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Bauen, Sanieren & Immobilien 2012

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themenbereich 16

themenbereich 16 01/2012 01/2012 17 service FRENER & REIFER – galaktische Aussichten Kurzinformation Bauherrin: Klaus Tschira Stiftung GmbH, Heidelberg Betreiberin: Max-Planck-Institut für Astronomie, Heidelberg Planung: Bernhardt + Partner Architekten, Darmstadt Gebäudehülle, Glasfassade und Sonnenschutz: FRENER & REIFER GmbH, Brixen Faszination Astronomie am Max-Planck-Institut in Heidelberg. Engineering und Ausführung einer hochkomplexen Fassadengeometrie durch den Südtiroler Spitzenbetrieb FRENER & REIFER. Ende vergangenen Jahres wurde, hoch oben auf dem Königsstuhl bei Heidelberg, das spektakulär konzipierte Haus der Astronomie eröffnet. Das einzigartige Zentrum für astronomische Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit fördert den Erfahrungsaustausch zwischen Forschern und unterstützt die Wissensvermittlung von Physik und Mathematik an Kindergärten und Schulen. Das Architekturkonzept Nach einer Idee des visionären Stifters wurde die Gebäudeform von einer Spiralgalaxie abgeleitet. Zur Formfindung experimentierte das beauftragte Darmstädter Architektenteam Bernhardt + Partner mit einem eigens dafür entwickelten Computermodell einer Spiralgalaxie. Daraus filterten sie eine punkt- bzw. drehsymmetrische Gebäudeform, bei der sich sowohl die Geschossebenen als auch die Fassade um ihr Zentrum drehen. Dabei wird die Krümmung der „beiden Spiralarme“ zum Zentrum hin dramatisch stärker. Gleichzeitig nimmt die Höhe der Fensterbänder ab, im Gegenzug nimmt die Höhe der Metallfassade zu. Die um eine halbe Geschosshöhe versetzten Nutzenebenen unterstützen zusätzlich den Anschein der Gebäuderotation um seinen Kern. Querbezüge zwischen den Räumen beider Spiralarme lassen Nutzern und Besuchern die außergewöhnliche Gebäudeform erleben. Das Zentrum im Haus der Astronomie ist ein multifunktionaler Hörsaal, ausgestattet mit einem digitalem Planetarium. Auf einer Nutzfläche von 2700m² erfüllt das Gebäudekonzept die hohen Anforderungen von Wissenschaftlern, Redakteuren, Lehrern und Besuchern. Erwähnenswert: Das nachhaltige Energiekonzept nutzt Sonnenenergie und Erdwärme gleichermaßen. Ein Qualitätsentwurf, der nahezu ohne Abstriche von der ursprünglichen Entwurfsidee umgesetzt werden konnte, was dem Architekten-Team zu internationaler Anerkennung verhilft. Von der Planung zur Umsetzung „Wie baut man eine Galaxie?“ – war keine ironische Frage des Architekten-Teams. Denn, erst wenn die starke Vision von Realisten aufgegriffen wird, kommen die bauphysikalischen und konstruktiven Herausforderungen ins Spiel: Das Haus der Astronomie ist ein Computerkind. Mit zweidimensionalen Plänen lässt sich eine derart futuristische Fassadengeometrie nicht mehr beschreiben. Alle Ausführungsbeteiligte arbeiteten deshalb gleichermaßen mit professioneller 3D-Planung, am gleichen Datenmodell, im gemeinsamen Planungsraum – von der Arbeitsvorbereitung bis Produktion, über eine professionelle 3D-Bauvermessung zur perfekten Montageleistung. Gemeinsam und hoch engagiert! Ausführungsqualität Beständig werden die Fassadenprofis FRENER & REIFER für anspruchsvolle und ausgefallene Fassadenkonstruktionen aus Glas und Metall geholt. In diesem Fall ging es um Unterkonstruktion, Fertigung und Montage von lackierten Brüstungsblechen mit fassadenlangem, durchgängig scharfem Knick. Geforderte Toleranz dabei: +/- 0 mm! Zwischen den Brüstungsblechen laufen Glasbänder mit nur 30 mm schmalen Stegen, ein außen liegender Edelstahlsonnenschutz ist integriert. Die Detailqualität ergab sich durch eine perfekte Vorfertigung von 4500 Blechen im FRENER & REIFER- Werk Brixen. Jedes Blech in einem anderen Format. Alle Oberflächen mit UV-resistentem Mehrschichtlack veredelt. Die Endmontage der insgesamt 2650 m² Blechfläche zu 250 passgenau gefertigten Montageeinheiten erfolgte vor Ort. Eine weitere ästhetische Raffinesse waren die geforderten kaum wahrnehmbaren Vertikalstöße in den Brüstungsbändern. Eine logistische Herausforderung stellte auch die Endmontage der „Blechkoffer“ genannten Montageeinheiten dar, die mit mobilem Transport- und Hebekran „sanft und mm-exakt“ positioniert werden konnten. Bleiben noch die 325 laufenden Meter Fensterband zu erwähnen, zart unterbrochen durch das filigrane Pfosten-Riegelkonstruktions-System minimo_ FR . Eine von mehreren patentierten FRENER & REIFER-Systementwicklungen. Der Bauherr und die Architekten waren besonders erfreut über die termingerechte Einhaltung des „Dienstleistungsversprechens“ von Seiten des FRENER & REIFER-Teams. Das Projekt konnte termingerecht, ohne Nacharbeit unter Erfüllung der gestalterischen und bauphysikalischer Anforderungen und unter Einhaltung des Kostenbudgets abgeschlossen werden. INFO FRENER & REIFER GmbH Alfred-Ammon-Straße 31 | 39042 Brixen Tel. 0472 270 111 | purzer@frener-reifer.com www.frener-reifer.com

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