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Bauen, Sanieren & Immobilien 2012

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themenbereich 28

themenbereich 28 01/2012 01/2012 29 aktuell Die Geschichte von KlimaHaus Im Mai 1996 wurde die Landesumweltagentur gegründet mit Leiter Walter Huber. Zum neuen Landesrat wird im Juli Michl Laimer ernannt. Seit Beginn war Laimers Augenmerk auf die Energie als eines der wichtigsten Zukunftsthemen gerichtet. Sein Ziel ist nach wie vor, das Thema der Energie zu einem zentralen Thema in Südtirol aufzubauen. Ein Beitrag von Walter Huber. Mit Hans Glauber, einem Vordenker in Sachen sauberer Energie und Verfechter eines solaren Zeitalters, wurden intensive Gespräche aufgenommen. Hinzugezogen wurde der Leiter der niedersächsischen Energieagentur Stefan Kohler, jetziger Leiter der DENA (Deutsche Energieagentur). Erste konkrete Gespräche wurden zwischen Laimer, Glauber, Kohler, Huber und Lantschner geführt, später auch mit den Südtiroler Bankinstituten. Wenn gute Ideen zum richtigen Zeitpunkt von den richtigen Menschen gesetzt werden, führen diese zum Erfolg. Die Idee Klimahaus war gut und wurde zum richtigen Zeitpunkt gestartet. Norbert Lantschner war die Triebfeder der Initiative, LR Michl Laimer und die Umweltagentur unterstützten das Vorhaben in vollem Umfang. Auch die Verbände wie LVH oder der Unternehmerverband begrüßten die Initiative. Im Jahr 2002 wurde das Konzept dann vorgestellt. Walter Huber, Promotor der KlimaHaus-Idee Enorme Preissteigerungen Die Preisentwicklung der fossilen Energien ab 2001-2003 haben geholfen die sinnvolle und intelligente Energienutzung ins Bewusstsein der Menschen zu rufen. Es war wichtig auf diesem Bewusstsein aufzubauen, die Idee des Klimahauses auf eine freiwillige Ebene zu stellen, nach Partnern aus der Wirtschaft Ausschau zu halten und sie zum Mitmachen zu überzeugen. Es wurde eine so genannte win-win-Situation geschaffen, die allen am Konzept Beteiligten einen Vorteil bringen würde: • dem Bauherrn die Aussicht, unabhängiger von den ständig steigenden Energiekosten zu werden und damit die Betriebsspesen niedrig zu halten; • dem Architekten das neue Konzept des Umgangs mit der Energie als einen wesentlichen Bestand seiner Planung zu machen; • dem Ingenieur, der die Haustechnik plant, ein interessantes neues Betätigungsfeld zu öffnen; • dem Handwerker, sei es vom Maurer bis zum Installateur, welche die neuen Techniken beherrschen müssen. Die Zertifizierung bringt dem Bauherrn die Garantie, dass die Mehrinvestitionen auch den erwarteten Erfolg garantieren. Gesetzliche Rahmenbedingungen Nach ungefähr zwei Jahren war dann die Zeit gekommen, das Konzept in einen gesetzlichen Rahmen zu stellen. Das Ressort Laimer bereitete ab 2004 die politische Integration des Themas Klimahaus vor, entsprechende Landesgesetze wurden erlassen, sie schufen die rechtlichen Voraussetzungen. Förderungen durch Beihilfen, aber vor allem durch nicht finanzielle Anreize in Form von Kubaturbonus usw. wurden geschaffen. Das Projekt Klimahaus wurde nicht durch gesetzliche Verordnungen gestartet, sondern hat durch Überzeugungsarbeit ein freiwilliges Mitmachen und Mitgestalten aktiviert. Verordnungen werden immer als Last und Bevormundung empfunden, was durch dieses Vorgehen nicht erfolgte. Die Erfolge des Konzeptes Klimahaus sind mit Sicherheit Norbert Lantschner und seinen Mitarbeitern zu verdanken, allerdings darf die volle Unterstützung durch Politik und Wirtschaft nicht unterschätzt werden. Die Einbindung von Firmen und Verbänden hat die wirtschaftliche Seite beflügelt. designed by Arch. Dietmar Fäckl Eine neue Verwaltung In letzter Zeit ist die Verwaltung der Klimahausagentur in die Kritik geraten, nicht weil der Verwaltungsrat mit Ressortdirektor Flavio Ruffini an der Spitze überreagiert hätte, sondern weil es dessen Aufgabe ist, auf die Einhaltung der gesetzlich festgelegten Verfahren und Prozeduren zu achten und sie einzufordern, denn hier waren schwere Mängel Flavio Ruffini, Verwaltungsratsaufgetreten. Wer nicht bereit ist Präsident der diese einzuhalten, muss eben die KlimaHaus Agentur entsprechenden Konsequenzen ziehen. Niemand macht Norbert Lantschner und seinen Mitarbeitern ihre Verdienste streitig, doch eine saubere Lösung in Verwaltung und Technik ist Voraussetzung, dass wieder Ruhe einkehrt und die Arbeit weiter geht. Eine sachliche und nicht emotionale Bereinigung der Schieflage muss angegangen werden. Emotionen trüben immer den Blick auf das Wesentliche. Das Konzept Klimahaus soll weiterhin erfolgreich sein und wird deshalb auf eine neue Ebene gestellt. Die Idee Klimahaus ist in der Zwischenzeit längst Allgemeingut geworden. Neue Aufgaben warten auf Lösungen: die Anpassung der Zertifizierung an die italienischen und europäischen Normen und Vorgaben, die Entwicklung neuer Überlegungen, speziell zu Sanierung des Altbestandes und da vor allem von Spezialgebäuden wie alte Ansitze, Burgen und von denkmalgeschützten Gebäuden. Auch gewerbliche und industrielle Bauten stellen eine energetische Herausforderung dar, die einer Lösung zugeführt werden muss. Neue Materialien müssen bewertet werden, auch das Recycling der Baumassen beim Abbruch muss jetzt mit angegangen werden. Viel ist noch zu tun – packen wir’s an! ...die etwas anderen Lösungen RCS-Türenstudio Heilig - Kreuz - Straße 7 I-39030 St. Lorenzen · Tel. +39 0474 474 757 info@rcs-tueren.it · www.rcs-tueren.it

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