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Eishockey 2011/12

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20 für eine tolle

20 für eine tolle Stimmung sorgt, beheimatet. Auf der Südtribüne fanden die Pusterer Anhänger damals auf einer unkonventionellen Eisenkonstruktion Platz, die heute noch an der Westseite des Stadions ihren Dienst verrichtet. Überdachung dauert knapp zehn Jahre Im Herbst 1976 wurde die erste elektronische Uhr installiert. Der nächste Akt begann dann im Jahr 1981: Der damalige Präsident Pepi Schmidhammer war der Überzeugung, dass eine Überdachung der Anlage unerlässlich war. Das „Dachl“ war dann ein Kapitel für sich: Bis zur Eröffnung im November 1990 gab es abgesagte Spiele, reihenweise Rücktritte entnervter Vereinsfunktionäre, politische Machtspiele und unzählige Gemeinderatsversammlungen mit ebenso vielen Abstimmungen. Als die Auflösung des Vereins oder zumindest der Zwangsabstieg in die Serie B bevorstand, ging es um die Frage: Sollte ein Neubau einer Eishalle an anderer Stelle errichtet werden, oder sollte die Überdachung am alten (umstrittenen) Standort durchgeführt werden? Trotz Parkplatzproblemen und komplizierter Verkehrsanbindung musste der EV Bruneck für das „Dachl“ plädieren, obwohl ein Neubau am Stegener Marktplatz bereits damals als logischste Lösung schien. Die Überdachung wurde bereits bei Baubeginn als Übergangslösung bezeichnet; davon waren die Gemein- SPORT Die Toiletten in der Leitner-Solar-Arena sind nicht mehr zeitgemäß. S t a d i o n B r u n e c k deväter und auch die Eishockeybewegung im Pustertal vor nunmehr 20 Jahren überzeugt. 1996 wich die Eisentribüne auf der Südseite einer Betontribüne. Darunterliegende Umkleidekabinen behoben die eklatante Platznot für Spieler, Trainer, Betreuer und Schiedsrichter. 2005 wurde das Stadion mit neuen Banden und einer neuen Lichtanlage ausgestattet. Zudem wurde der Osttrakt mit Maschinenraum und Kabinen erneuert. 2011 wurde die längst überfällige Pressetribüne gezimmert. Der letzte Akt der schier unendlichen „Flickerei“ erfolgte im heurigen Sommer, als die jahrzehntealten Bäume beim Eingangsbereich auf der Westseite gefällt wurden und der löchrige Zaun repariert wurde. Obwohl im vergangenen halben Jahrhundert viel „gebastelt“ und „geflickt“ wurde, kann die Leitner-Solar-Arena keinesfalls als modern und zeitgemäß bezeichnet werden – allerdings auch nicht als überholt und untauglich. Bei all jenen, die erstmals das auf den Seiten offene Stadion betreten, kommen „Old Time Hockey-Gefühle“ auf. Man atmet praktisch Eishockey ein. Die alten Gemäuer erzählen ihre eigene Geschichte. Der Zuschauer ist auf Du-per-Du mit den Spielern und steht Körper an Körper neben seinem Nachbarn. Sitzplätze gibt es nicht. In ganz Europa muss man wohl umsonst nach einem zweiten Stadion suchen, das eine Erstliga-Mannschaft beheimatet und keine Sitzplätze hat. Und auch sonst wird es auf dem alten Kontinent wohl kaum noch ein so altes „Relikt“ geben. Die Toiletten sind zu klein und herunter gekommen. Der Gästesektor ist kaum abtrennbar. Ehemalige Dienstwohnung des Eismeisters dient als vIP-raum Als VIP-Raum muss die ehemalige Dienstwohnung des Eismeisters herhalten: Komfort sieht anders aus. Der selbst gemachte Glühwein gehört zur Eintrittskarte dazu, wie der Schal, um sich gegen die eisige Kälte zu schützen. Schließlich liegen die Temperaturen oft weit unter der Null-Grad-Grenze. Die Fans nehmen das alles in Kauf und strömen seit Jahren in Scharen ins Stadion, das sie nicht immer fassen kann; die unnachahmliche Atmosphäre steht im Vordergrund. Auch bei den Spielern, die sich von den euphorischen und lautstarken Anhängern zu Höchstleistungen peitschen lassen. Bei vielen Gegnern ist die veraltete Struktur aufgrund der herrschenden Stimmung längst zum Lieblingsstadion geworden. Trotz Kultstatus ist ein neues Stadion – eine richtige Arena – in Bruneck unumgänglich. Bereits vor zwei Jahren hatte es den Anschein, als würde schon bald gebaut werden. Den guten Willen gibt es noch heute. In der Gemeindestube herrscht breiter Konsens was einen Neubau betrifft. „Wir versuchen im Rahmen der Vertragsurbanistik eine passende Fläche für ein neues Eisstadion zu bekommen. Sobald diese Grundlage geschaffen ist und die finanziellen Mittel vorhanden sind, kann mit einem Neubau begonnen werden“, versichert Brunecks Bürgermeister Christian Tschurtschenthaler. p a g i n i e r u n g ritten Sport: Es kann nur besser werden Ritten Sport Renault Trucks will das vergangene „Seuchenjahr“ schnell vergessen. Nach dem überraschenden Viertelfinal-Aus gegen den HC Valpellice wollen die „Rittner Buam“, die zuvor vier Mal in fünf Jahren ins Finale eingezogen waren, in diesem Winter wieder vorne mitmischen. Weil in der vergangenen Saison eigentlich alles schief gelaufen ist, kann es nur mehr besser werden. „Es war eine enttäuschende, aber sehr lehrreiche Saison. Wir wollen dieses Mal die vielen zuletzt gemachten Fehler vermeiden“, gibt sich Präsident Thomas Rottensteiner kämpferisch. In Klobenstein wagt man einen Neuanfang. Von den letztjährigen Ausländern wurde mit Dan Tudin nur einer bestätigt. Aushängeschild Roland Ramoser zog einen Schlussstrich unter seine einzigartige Karriere. Ursprünglich wollte Ritten mit nur sechs Ausländern in die Meisterschaft starten. Weil Luca Ansoldi aber um Vertragsauflösung bat, sah sich der Vorstand gezwungen, einen siebten Transferkartenspieler unter Vertrag zu nehmen. Der Rittner Vorstand hat sehr früh mit den Planungen begonnen. Als erstes wurde bereits Ende März Greg Holst als neuer Trainer verpflichtet. Der 57-jährige Austrokanadier kann als Spieler elf Einsätze für die New York Rangers in der NHL vorweisen. 1978 kam Holst zum EV Innsbruck. Am Fu- ße des Patscher Kofels, wo er elf Saisonen bestritten hat, ist Holst längst eine Legende: Sein Trikot mit der Nummer 14 hängt unter dem Stadiondach und wird nicht mehr vergeben. „alpenvulkan“ Greg holst 1997 kehrte Holst nach Österreich zurück und begann bei Wattens in der Regionalliga seine Trainerkarriere. Zudem betreute er den Innsbrucker Ritten Sport in Zahlen Gegründet: 1933 Kontakt: ASV Ritten Sport Zaberbach 15 39054 Klobenstein Telefon 0039 0471 358071 Fax 0039 0471 358861 hockey@rittensport.it www.rittensport.it Trikots 2011/12 Präsident: Thomas Rottensteiner Rottensteiner Nachwuchs, die Unter-18- und Unter- 20-Nationalmannschaft und war im österreichischen Nationalteam Assistenztrainer des allzu früh verstorbenen Ron Kennedy. In der Saison 2002/03 heuerte Holst in Villach an, wo er sechs Jahre lang tätig war. 2006 gewann er mit dem VSV den Meistertitel und stand drei Mal im Finale. Holst legt großen Wert auf Kondition und Disziplin. „Kondition ist die Voraussetzung für einen erfolgreichen Serie-A-Teilnahmen: 17 Spiele: 684 Siege: 300 Unentschieden: 46 Niederlagen: 338 Torverhältnis: 2467:3624 Größter Erfolg: Vier Mal Vize-Italienmeister (zuletzt 2009/10) Stadion: Arena Ritten (Fassungsvermögen 1200 Zuschauer) Höchster Heimsieg: 12:2 gegen HC Pustertal (14. 12. 1977) Höchster Auswärtssieg: 12:4 gegen Valpellice (2. 2. 1977) Höchste Heimniederlage: 2:11 gegen Gröden (11. 11. 1997) Höchste Auswärtsniederlage: 0:14 gegen Alleghe (3. 2. 1988) Torreichstes Heimspiel: 14:5 gegen HC Pustertal (15. 2. 1978) Torreichstes Auswärtsspiel: 9:9 gegen Asiago (21. 1. 1976) -Infografik: J. Markart/Foto: „D“/Kurt Platter SPORT 21

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