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Bauen, Renovieren & Immobilien 2011

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a k t u e l l a k t u e

a k t u e l l a k t u e l l Sprengen oder bohren? 14 Tunnel ohne dicke Luft Die Sicherheit im Tunnelbau ist ein wichtiges Thema. Das Land hat daher für Tunnels ein eigenes Kapitel in die Straßenbaurichtlinien eingefügt. 01/2011 „Südtirols Tunnels sind in vier verschiedene Klassen (A, B, C, D) unterteilt, wobei die Klassifizierung von der Tunnellänge und dem Verkehrsaufkommen abhängt“, erklärt Valentino Pagani, Direktor der Landesabteilung Tiefbau. Aufgrund der Klassifizierung ist eine bestimmte technische Ausstattung nötig. In der Klassifizierung wird auch die Belüftung genau festgelegt Die neuen Straßenbaurichtlinien sind 2006 in Kraft getreten. Da aber Planer immer wieder Fragen zur Sicherheit und Art der Belüftung in Tunnels aufwarfen, wurde 2008 eine interne Arbeitsgruppe unter der Koordination der Abteilung Tiefbau gebildet. Diese hat sechs Monate lang die gängigen österreichischen, italienischen und schweizerischen Normen studiert und diese an die besonderen geografischen und klimatischen Gegebenheiten Südtirols angepasst. In diesen neuen internen Normen geht es um die Systemwahl (Längs- oder Querbelüftung), die je nach Tunnellänge, Steigung, Verkehrsaufkommen und Stauhäufigkeit erfolgen muss. „Im Tunnel von St. Jakob z.B. hatte man einige Probleme mit der Belüftung, obwohl die gemessenen Werte immer unter den gesetzlich vorgegebenen Grenzwerten lagen. Damit bei Unfällen oder Brand eine noch größere Sicherheit gewährleistet werden kann, wurde für den Tunnel Leifers ein neues Konzept erarbeitet.“ Zur Gewährleistung der sicheren Nutzung eines Straßentunnels ist die Einhaltung von Standards bezüglich Luftqualität in der Betriebsphase und Sicherheit im Brandfall notwendig. Dabei ist Folgendes zu berücksichtigen: • Tunneleigenschaften: Tunnellänge, Verkehrsstärke, Stauhäufigkeit, Längsneigung, Fluchtwege. • Art des Verkehrs: Anteil Schwerverkehr, Richtungsverkehr, Gegenverkehr, gelegentlicher oder periodischer Gegenverkehr, Stau und stockender Verkehr. • Umweltsituation: Beeinflussung der Umwelt (Luft und Lärm) bei den Portalen, Lüftungskamine sowie andere Öffnungen zwischen Tunnel und Umwelt. Fluchtwege von Rauch befreit Es gibt drei Lüftungssysteme: Bei Längslüftungen erfolgt eine Durchströmung des Tunnels mit Luft in Längsrichtung. Die Luftströmung kann entweder natürlich (aufgrund meteorologisch bedingter Unterschiede zwischen den Portalen oder aufgrund der Fahrzeugbewegungen) oder mechanisch mit Hilfe von Strahlventilatoren erzeugt werden. Bei Längslüftungen mit Punktabsaugung erfolgt eine Durchströmung des Tunnels mit Luft in Längsrichtung. Punktabsaugungen werden eingesetzt, um einen Tunnel aerodynamisch in zwei Abschnitte zu unterteilen. Dies erfolgt mit einem Kamin. Und dann gibt es noch die Systeme mit regelbaren Rauchabsaugpunkten. Bei diesen Systemen erfolgt normalerweise die Entrauchung über eine Zwischendecke mit regelbaren Abluftklappen. Zudem kann die Zulufteinbringung über einen getrennten Kanal erfolgen. Ist nur ein Kanal vorhanden, so spricht man von Halbquerlüftungen (Ab- oder Zuluft), bei je einem Kanal für Zu- und Abluft von Vollquerlüftungen. In Leifers gibt es eine Halbquerlüftung mit einem Kamin und alle 500 Meter Fluchtwege. „Auch die Fluchtwege müssen durch die Ventilatoren von den Abgasen und bei Bränden vom Rauch befreit werden.“ Die Anlagen sind so dimensioniert, dass sie die Luft für diese Zeitspanne rein halten. In Leifers gibt es alle 80 Meter Schächte, wo die Luft angesaugt wird, und dann wird die Luft über einen Kamin auf den Berg nach oben geleitet. „Wir studieren, wie zusätzliche Filter im Kamin die Abluft vor dem Austritt weitestgehend reinigen können. In diesem Bereich haben wir noch wenig Erfahrung, wir wollen aber in anderen Städten prüfen, um für uns die beste Lösung zu finden“, verspricht Pagani. Eine Marke von Daimler AG. Tunnels werden in offener und bergmännischer Bauweise errichtet. Bei der offenen Bauweise wird der Tunnel von oben her gebaut, bei der bergmännischen von den Endpunkten aus vorangetrieben. Bei der herkömmlichen offenen Bauweise bleibt die Baugrube während der gesamten Bauzeit offen. Sind die Platzverhältnisse ausreichend, kann eine geböschte Baugrube ausgeführt werden. Bei der „Deckelbauweise“ hingegen werden so genannte Bohrpfahlwände errichtet, eine Decke gegossen und der Boden darüber wieder zugeschüttet. Der Bereich unter der Decke wird in Tunnellängsrichtung ausgehoben, ohne dass man an der Oberfläche vom Aushub etwas merkt. Der Vorteil ist: Der ursprüngliche Zustand kann rasch wieder hergestellt und die Lärm- und Staubbelastung für die Anrainer auf ein Minimum reduziert werden. Bergmännische Bauweise 7116K_Autoindustriale_Actros:Layout 1 17-12-2010 14:32 Pagina 1 Herausragende Zuverlässigkeit, Robustheit und Vielseitigkeit durch diverse Ausstattungen, machen den neuen Actros Bau zum Leader des Bausektors. Die neuen Sicherheitselemente machen ihn noch widerstandsfähiger und ermöglichen somit die Bewältigung äußerst Tunnelbohrmaschine Bei der bergmännischen Bauweise wird zwischen Sprengvortrieb und Vortrieb mit einer Tunnelbohrmaschine unterschieden. Der Sprengvortrieb kommt im Fels zum Einsatz. Die Tunnelbohrmaschine kommt nur bei längeren Tunnels zum Einsatz. Ein rotierendes Schneidrad bohrt sich in den Fels oder in das Erdreich. Die Tunnelbohrmaschine erzeugt geringere Erschütterungen bei den umliegenden Gebäuden sowie geringere Setzungen an der Oberfläche. Zudem ist die Vortriebsgeschwindigkeit fast fünfmal größer als bei der traditionellen Tunnelbauweise. Wahre Männer besteigen die Berge nicht nur – sie bewegen sie. Der neue Actros Bau. anspruchsvoller Arbeiten. Mercedes PowerShift Offroad sorgt für noch mehr Schaltkomfort, verminderten Verbrauch und geringere Abnutzung. Der neue Actros Bau beweist heute mehr denn je, dass er Ihr LKW des Vertrauens ist. truck.mercedes-benz.it Autoindustriale GmbH Vertragshändler von Mercedes-Benz, Bozen Grandistrasse 16, Tel. 0471 550250 - Bruneck J. G. Mahlstrasse 48, Tel. 0474 570000 www.autoindustriale.com

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