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Bauen, Renovieren & Immobilien 2011

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a k t u e l l a k t u e

a k t u e l l a k t u e l l Qualitätsprüfung und Neuheiten In den letzten Jahren wurde bei der Überarbeitung von Baunormen, der Materialprüfung, ein großer Augenmerk eingeräumt. Davon betroffen sind nicht nur die klassischen Bereiche wie Stahlund Betonbau, sondern auch die Prüfungen auf Erden, Felsen und Holz, sowie alle geognostischen Untersuchungen und bodenmechanischen Feldversuche. Den geotechnischen Prüfanstalten wurde die Rolle eines öffentlichen Dienstes zuerkannt, was die Autorisierung seitens des Ministeriums für Infrastrukturen und Transporte, sowie die nachfolgende Eintragung in ein staatliches Verzeichnis notwendig macht. Um die Sicherheit der zivilen Bauten, besonders was die tragenden Strukturen betrifft, zu gewährleisten, wurden mit den neuen Richtlinien für die Ausführung von Bauwerken die Standards für die Planung und die Materialkontrollen in der Ausführungsphase und bei der Abnahme erhöht. In den Jahren 2009–2010 lag der Tätigkeitsschwerpunkt des geotechnischen Labors des Amtes für Geologie und Baustoffprüfung in der Erfüllung der technisch-qualitativen und administrativen Auflagen, die im ministeriellen Rundschreiben für das Autorisierungsverfahren enthalten sind. Die wichtigsten Aufgaben des geotechnischen Labors sind: • Durchführung von geotechnischen Prüfungen auf Erden für die bautechnische Verwendung (Straßenunterbauten, Beläge für Fußballplätze, Radwege, Auffüllmaterial für Friedhöfe und Wasserspeicher für Beschneiungsanlagen); • Durchführung von Feldversuchen (Bohrungen, Piezometermessungen, Lastplattenversuche); • Durchführung von Prüfungen auf Felsen und Zuschlagstoffen; • Einbau von Messsensoren und deren periodische Ablesung für Bewegungskontrollen von Hängen und Felswänden auf dem gesamten Landesgebiet. In den letzten Jahren hat das Landesamt in zunehmendem Maße Beratungen und Mischrezepturen für Erdbauten geliefert. Nennenswert sind: die Herstellung der Belagmischung für die Bergetappe zum Kronplatz für den Giro d’Italia 2010, der Neueinbau des Unterbaues auf der SS 242 im Bereich des Sellajoches und die Studie für die Verwendung von Recyclingmaterial längs der MEBO. Eines der interessantesten Projekte war die Erstellung der geologischen Machbarkeitsstudie zur Zulaufstrecke- Süd des Brenner-Basistunnels zwischen Branzoll und Salurn (5. Baulos). Für dieses Projekt wurden Bohrungen mit einer Gesamtlänge von 1385 m abgeteuft, davon 915 m in Festgestein, 245 in den Lockersedimenten des Etschtales und 225 m wurden ohne Kerngewinn gebohrt. Qualitätszertifizierung ISO 9001 Trotz der Vielzahl an gesetzlichen Vorschriften und der sich ständig ändernden Normen ist es dem Amt für Geologie und Baustoffprüfung gelungen, die notwendigen Unterlagen für das ministerielle Autorisierungsverfahren für das geotechnische Labor als auch für die Erneuerung der ministeriellen Autorisierung für die Durchführung von Prüfungen an Beton- und Stahlbaustoffen abzufassen. Man rechnet damit, dass beide innerhalb des heurigen Jahres die Qualitätszertifizierung ISO 9001 erhalten werden. Man wird diese auch auf das Labor für zerstörungsfreie Werkstoffprüfung, dessen Haupttätigkeit die Prüfung von Seilen für Personenförderanlagen ist, ausweiten. Zukunftsträchtig sind die Prüfungen für den Holzbau, für welche sich das Amt in nächster Zeit spezialisieren wird. INFO Aut. Prov. Amt für Geologie und Baustoffprüfung Eggentaler Straße 48 - 39053 Kardaun Tel. 0471 361 511 - Fax 0471 361 512 geologie@provinz.bz.it 50 01/2011 01/2011 51

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