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Alpine Technologien 2021

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8 Der Mezdi-Lift auf der

8 Der Mezdi-Lift auf der Seiser Alm den Bergurlaubern Schutz vor Wind und ungünstigen Wetterbedingungen. Früher waren diese Seilbahnen auf die Beförderung von zwei Personen ausgelegt. Mittlerweile bieten die Umlaufseilbahnen Platz für bis zu 32 Personen pro Kabine, Pendelbahnen sogar für bis zu 230 Menschen. AKTUELL Jedes Jahr neue Bahnen und Anlagen Zwei Pioniere: Luis Zuegg und Karl Hölzl Foto © IDM Südtirol Harald Wisthaler Abgesehen von einzelnen Zusammenschlüssen bestehender Skigebiete und den damit verbundenen Verbindungsliften werden im gesamten Alpenraum kaum mehr neue Skigebiete genehmigt bzw. erschlossen. Qualitative Verbesserungen stehen in allen bekannten Gebieten ganz oben auf der Liste. Der Sechseroder Achter-Sessellift mit Sitzheizung und Haube anstelle des alten Zweierliftes. Oder eine Umlaufbahn mit 10er-Kabinen samt Zwischenstation ersetzt zwei bis drei alte Anlagen. Alle Investitionen dienen dazu, schneller und bequemer mit Ski, Snowboard oder Rodel (im Sommer auch mit Mountainbike) auf die Berge zu kommen. Seilförderanlagen sind dank ihrer ausgereiften Technologie die mit Abstand sichersten Personen-Transportmittel. Großes Potenzial liegt im urbanen Segment: Umweltfreundlich und leistungsfähig zugleich lösen Seilbahnsysteme aktuelle und zukünftige urbane Verkehrsprobleme eindrucksvoll und überwinden im urbanen Raum Wohngebiete, Flüsse und die bestehende Infrastruktur mit Leichtigkeit und schweben über sämtliche Verkehrsbehinderungen hinweg. Ing. Luis Zuegg war ein umtriebiger Unternehmer aus Lana. Er war unter anderem an der Errichtung des ersten Elektrizitätswerkes in der Gaul in Lana und der ersten elektrischen Straßenbahn Südtirols von Lana nach Meran (eröffnet am 11. August 1906) beteiligt. Während des Ersten Weltkrieges war der Pionier aus Lana am Bau Radius 190 x 93 zahlreicher Seilbahnen, an der Süd- 9.12 alpine technologie - pompe di calore V2 front – welche für den Nachschub der Soldaten gebaut wurden, beteiligt. Dabei konnte er die ersten wichtigen Erfahrungen im Seilbahnbau sammeln. Insgesamt meldete Zuegg von seinen bahnbrechenden Erfindungen im Seilbahnbau sieben Patente in Österreich, Italien und in der Schweiz an (darunter z.B. das Telefoniersystem, den Streckenanzeiger oder die Tragseilbremse). Ab Mitte der 1920er Jahre arbeitete Luis Zuegg per Lizenzvertrag mit „Adolf Bleichert & Co.“ aus Deutschland zusammen. In den 1920er und 1930er Jahren wurden weltweit zahlreiche Seilbahnprojekte realisiert, wie z. B. auf den Tafelberg in Kapstadt, in Miramar in Spanien, Sestriere in Italien, die Kreuzeckbahn, die Patscherkofel-Bahn, die Hahnenkammbahn in Kitzbühel und eine Bahn in Zakopane in Polen. Die besten Wärmepumpen für ein angenehmes Leben, Tag für Tag. www.bautechnik.it Das ideale Klima. Foto: © OskarDaRiz

AKTUELL 9 Ab Mitte der 1920er Jahre arbeitete Karl Hölzl im Betrieb der erfolgreichen Firma Zuegg mit. Er war maßgeblich an den Konstruktionen moderner Personenseilbahnen der Firma Zuegg beteiligt. 1936 konnte er die letzte Seilbahn, die bei Zuegg in Auftrag gegeben wurde, eine Bahn von St. Ulrich zur Seiser Alm, planen und realisieren. Ein neues Geschäftsfeld: die Idee, Sessellifte zu bauen Während und nach dem Zweiten Weltkrieg sank die Nachfrage an Pendelbahnen allerdings gewaltig. So begann Hölzl, sich Gedanken um den Einstieg in ein weiteres Geschäftsfeld zu machen, den Bau von Sesselliften. Diese waren erheblich günstiger, und Hölzl sah zu diesem Zeitpunkt eine Marktlücke in diesem Sektor. Auf dem Col Alto in Corvara entstand schließlich von 1946 bis 1947 in Kooperation mit Ernst Leitner die erste Sesselbahn der Firma Hölzl. Diese wurde zum Teil noch mit Restposten aus dem Zweiten Weltkrieg ausgestattet, welche dann später von Leitner ausgewechselt wurde. Genau diese Firma Leitner entwickelte sich später zu einem der Weltmarktführer im Seilbahnbau; so ist es in erster Linie Karl Hölzl zu verdanken, dass Leitner überhaupt in den Bau von Foto © Albert Innerhofer Luis Zuegg Seilbahnen einstieg, anstatt wie zuvor nur im Bau von Landmaschinen tätig zu sein. Die Kooperation mit Leitner wurde wieder beendet, und ab 1947 ging Hölzl den Weg im Seilbahnbau alleine und konzentrierte sich bis zu seinem Ruhestand im Jahr 1967 auf den Bau von Pendelseilbahnen. Von diesen konnten speziell in Norditalien zahlreiche Exemplare erbaut werden. Von Hölzl zu Agamatic und Doppelmayr Italia Karl Hölzl Heinz Zeller, ein Neffe des Firmengründers, übernahm 1967 das Unternehmen zusammen mit Rinaldo Ghedina und Hansjörg Kiem. Bis Mitte der 1990er Jahre wurden von Hölzl weitere 30 Pendelbahnen realisiert und im In- und Ausland zahlreiche Modernisierungen durchgeführt. Darunter zählt die dritte Gabriel Leitner Sektion der Anlage von Cervinia zur Testa Grigia mit ihren 140 Personen fassenden Kabinen zu den größten von Hölzl erbauten Pendelbahnen. 1981 gründete die Firma Hölzl gemeinsam mit dem österreichischen Unternehmen Doppelmayr die Firma Agamatic und spezialisierte sich auf den Bau von kuppelbaren Anlagen. Damit war das Unternehmen aus Lana auf dem italienischen Markt sehr erfolgreich; über 60 Anlagen wurden im Laufe von 20 Jahren geplant und gebaut. 2002 fusionierten Hölzl und Agamatic mit Doppelmayr aus Vorarlberg zu Doppelmayr Italia. Seither realisiert Doppelmayr Italia alle seilgezogenen Bahnsysteme für den Personentransport, sowohl in Bergdestinationen als auch im städtischen Umfeld sowie spezielle Anwendungen im Materialtransport. Truck Center – Ihr Vertragshändler für Linde Material Handling im Raum Trentino und Südtirol • Neue und gebrauchte Stapler • Kurz-, mittel- und langfristiger Verleih • Logistik und Finanzierungen auf Maß • Assistenzdienst im gesamten Raum Trentino-Südtirol • Bestens ausgestattete Werkstatt • Servicezentrum für Ersatzteile und Zubehör • Sicherheitsberatung Truck Center: Ihr Geschäftspartner Truck Center ist der exklusive Vertragshändler für den Weltmarktführer in Sachen Staplerproduktion, Linde Material Handling. Dank der Kooperation mit Linde sind wir nicht nur Wiederverkäufer für hochwertige Stapler, sondern darüber hinaus auch Ihr professioneller Ansprechpartner für Service und maßgeschneiderte Rundumlösungen im Bereich Logistik. TRUCK CENTER GmbH Altmannstraße 13 • 39100 Bozen Tel 0471/202610 • Fax 0471/201158 info@truck-center.it www.truck-center.it Truck Center – wir heben Sie sicher über jedes Problem hinweg!

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