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Energie & Umwelt 2016

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INFO-PR 12

INFO-PR 12 05/2016 INFO-PR Kraftwerk St. Anton Eisackwerk: Mühlbach, St. Anton und ... ? Wenn es um die Planung von Wasserkraftwerken geht, so ist nicht nur in Südtirol der Name Eisackwerk gleichzusetzen mit neuen Ideen, Innovation, umweltbewusster Planung und technisch sauberen Lösungen. Beim Projekt in Mühlbach wurden ganz neue Wege in der Planung und Ausführung von Wasserkraftwerken beschritten. Das Werk ist ein „Juwel im Berg“, und die Kavernenanlage wurde europaweit zur Pilgerstätte für Investoren, Pla- nungsbüros, Universitäten und E-Werk-Betreibern. Über 60 Delegationen aus aller Welt haben in den vergangenen zwei Jahren die Anlage in Mühlbach besucht. Das besondere Interesse galt dabei nicht nur der vertikalen Druckrohrleitung und der Anlage im Berg, sondern auch den Coanda-Sieben, es sind die größten im Alpenraum. Die unterirdisch verlegte Hochspannungsleitung trägt dazu bei, dass sich die gesamte Anlage besonders gut in die Landschaft einbettet. Abgesehen davon, dass seit der Inbetriebnahme der neuen Anlage die hässliche und wohl auch gefährliche Druckrohrleitung in

05/2016 13 Mühlbach der Vergangenheit angehört; so ganz nebenbei sei auch noch erwähnt, dass jährlich auf freiwilliger Basis ein Betrag von 200.000 Euro von den Kraftwerksbetreibern einer gemeinnützigen Organisation für das Gemeindegebiet Mühlbach und Vintl überwiesen wird. Damit kommt auch die soziale Ader der Investoren zum Vorschein, um besondere Härtefälle im Einzugsgebiet des Kraftwerkes zu lindern. „Wenn man uns nur gelassen hätte ...“ Abgesehen vom Projekt in Mühlbach gab es auch revolutionäre Pläne für den oberen Eisack, auf der Rienz, im Gadertal, im Münstertal und im Passeiertal für eine Jahresproduktion von insgesamt rund 700 Mio. kWh im Jahr. Der SEL und den Gemeinden Bruneck, Kiens, Vintl, Mühlbach, Rodeneck, Freienfeld, Franzensfeste, Vahrn, Brixen, Feldthurns, Enneberg, St. Lorenzen, Moos in Passeier, Glurns, Schluderns, Mals und Taufers im Münstertal wurden bis zu 86 % Beteiligung an den Kraftwerken gratis angeboten. Hellmuth Frasnelli und Karl Pichler sind überzeugt, dass sie allein mit ihrem leider abgewiesenen Projekt am Eisack inklusive Stausee Franzensfeste noch weit mehr Aufsehen erregt hätten. Dieser Plan hätte vorgesehen: • allen Anrainer-Gemeinden und dem Land kostenlos die Mehrheit am Werk zu übertragen; dies war auch bei allen anderen Projekten vorgesehen; • die Produktion umweltfreundlicher und erneuerbarer Energie um 230 Mio. kWh zu erhöhen; • den Stausee Franzensfeste nicht mehr für die Stromproduktion zu verwenden und ihn als Rückhaltebecken für Hochwasser zu adaptieren; • folglich einen wesentlichen Beitrag zum Hochwasserschutz für Brixen, Klausen und Trient zu ermöglichen (laut der vom Land ausgearbeiteten Studie „Stadt, Fluss, Land“ entstehen bereits bei einem 30-jährigen Hochwasser 180 Mio. Euro Schäden allein für die Stadt Brixen); • die schädlichen Stauseespülungen zu eliminieren; • jährliche Verminderung von CO 2 -Emissionen von rund 200.000 Tonnen. Nachdem, was die beiden Unternehmer mittlerweile realisiert haben, ist das absolut glaubwürdig. Auch aus heutiger Sicht und unter Berücksichtigung des Umweltaspektes wäre der Bau der Kraftwerke immer noch die beste Lösung für unser Land. Leider mit wenig Chancen auf eine nachträgliche Realisierung. Eisackwerk ist gleich Umweltschutz ... ... und Umweltschutz kostet Geld! Die komplette Erneuerung der Anlage St. Anton lassen sich die neuen Betreiber auch gehörig was kosten. „Wir gehen von einem Gesamt- Investitionsvolumen von etwa 55 Mio. Euro aus. Diese Summe ist deshalb so hoch, weil wir allein in den Umweltschutz mit dem Kavernen-Staubecken zusätzliche Kosten von etwa 23 Mio. Euro veranschlagen müssen. Wir nehmen mit unseren innovativen Ideen zu Gunsten von Umwelt und Nachhaltigkeit sehr viel Geld in die Hand“, argumentiert Karl Pichler. „Dazu kommt, dass wir als private Investoren dafür garantieren, dass in erster Linie Südtiroler Firmen und Lieferanten zum Zug kommen, was wiederum über direkte Steuern und Wertschöpfung dem Land zugute kommt“, beleuchtet Hellmuth Frasnelli noch den gesamtwirtschaftlichen Aspekt. Zusätzlich zu diesen Investitionen sind noch weitere Millionenbeträge in Form von Umweltgeldern, Konzessionsgebühren, Mietgeldern und Steuern fällig; insgesamt mehr als acht Mio. Euro pro Jahr. Alles in allem eine Win-Win-Situation für Betreiber und fürs Land. Das bestätigt zu 100 % der Aufmacher der Eisackwerk GmbH in ihrer Homepage, denn da heißt es: „Das Ziel von Eisackwerk ist die Projektierung und Umsetzung von sicheren, umweltfreundlichen und effizienten Kraftwerken. Die Unternehmensethik stellt die Sicherheit der Bevölkerung sowie den Schutz der Umwelt immer vor den Profit.“ Innovative Lösungen gehören entsprechend gefeiert: Darin haben Hellmuth und Karl schon Übung. Die Kavernenanlage von St. Anton Derzeit laufen beim Projekt St. Anton die Vorbereitungen auf die Bauarbeiten auf vollen Touren. Für die Anwohner der Talfer, für Fischer und Kanuten ist dann der gefährliche Schwallbetrieb der Talfer endgültig Vergangenheit. Dank eines 100.000 m³ fassenden Speicherbeckens im Berg wird bei Volllast ein Teil der Wassermenge in die Kaverne geleitet, und das Auffangbecken wird gefüllt. Wenn die Turbinen stillstehen, kann das Becken gleichmäßig entleert und das Wasser in die Talfer geleitet werden. „Auch diese Kavernenanlage wird nach Fertigstellung ähnlich wie in Mühlbach viele Fachleute aus der Branche anziehen“, davon ist Karl Pichler überzeugt.

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