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Urlaub in Südtirol 2014

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04/2014

04/2014 themenbereich aktuell 6 04/2014 7 Am Schönsten ist es doch zu Hause Sommerzeit ist Urlaubszeit. Reisen in alle Welt werden gebucht, die Koffer gepackt. Erlebnistour, Städtetrip, Wanderabenteuer und vor allem Strandleben stehen in der Beliebtheitsskala ganz weit oben. Italien selbst ist hoch im Kurs, und wen verwundert es, für viele ist der Urlaub daheim in Südtirol der allerschönste! Das alles scheint nicht verwunderlich, nicht umsonst ist Südtirol ein wahrer Touristenmagnet. Rund sechs Millionen Urlauber mit rund 29 Millionen Übernachtungen wurden im vergangenen Jahr gezählt. Warum soll das, was Deutsche, Italiener, Schweizer, Holländer, Österreicher und immer mehr Touristen auch aus Übersee in Scharen ins Land lockt, nicht auch Frau und Herrn Südtiroler dazu veranlassen, die Heimat mit dem fast immer schönen Wetter, der abwechslungsreichen Natur und der einmaligen Bergwelt zu genießen? Ohne Stress, lange Anfahrtswege, Flugangst, Stau und Überbuchung der Hotels wird direkt vor der Haustür in den Urlaub gestartet. Hohe Sonnenscheingarantie Dass in Südtirol relativ oft schönes Wetter herrscht, ist vor allem seiner Lage zu verdanken. Auf der Südseite des Alpenhauptkammes, dem höchsten Gebirgszug der Alpen, gelegen, bildet Südtirol beim Wetter oft einen extremen Kontrast zum bestehenden Wetter in Nord- und Osttirol oder Graubünden. „Das Wetter wird entscheidend von der Windrichtung beeinflusst. Kommt der Wind aus dem Norden, bleiben die Wolken und der Niederschlag auf der Nordseite der Alpen, in Südtirol herrscht Fön und schönes Wetter. Kalte Nordwinde werden durch die Barrieren der Ötztaler, Stubaier und Zillertaler Alpen sowie die Hohen Tauern geblockt. Eher selten herrscht eine Südströmung vor. Die Feuchtluftmassen, auch als „Golf-von-Genua-Tief“ bekannt, bringen Niederschläge mit sich“, erklärt der Meteorologe des Teams des Landeswetterdienstes, Dieter Peterlin. Der Wetterdienst der Autonomen Provinz Bozen wurde im Jahr 1996 eingeführt. Drei Meteorologen liefern an 365 Tagen im Jahr Wetterinformationen. Winter trocken, Sommer Regen Dieter Peterlin „In Südtirol regnet es relativ wenig, dafür aber umso mehr um Südtirol herum in Nordtirol oder am Gardasee, denn bis die Wolken Bozen erreichen, haben sie sich bereits an den ersten Ausläufern des Alpenhauptkammes sowie an den Dolomiten und dem Ortler-Cevedale-Massiv ausgeregnet. Nur im Etschtal ist eine ungehinderte Passage in Richtung Norden möglich“, erklärt der Wetterexperte. Aus diesem Grund befindet sich in Südtirol auch das trockenste Tal der Alpen: Der Vinschgau, eingeschlossen durch die Ortlergruppe und die Ötztaler Alpen, ist ein alpines Trockental. Hier regnet es durchschnittlich nur 500 ml/Jahr. In Bozen sind es zum Vergleich 700 ml/Jahr, am Karerpass, im hinteren Ultental oder im Passeier über 1.000 ml/Jahr. Höhere Lagen weisen generell höhere Niederschlagsmengen auf. Sie fallen vor allem in der Sommerperiode. Der Winter und Frühling zeichnen sich hingegen durch lange Trockenperioden aus, nur der späte Frühling ist von einem Regenmaxima gekennzeichnet. Der diesjährige Winter war dementsprechend eine Ausnahme. Das Land der Kontraste Der Nordfön bewirkt eine besondere Erwärmung, doch kann es sein, dass verschiedene Landesteile ein komplett unterschiedliches Wetter aufweisen. Die „Wetterfrösche“ haben Tourismusvereinigung Ultental/Proveis mit Hilfe von 50 Wetterstationen und Webcams Einblick auf das Wettergeschehen im gesamten Territorium. Dabei kann es vorkommen, dass in Bozen und im Unterland die Sonne lacht und 20 Grad gemessen werden, aus Prettau oder Klausberg gleichzeitig Schneefall gemeldet wird. Im Bozner Raum überwiegen West- und Südwestwinde, der Winter ist oft windstill oder es weht ein Wind aus Norden oder Nordost. Auch im restlichen Südtirol ist es im Winter meistens windstill, Frühling und Herbst indes sind durch stärkere Winde geprägt. Im Vinschgau weht ein trockener und kalter Nordwestwind, das Eisack- und Pustertal sind von Bodenwinden geprägt. Mythos Sonnentage Viele Urlaubsorte locken die Urlauber mit bombastisch klingenden Zahlen: Naturns gibt 315 Tage an, in Nals und für den Vinschgau sind es 300, auch in Kaltern spricht man von dieser Summe. Doch was bedeutet Sonnentage? Es gibt keine Definition, wie lange die Sonne pro Tag und mit welcher Intensität sie scheinen sollte, damit der Tag als ein Sonnentag bezeichnet werden kann. „Wir kalkulieren hingegen in Sonnenscheinstunden. In Bozen werden im Jahr durchschnittlich 2.500 gemessen. Die sonnenreichsten Gebiete Südtirols liegen hingegen auf den Hochplateaus: am Regglberg in Deutschnofen und Welschnofen, auf dem Ritten, der Seiser Alm, in Terenten an der Pusterer Sonnenstraße und am Vinschger Sonnenberg“, berichtet Dieter Peterlin. Die mediterransten Zonen Südtirols sind Meran, aber vor allem aber das Überetsch und Unterland. Im Süden Südtirols kann man im Sommer regelmäßig ein geradezu mediterranes Klima mit Temperaturen bis über die 30 Grad erleben. Im Herbst hingegen, wenn sich in den langen Nächten in den Tälern die feuchte Luft sammelt, bildet sich dort oft Hochnebel. Darüber kann man in den Bergen den herrlichsten Sonnenschein genießen. Starke jahreszeitliche Temperaturschwankungen Die isolierenden Gebirgszüge um Südtirol führen zu einem ausgeprägten Kontinentalklima mit relativ hohen jahreszeitlichen Schwankungen. Selbst die Temperaturen innerhalb eines Tages können vor allem im Sommer in Bozen sehr extrem sein. Vor allem Bozen sticht italienweit aus der Temperaturstatistik markant heraus: Oft ist die Landeshauptstadt im Sommer die heißeste Stadt Italiens und auch im Winter hält sie nicht selten den Rekord als kälteste Landeshauptstadt. Vor allem im Eisacktal und Pustertal herrschen rauere Temperaturen als in den anderen Landesteilen. Die Winter sind hier besonders lang und hart. Nur das Meer ist fern Egal, ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter, jede Jahreszeit hat in Südtirol ihren Reiz und bietet Abwechslung. Ist die Skisaison auf den Südtiroler Pisten zu Ende, beginnt es in den Talebenen bereits zu grünen und zu blühen. Spazieren in den blühenden Obstwiesen und an den Seen, aber auch die ersten Wanderungen in tiefer gelegenen Lagen machen Lust auf den kommenden Sommer, wenn die Natur und das schöne Land wieder die Qual der Wahl stellt. Klettern, Bergtouren, Mountainbiking, Wandern, Paragliding, Golfen, Schwimmen oder Segeln, aber auch nur einfach in der Sonne liegen, Faulenzen und das Leben genießen – alles bietet sich an. Nur das Meer findet man nicht mehr, davon zeugen nur noch die Fossilien, die an vielen Orten des Landes gefunden wurden. Der Wald besitzt dabei eine besondere Erholungsfunktion. Die saubere Luft und die Ruhe, dazu Bewegung und Entspannung sind für den menschlichen Organismus besonders gesundheitsfördernd. Mit großen Waldgebieten ist das gesamte Land großzügig ausgestattet. Die Erholung beginnt sozusagen direkt vor der Haustür jedes Südtirolers.

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