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CityClinic 2018

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6 Juni

6 Juni 2018 cityclinic Von Ärzten für Ärzte und ihre Patienten Dr. Bernhard Rainer ist der Präsident des Verwaltungsrates der CityClinic. Der Anästhesist, der im Fachgebiet auf Notfallmedizin, Schmerztherapie und Akupunktur spezialisiert ist, war mit federführend bei der Realisierung dieses ehrgeizigen Projektes: sieben Fachärzte, die ihre Idealvorstellung einer Privatklinik in die Realität umgesetzt haben. > Radius: Sie haben zusammen mit Ihren Kollegen in Zeiten einer wirtschaftlichen und politischen Krise mit der Gründung und dem Neubau einer Klinik einen mutigen Schritt gewagt. Bernhard Rainer: Wir hatten ein Konzept, das uns überzeugt hat, und ein Projekt mit einer Vorgeschichte. Wir sind eine Gruppe von Privatärzten, die schon lange gemeinsam erfolgreich arbeiten und die an unterschiedlichen Standorten mit privaten Betreibern zusammengearbeitet hatten. Aber wir haben alle die ähnliche Erfahrung gemacht, nämlich, dass wir uns dort nicht so einbringen konnten, wie wir wollten. Wir sind fast alle im selben Alter, das heißt jung genug, um dieses Risiko auf uns zu nehmen und mit noch mindestens 20 bis 25 Arbeitsjahren vor uns, sodass sich eine solche Investition auch lohnt. > Radius: Und so haben Sie sich Ihren eigenen, idealen Arbeitsplatz konstruiert? B. Rainer: Wir haben eine Klinik von Kopf bis Fuß selber auf die Beine gestellt. Wir sieben Ärzte sind tagelang zusammen an der Planung gesessen, haben Arbeitsabläufe perfektioniert, haben uns unseren eigenen Arbeitsraum gezeichnet, und wir haben zusammen mit unseren Technikern unser Ideal von einem chirurgischen Fachzentrum zu Papier gebracht. > Radius: In den letzten Jahren hat sich zunehmend das Profil der Patienten geändert … B. Rainer: Die Privatmedizin hat sich in den letzten Jahren immer mehr etabliert. Weil die Menschen gesundheitsbewusster sind, sich das auch etwas kosten lassen, und die Patienten gesund älter werden. Heute kann man einem 85-Jähriger noch ohne Bedenken eine neue Hüfte einsetzen. Die öffentliche Sanität tut sich da oft schwer mitzuhalten, und nicht alle sind bereit, sich auf längere Wartezeiten einzulassen. Wir sind eine sinnvolle Ergänzung zur öffentlichen Sanität. > Radius: Nach welchen Kriterien haben Sie Ihre Partner ausgesucht? B. Rainer: Qualität! Wir haben nach Ärzten gesucht, die allen Qualitätskriterien ihres Fachgebietes entsprechen und die ihre Patienten von A bis Z versorgen, und nicht Wanderärzte, die ein oder zwei Tage da sind und sich nach dem Eingriff nicht weiter um den Patienten kümmern können. > Radius: Im Sinne von: Der Privatpatient hat das Recht auf einen Rundum-Service? STM Sistemi Tecnologie Medicali S.r.l. fertig und installiert Geräte und Zubehör für den Vertrieb von medizinischen Gasen in öffentlichen und privaten Kranken häusern in Italien und im Ausland. STM Sistemi Tecnologie Medicali S.r.l bietet einen Kunden- und Wartungsdienst an. Via dell’Informatica, 7 • Gaggiano Zona Ind. Vigano 20083 (MI) • Tel. 02/90843021 • Fax 02/90843022 • info@stmmedicali.eu

cityclinic Juni 2018 7 B. Rainer: Genau. Wir sind Privatärzte und sehen uns nicht als reine Dienstleister. Wir wollen unsere Patienten persönlich und lückenlos vor, während und nach dem Eingriff betreuen und nicht nur während der wenigen Stunden der Operation. > Radius: Es verwundert ein wenig, dass die Anästhesisten zusammen mit den Orthopäden zahlenmäßig am stärksten vertreten sind – Sieben Anästhesisten wie auch sieben Orthopäden. B. Rainer: In anderen Ländern ist die Privatanästhesie gang und gäbe. Hierzulande ist man das noch weniger gewöhnt. Der Patient gibt sich dem Anästhesisten ganz in die Hand, er vertraut ihm seine vitalen Funktionen an – umso besser, wenn das auf der Basis eines Vertrauensverhältnisses erfolgen kann. > Radius: Anästhesie und Notfallmedizin sind ja auch weit mehr, als einen Patienten in Tiefschlaf zu versetzen … B. Rainer: Die Anästhesie hat in den letzten Jahren auch immer stärker in der Schmerztherapie an Bedeutung gewonnen, und zwar nicht nur unmittelbar postoperativ – Chronische Schmerzpatienten mit Neuralgien, Rückenschmerzen, Schulterschmerzen, um nur einige Beispiele zu nennen. > Radius: Sie selbst sind auch Experte für Akupunktur, ein Kollege von Ihnen, Dr. Meinhard Kritzinger, für Tropen medizin. B. Rainer: Unser Fach ist sehr breit gefächert. Wir sind einerseits natürlich Schulmediziner, das heißt, wir wenden hochmoderne Geräte an und bedienen uns invasiver Techniken wie der ultraschallgesteuerten Regionalanästhesieverfahren, aber wir verwenden unterstützend auch Methoden der Komplementärmedizin. > Radius: Gerade für einen Anästhesisten und Notfallmediziner ist die Fortbildung, das ständige Training, sehr wichtig, um die Kompetenz bei komplexen Krankheitsbildern zu erhalten. Ist das in einer privaten chirurgischen Struktur überhaupt möglich? B. Rainer: Wir, Anästhesisten, arbeiten im Team nach einem Rotationssystem, und das ermöglicht uns, auch woanders, u. a. auch in öffentlichen Krankenhäusern zu arbeiten. Das ist eine Win-win-Situation, die uns einerseits ermöglicht, unseren Beruf so auszuüben, wie wir es für richtig halten, und gleichzeitig unsere Kompetenzen und Fertigkeiten immer auf dem neuesten Stand zu halten. > Radius: Sie sind Präsident des chirurgischen Fachzentrums CityClinic, aber sie sind kein Chirurg … B. Rainer: Als Anästhesist habe ich einen großen Ein- und Überblick, was die Tätigkeiten in einer Operationsabteilung betrifft. Ich bin ständig mit dem gesamten Personal in Kontakt, ich habe sozusagen den Finger am Puls der Situation, höre von den Problemen, kann während der Arbeit Infos aufnehmen, arbeite mit allen chirurgischen Kollegen der unterschiedlichen Sparten zusammen.

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