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Energie & Umwelt 2021

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26 AKTUELL Die Zukunft

26 AKTUELL Die Zukunft ist elektrisch Die Automobilindustrie befindet sich mitten in einem radikalen Veränderungsprozess. Der Klimaplan der EU- Kommission sieht vor, dass ab 2035 das Null-Emissions- Ziel bei Neuwagen gelten soll. Wohin die Reise geht, ist ziemlich klar, der Zeitplan aber auch bei Fachleuten höchst umstritten.

AKTUELL 27 Die EU setzt auf eine bekannte Devise: „Man muss das Unmögliche verlangen, um das Mögliche zu erreichen.“ Über 90 Prozent sind aktuell noch mit einem Diesel oder Benziner unterwegs, nach wie vor ist der Verbrennungsmotor der mit Abstand beliebteste Antrieb am Markt. Verbrennungsmotoren waren noch nie so ausgereift und gut wie heute, während E-Autos noch eine sehr lange Strecke zurücklegen werden müssen, um diese technologische Reife zu erlangen. Wenn man sich nämlich die Gesamtenergiebilanz ansieht, also von der Rohstoffbeschaffung über die Herstellung bis hin zur Entsorgung, schneiden E-Autos im Vergleich zu Verbrennern deutlich schlechter ab. Und das wird auch noch eine Zeit lang so bleiben. Verbrenner werden E-Technologie überleben Dazu passt auch die Aussage eines Porsche-Ingenieurs, wonach der heutige Verbrennungsmotor die heutige Technologie der Elektro-Autos bei Weitem überleben werde. Die Betonung liegt auf „heutige“! Die Zukunft des Autos wird elektrisch sein. Nur wird der Übergang eben nicht ganz einfach werden, wie das bei jedem anderen radikalen technologischen Wandel auch ist. Das E-Auto der Zukunft wird keines sein mit einer Batterie an Bord, die mehrere Hundert Kilo wiegt. Es wird ein elektrisches Auto sein, aber die Speicherung der Energie wird über Wasserstoff oder andere Technologien erfolgen. In der heutigen Zeit besteht die Gefahr, dass Käufer immer auf das nächste, sehr viel bessere Modell warten und den Neuwagenkauf trotz staatlicher Förderungen immer wieder aufschieben. Die Autohersteller wissen das auch und versuchen, wie man etwa in Deutschland sieht, E-Autos vor allem über Leasingangebote abzusetzen. So kann man als Konsument ein E-Auto fahren, ohne es tatsächlich zu besitzen und sich anschließend mit der Frage beschäftigen zu müssen, wie man es zu einem halbwegs vernünftigen Preis am Gebrauchtwagenmarkt absetzen kann. Automobilhersteller müssen derzeit viele Milliarden Euro in die Entwicklung der E-Mobilität investieren. Diese Investitionen müssen über das laufende Geschäft finanziert werden. Keiner kann es sich leisten, mit dem Marktstart so lange zuzuwarten, bis die Technologien tatsächlich ausgereift sind. Hybrid hat keine Zukunft Technisch betrachtet, sind Hybride ein völliger Nonsens. Man führt im Grunde zwei Antriebstechnologien mit. Das Zusatzgewicht liegt bei 200 bis 300 Kilogramm je Fahrzeug. Hybride wurden zu Beginn in Asien, vor allem in China, entwickelt, weil dort der Verkehr in den Ballungszentren für Verbrennungsmotoren gesperrt werden wird. Dieses Verbot soll jedoch nicht für E-Autos und Hybride gelten. Vor diesem Hintergrund macht die Hybrid-Technologie aus rein praktischer Sicht schon Sinn. Hybride sind eine Pseudolösung bis zum Zeitpunkt, an dem es bessere Lösungen geben wird – und das wird schon bald der Fall sein. Das Auto verliert an Bedeutung Die Gesellschaft wandelt sich gerade. Kaum einen jüngeren Menschen interessiert es heute noch sonderlich, ob sein Fahrzeug besonders schnell ist, viel Leistung hat und seinen Status entsprechend ausdrückt. Das Fahrzeug ist ein Mittel der Fortbewegung. Die Menschen überlegen sich vorher, wie und mit welchem Verkehrsmittel sie wohin kommen. Unnötige Fahrten mit dem Auto werden vermieden. Wenn der Stellenwert des Autos sinkt, steht der Komfortaspekt auch nicht mehr so im Mittelpunkt. Der technologische Wandel im Automobilbereich geht also Hand in Hand mit einem geänderten Mobilitätsverhalten vonseiten der Menschen.

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