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Eishockey 2021/22

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28 SPORT C |

28 SPORT C | 2021 AlpsHL: HC GHERDË INA Neue Mannschaft - alte Ziele Nach dem erstmaligen Erreichen des Viertelfinales in der Alps Hockey League herrscht beim HC Gherdëina valgardena.it Aufbruchstimmung. In Euphorie verfallen die „Furie“ aber nicht. Die Ziele bleiben dieselben – trotz oder gerade wegen eines neu zusammengewürfelten Teams. Zwei Siege in den Pre-Play-offs gegen die VEU Feldkirch hievten den HCG in der abgelaufenen Saison im 5. Anlauf erstmals ins Viertelfinale der länderübergreifenden Meisterschaft. Zwar war dort gegen Jesenice Endstation, dennoch grassierte im Grödner Tal nach zahlreichen Jahren der sportlichen Tristesse wieder das Eishockeyfieber. Mit diesem Rückenwind will der Traditionsverein auch diese Saison angehen und das letztjährige Ergebnis mindestens einstellen. Allerdings ist die Mannschaft, die die neue Spielzeit in Angriff nimmt, eine komplett andere als jene, die in der vorigen Saison zu überraschen wusste: Headcoach Joni Petrell, der Erwin Kostner im Jänner ablöste und mitverantwortlich für den Lauf der „Furie“ war, hat den Verein genauso wie Co-Trainer Santeri Matikainen verlassen. Auch Punktegarant Matt Wilkins und Torhüter Jacob Smith suchten eine neue Herausforderung. Darüber hinaus verließ Diego Glück seinen Heimatverein. Grund zur Besorgnis? Nicht für HCG- Präsident Walter Ploner: „Natürlich war es sehr schade, dass uns die Trainer, Smith, Wilkins und Glück verlassen haben. Besorgt sind wir deswegen aber nicht.“ Den ehemaligen Torhüter freue es, dass die beiden Letztgenannten den nächsten Karriereschritt gemacht haben. Auf der Trainerbank hat weiterhin ein Finne das Sagen Ploner hat sich gemeinsam mit dem Vorstand um Sportdirektor Franz Kasslatter nach adäquaten Nachfolgern umgesehen, die „in die Mannschaft passen“. Eine große Rolle hatte dabei Neo-Coach Hannu Järvenpää, der zunächst ohne Co-Trainer die Geschicke leiten wird. Der frühere NHL- Spieler bringt jahrelange ICEHL- und DEL2-Erfahrung mit nach Gröden und kann getrost als Königstransfer bezeichnet werden. „Seine Referenzen waren beinahe zu gut“, betont Ploner. Erst nach vielen Gesprächen sei es gelungen, den 58-jährigen Finnen nach Wolkenstein zu lotsen. „Järvenpää ist ein hervorragender Trainer“, beschreibt der Präsident seinen neuen Übungsleiter. Dieser habe prompt die Zügel in die Hand genommen und sich tatkräftig in die Kaderplanung eingebunden. „Sein Wort hat natürlich Gewicht“, sagt Ploner, der sich mit Kasslatter lange Zeit ließ, um alle Ausländerpositionen zu besetzen. „Ob wir die richtigen Entscheidungen getroffen haben, werden wir sehen.“ Gegründet 1927 HC Gherdëina Präsident Walter Ploner Stadion Pranives-Stadion Größter Erfolg 2000 Zuschauer 4 Mal Italienmeister (zuletzt 1980/81) HC GHERDËINA ASD Nivesstraße 17 39048 Wolkenstein Tel 335 8342348 Fax 0471 794409 info@hcgherdeina.com www.hcgherdeina.com Hannu Järvenpää -Infografik: M. Lemanski

AlpsHL: HC GHERDË INA SPORT C | 2021 29 Colin Furlong ist der Nachfolger von Jacob Smith Weil sich der Abgang von Jacob Smith zum Liga-Rivalen aus Klobenstein schon nach dem Ende der letzten Saison abzeichnete, vergeudeten die Ladiner keine Zeit, um alle Hebel in Bewegung zu setzen und sich die Dienste von Colin Furlong zu sichern. Der in Südtirol heimisch gewordene Rechtsfänger hütete in den letzten 3 Spielzeiten das Tor des HC Pustertal, fand nach dessen ICEHL- Aufstieg aber keinen Platz mehr bei den „Wölfen“. Jetzt soll der wertvollste Spieler der abgebrochenen Corona-Saison 2019/20 die große Lücke stopfen, die Smith mit seinem Colin Furlong Abgang aufgerissen hat. Mit dem 20-Jährigen Paul Hofer drängt sich hinter dem Kanadier ein talentierter Backup auf. Er tritt das Erbe von Leo Kostner an, der nach einem chirurgischen Eingriff für einige Zeit ausfällt. Der Slowene Maks Selan ist der neue Abwehrchef Auch in der Defensivabteilung präsentiert der HCG einen neuen Mann: Maks Selan soll künftig die in den letzten Jahren schmerzlich vermisste Stabilität vor dem eigenen Tor herstellen und dazu seine unbestrittenen Offensivqualitäten entfalten. Der 32-Jährige aus Jesenice hat in 107 Spielen in der AlpsHL, die er für Olimpija Laibach, Zell am See und Mailand bestritt, 88 Skorerpunkte gesammelt. Zuletzt hat Selan, der auch 149 Spiele in der ICEHL bestritten hat, in der ungarisch-rumänischen Erste Liga bei UTE Budapest seine Brötchen verdient. Der Nachfolger von Ondrej Nedved gilt als cleverer Puckverteiler, der mit einem satten Schuss ausgestattet ist. Maks Selan Neben Selan baut Järvenpää auf die Klasse von Christian Willeit. Der robuste, zweikampfstarke Verteidiger geht in seine 4. Saison mit den „Furie“, bei denen er längst zum Führungsspieler herangewachsen ist. Der Pusterer geht auf und abseits der Eisfläche voran und fördert die Entwicklung der vielen jungen Defensivkräfte. Und er spult trotz seiner 34 Lenze unzählige Meter und Minuten ab. Diese Qualitäten machen Willeit zu einem unverzichtbaren Baustein im HCG-Defensivkonstrukt. In diesem sind Kapitän Joel Brugnoli, der angesichts der großen Fülle an Verteidigern auch im Sturm eingesetzt werden könnte, Patrick Nocker, Tim Linder, Michael Sölva sowie Julian Senoner ebenfalls fest eingeplant. Das Prunkstück ist die Offensivabteilung Erwies sich die HCG-Defensive in den letzten Jahren als notorischer Schwachpunkt, so war der Angriff das perfekte Gegenteil. Angeführt von Michael Sullmann, Brad McGowan und Matt Wilkins Brad McGowan brachte die Offensive die gegnerischen Abwehrreihen immer wieder in große Bedrängnis. Nach 2 Jahren des Zusammenspiels wurde dieses Trio jedoch gesprengt, da Wilkins zur neuen Saison zu Winterthur in die zweithöchste Schweizer Spielklasse wechselte. „Das ist natürlich schade“, findet Sullmann: „Wir haben 2 Jahre miteinander gespielt und immer geliefert. Aber so ist nun einmal der Sport.“ Der 28-Jährige geht wie Willeit in seine 4. Saison mit den Ladinern. Dabei hatte es nach einer weiteren starken Saison (51 Punkte in 40 Spielen) nicht an Angeboten gemangelt. „Die Entscheidung, wieder zuzusagen, war eine einfache“, erklärt der Außenstürmer. Er verstehe sich mit der Vereinsführung blendend und könne sich „gut mit der Ideologie des Vereins identifizieren“, erzählt Sullmann. Dessen kongenialer Sturmpartner McGowan, der in der letzten Saison zum wertvollsten Spieler der AlpsHL gekürt wurde, hat seinen Vertrag ebenfalls verlängert. An Stelle von Wilkins wurde der erfahrene Ville Korhonen verpflichtet. Der 34-Jährige hat mehr als 700 Spiele in der höchsten finnischen Spielklasse absolviert und das Zeug, in die Fußstapfen von Wilkins zu treten. Das glaubt auch Sullmann: „Ich habe vollstes Vertrauen in die Vereinsführung, dass sie einen geeigneten Ersatz gefunden hat.“ Der Finne stand zuletzt beim HK Dukla Michalovce in der höchsten Liga der Slowakei unter Vertrag. Zuvor schnürte der Flügelstürmer seine Schlittschuhe unter anderem für die Schwenninger Wild Wings (DEL) und den Villacher SV in der ICEHL. Die weiteren Neuigkeiten im Grödner Sturm betreffen die Abgänge von Joonas Niemelä, Diego Glück und Patrick Tomasini. Der im Winter zum HCG gestoßene Finne zeigte sich nach seinem beeindruckenden Intermezzo bei den „Furie“ (23 Punkte in 17 Partien) wechselwillig und heuerte beim MEC Halle in der

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