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Alpine Technologien 2020

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16 Anzeige Eine Traumspur durch den Wald „Pilat“ war eine Skipiste in St. Ulrich/Gröden, die mehr als ein Vierteljahrhundert im Dornröschenschlaf lag. Jetzt erweckt sie das Tief- und Hochbauunternehmen Wieser wieder zu Leben und verbindet die höchstgelegene Alm Europas, die Seiser Alm, wieder mit dem Grödner Tal. Jahre sind eine lange Zeit. Und 25 Jahre lang etwas 25 nicht zu können, was man gerne möchte, muss schon fast eine Qual sein. So ist es vielen Skifahrern in Gröden ergangen. 25 Jahre keine Talabfahrt von der Seiser Alm hinunter nach St. Ulrich. Eine bittere Pille. Die gute alte „Pilat“, sie galt fast schon als berüchtigt. Oft schmal und kurvenreich, immer durch den Wald, teilweise kaum vier Meter breit, und „schieben“ musste man auch. An manchen Stellen hatte man die Piste mühselig mit einer Bretterkonstruktion unterfüttert, um sie so wenigstens ein bisschen zu verbreitern. Wer da verkantete, musste hoffen, dass ein rudimentärer Maschendrahtzaun den Sturz milderte. Irgendwann, vor mehr als einem Vierteljahrhundert, wurde die Abfahrt dann geschlossen. Nur die Skitourengeher hatten dort im stillen Aufstieg noch ihre Freude. Ein Werk der Superlative 2019 im September fuhr dann schweres Gerät hinauf zur Seiser Alm. Der Neubau der Pilat begann. Die Grödner Macher, allesamt erfahren im Dolomiti Superski, dem größten Skiverbund der Welt, hatten das Unternehmen Wieser Tief- und Hochbau aus Sand in Taufers beauftragt, diese traditionsreiche Abfahrt wieder attraktiv zu gestalten. Da fanden die richtigen Partner zueinander. Die Grödner wollen beste Qualität, und die Wieser OHG ist für ihren Pistenbau weit über die Grenzen des Landes hinaus bekannt. Inzwischen lassen sich längst mehr als nur Konturen erkennen. Wenn die Pilat-Abfahrt dann im Winter 2021/22 für den Skibetrieb offen sein wird, ist das Ganze schon rein bautechnisch ein Werk der Superlative. Da wurden zunächst bewehrte Erden für die Skipistenverbreiterung im Ausmaß von 20.000 Quadratmeter Sichtfläche errichtet, aufgrund der geologischen Vorkommnisse zum Teil auf Mikropfählen gegründet. In den acht bestehenden Bachquerungen wurde mittels ortstypischer Zyklopensteine ein neues Gerinne ausgebildet. Die gesamten Erdbewegungsarbeiten spielten sich auf einer Fläche von insgesamt fünf Hektar ab. Schon dies sind imponierende Leistungen binnen eines Jahres. Im Anschluss wurden umfangreiche Felssicherungsarbeiten entlang der Skipiste durchgeführt und im Laufe des Spätsommers ein unterirdischer Wasserspeicher mit 5.000 Kubikmeter Fassungsvermögen, Pumpstation, Elektroräumen, Kühltürmen sowie eine Skipistenunterführung unterhalb der Bergstation Mont Sëuc realisiert. Rund fünf Kilometer messen die neuen Beschneiungsleitungen Franz Wieser, Firmeninhaber hin zu den 55 Schneelanzen, welche Schneesicherheit auf der gesamten Strecke garantieren, während auf einer Länge von viereinhalb Kilometern moderne Sicherheitszäune für die Sicherheit der Skifahrer sorgen. An der breitesten Passage misst die Abfahrt nun fast 40 Meter, an ihrer schmalsten Stelle Kurt Niederkofler, Projektleiter fahrbare acht Meter Breite. So gelang es, eine rote, familienfreundliche Abfahrt bis ins Tal zu errichten und parallel dazu als „Sahnehäubchen“ eine schwarze Variantepiste. „Diese Piste gehört zu den aufwendigsten, die wir in unserem Unternehmen je realisiert haben“, erklärt Franz Wieser. Vielleicht wird die „Pilat“ ja bald wieder legendär, vielleicht wird sie auch eine der schönsten Waldabfahrten Südtirols. 30, manchmal sogar über 40 Mitarbeiter von Franz Wieser und den Partnern haben sich jedenfalls alle Mühe gegeben, dass es so werden könnte.

Anzeige 17 50.000 + 400 + 5 + 130 +1050 = Die Formel im Skigebiet Speikboden Im Skigebiet Speikboden im Tauferer-Ahrntal wurde ein ambitionierter 4-Jahres-Plan umgesetzt. Maßgeblich daran beteiligt war das Unternehmen Wieser Tief- und Hochbau. Wasser, das den Berg hinauffließt? Klingt zwar gut, gibt es aber leider noch nicht naturgegeben. Also hat die Firma Wieser Tief- und Hochbau wieder einmal einen Speichersee gebaut – in 2.200 Meter Höhe. Das ist für das Pustertaler Unternehmen aus Sand in Taufers fast schon Routine, national wie international. Doch diesmal geschah es direkt vor der eigenen Haustür, im Skigebiet Speikboden, im Ahrntal, gleich hinter der trutzigen Burg Taufers. Mit Speicherseen ist das so eine Sache. Das muss man können. Und Wieser kann das. Das haben die Mitarbeiter mit ihren wuchtigen Maschinen oft genug bewiesen. So entstand am Fuße des Kleinen Nock ein See mit einem Fassungsvermögen von 50.000 Kubikmetern – immerhin genug, um eine ordentliche Menge technisch erzeugten Schnee im Skigebiet zu verbreiten. In nur hundert Stunden Doch dieser See war nur der Auftakt eines ambitionierten 4-Jahres-Planes. Denn wer Wasser aus einem See schaffen will, muss pumpen. Kraftvoll pumpen. Also wurden alle Pumpstationen ausgebaut. Die speisen heute über ein ebenfalls erneuertes Netz aus Stich- und Füllleitungen insgesamt 130 Schneekanonen. 400 Liter Wasser in der Sekunde lassen nun weißes Gold regnen. Das ist das 13-Fache im Vergleich zu 2016 und doch kein Gigantismus. „Am Speikboden ist man heute in der Lage, bei optimalen Witterungsverhältnissen, alle Pisten des Skigebietes in rund hundert Stunden vollständig zu beschneien“, erklärt Franz Wieser. Speichersee, Pumpstationen, fast fünf Kilometer Leitungen, viele neue Schneekanonen. „Für uns hat sich daraus zwingend ein weiterer Schritt ergeben, wir mussten und wollten die Piste hinunter ins Tal neu anlegen“, sagt Martin Unterweger, der Geschäftsführer der Speikboden AG. Wieder rückten Bagger und schweres Gerät an. Doch es ist imponierend, wenn das, was so grob beginnt, in einen sanften, fast liebevollen Prozess des Modellierens übergeht. Wenn riesige Greifarme sanfte Wellen generieren, über die später mit einem „Juchizer“ Skifahrer ins Tal carven. Die neue „Michl“-Abfahrt Andreas Kaiser, Projektleiter 1.050 Höhenmeter coole Piste, Spaß und Genuss zwischen Berg- und Talstation – das ist die neue „Michl“-Piste am Speikboden. Nicht mehr „schwarz“ wie früher, sondern nun „rot“ und ohne die Straße, die man zuvor oft mit stockendem Atem überqueren musste. Wenn man von ganz oben, von der Sonnklarhütte in 2.400 Meter Höhe, startet, fährt man bemerkenswerterweise die Abfahrt mit dem größten Höhenunterschied Südtirols bis hinunter ins Ahrntal. „Diese Piste ist etwas ganz Besonderes, ich hoffe, dass sie bald eingeweiht werden kann“, sagt Franz Wieser, stolz darauf, im Heimatdorf so etwas realisiert zu haben. Taufererstraße 4 | 39032 Sand in Taufers | Tel. 0474 659 001 | info@wieser.it | www.wieser.it

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