zurücklehnen: „Der Platz ist in bestem Zustand. Er ist perfekt, es gibt nichts mehr auszusetzen! Alle Verbesserungen wurden in den vergangenen Jahren abgeschlossen, jetzt wächst und gedeiht alles von allein und benötigt nur regelmäßige Pflege“, betont der agile Geschäftsmann, der zwar den Vorstandsposten vor Jahren offiziell aus der Hand gegeben hat, aber immer noch die Geschicke des Clubs aufs Genaueste beobachtet. Die Qualität eines Platzes entscheidet über seine Zukunft, deshalb wurde in den 15 Jahren des Bestehens sehr viel investiert, nicht nur finanziell, sondern vor allem Zeit, Kampfgeist, Überzeugung und Herzblut. Nur ganz große Idealisten hatten vor zwei Jahrzehnten eine Vision, die sie unbedingt verwirklicht sehen wollten. Die Idee und der schwere beginn Etwas spät hatte der Golfboom Anfang der 90er Jahre auch Südtirol erreicht. Liebhaber des Sports sahen die Chance, auch hier in landschaftlich schönen Gebieten Golf spielen zu können. Vor allen in wirtschaftlich unterentwickelten Zonen, wo die Landwirtschaft noch den Großteil der Bevölkerung ernährte, war es eine echte Chance, den Tourismus anzukurbeln. Idyllisch und friedlich liegt das Passeiertal. So ist das auch heute noch. Wer könnte sich jetzt noch vorstellen, dass hier vor 20 Jahren ein regelrechter „Golf-Krieg“ ausgebrochen war? Die so ruhigen Passeirer äußerten sich TARIFE 2011 Greenfee 18 Loch: 75 € Ermäßigung Mitglieder Golfclubs Trivento: 20 % Ermäßigung Gäste Gründerhotels: 25 % Ermäßigung Jugendliche bis 18 Jahre: 50 % Driving Range: gratis Jahresbeitrag Erwachsene: 1595 € Jahresbeitrag Kinder bis 10 Jahre: 100 € Jahresbeitrag Jugendliche bis 15 Jahre: 200 € Jahresbeitrag Jugendliche bis 18 Jahre: 400 € Jahresbeitrag Jugendliche bis 20 Jahre: 650 € kaum öffentlich, aber so richtig überzeugt war keiner von der Notwendigkeit eines Golfplatzes. Die Argumentation gegen das Projekt war groß, man fuhr mit schweren Geschützen auf: „Was würde wohl ein Südtiroler empfinden, zu Gast in England etwa, träfe er dort – ihm zuliebe – auf Jodler und Speckknödel? Befremden!“ steht es unter anderem in der „Dolomiten“ vom 26.11.1991 zu lesen. Beim Diskussionsabend des Forum Passeier am 11. Dezember 1991 hieß es: „Wird nicht auch die Landschaft verändert? Der Bauer gilt als Träger der Tiroler Kultur. Welche Kultur vertritt er als Golfbauer?“ Die eigentliche Antriebsfeder für die Idee, nämlich die Nähe von Meran mit seinen Fremdenverkehrsstrukturen, eine geeignete Wiese in St. Leonhard und die Überzeugung der Initiatoren, durch den Golfplatz im Passeier eine touristische Aufwertung bewirken zu können, fruchteten am Anfang wenig. Die Heimatpfleger stempelten Golfplätze in der Südtiroler Bergbauernlandschaft als wesensfremd und völlig ungeeignet ab. Umweltgruppen, die Ortsbauernvertreter und Grünen warnten vor den Auswirkungen auf die Landschaft und Landwirtschaft, sahen Gefahren für Wasserver- und -entsorgung sowie hatten Zweifel über die Wirtschaftlichkeit. Unterschriften-Aktionen wurden gegen das Projekt gestartet. Doch auch die Befürworter kamen auf den Plan, vor allem Wirtschaftsverbände aber auch Gemeindevertreter sahen es als einmalige Chance. G o l f c l u b sechs Jahre bis zum ersten Loch „Heute ist es unvorstellbar, wie viele Hürden notwendig waren. Ich habe sechs Jahre gekämpft, bevor wir die ersten Löcher anlegen konnten“, erinnert sich Karl Pichler zurück. Mitte 1992 wurde das Vorhaben für die 9-Loch-Anlage nach wochenlangen schweren Auseinandersetzungen von der Golf GmbH vorerst zurückgezogen. Bereits im Oktober desselben Jahres wurde ein neuer Anlauf gestartet und ein Projekt für einen 18-Loch- Platz vorgelegt. Fünf Bauern wollten dafür 45 Hektar zur Verfügung stellen. Weiterhin geschah nichts. Erst 1993 setzte langsam ein Umdenken ein. Als jedoch im Dezember `93 ein neutrales Gutachten der Gemeinde mögliche Beeinträchtigungen für die Anrainer des Golfplatzes in der „Kellerlahn“ auflistete und die Fläche für 18 Löcher als zu gering einstufte, kehrte die Betreibergesellschaft wieder zu ihrem ursprünglichen Projekt einer 9-Loch-Anlage zurück. Ende Januar 1994 wurde endlich vom Gemeinderat von St. Leonhard b e s c h l o s s e n , den Bauleitplan für die Errichtung eines 9-Loch- Golfplatzes sowie mehrere Übungslöcherabzuändern. Kurz darauf wurde Ende Februar 1994 der Golf Club Passeier gegründet. Er zählte bereits rund 70 Mitglieder. Grundsteinlegung für den Golfplatz Am 4. Juli 1995 war es endlich soweit: In St. Leonhard in Passeier erfolgte die Grundsteinlegung für den Golfplatz Passeier Meran. Glücklich äußerte sich damals der Präsident der Golf GmbH, Karl Pichler: „Nach fast fünfjährigem Kampf und einigen Rückschlägen ist es endlich soweit!“ Sofort begann der Bau. Zunächst wurde die Oberflächengestaltung der 9-Loch-Anlage in Angriff genommen, der Bau des Clubhauses, der Driving Range sowie des Parkplatzes erfolgte später. Inzwischen hatte der Golfclub bereits 90 Mitglieder. „Heute haben wir seitens der Gemeinde jede Unterstützung, aber damals sah es ganz anders aus. Die kompletten Arbeiten wurden überwacht, ob ja die Abstände präzise eingehalten wurden und keine zu großen Erdbewegungen stattfanden“, berichtet der Ehrenpräsident. Finanziert wurde das rund drei Milliarden Lire teure Projekt ausschließlich mit Privatgeldern und durch Hotels aus dem Passeier. Damals kostete die einmalige Aufnahmegebühr 15 Millionen Lire zuzüglich 1,8 Millionen Lire Jahresbeitrag. Franz Pföstl 6 03/2011 03/2011 7 Der große Tag 14. Juli 1996. Das erste Mal wurde die neue Anlage vorgestellt. Die Gegner waren inzwischen fast verstummt. „Bereits während der Eröffnungsfeier

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