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Südtirols Top 100 2015

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aktuell 8 07/2015 INFO-PR 07/2015 9 International stärkt lokal In Südtirol daheim, in der Welt zuhause! Was die heimischen Unternehmen in diesen Jahren der globalen Wirtschaftskrise geleistet haben, ist beeindruckend: In den vergangenen 12 Monaten wurden Waren im Wert von über vier Milliarden Euro exportiert. Im Vergleich zu 2009 entspricht dies einem Zuwachs von über einer Milliarde Euro. Besonders stolz auf diese Zahlen ist der Unternehmerverband Südtirol. Über 70 Prozent des gesamten Südtiroler Außenhandels wird von Mitgliedsbetrieben des Verbandes generiert. „Wir sind überzeugt, dass gerade die Eroberung neuer Märkte im In- und Ausland für die Zukunft unserer Unternehmen ganz entscheidend ist. Deshalb setzen wir uns als Verband dafür ein, die Rahmenbedingungen weiter zu verbessern, damit unsere Betriebe noch konkurrenzfähiger werden“, unterstreicht Josef Negri, Direktor des Unternehmerverbandes Südtirol. In den letzten Monaten wurden auf lokaler und nationaler Ebene viele wichtige Schritte in diese Richtung getan: Der IRAP-Steuersatz wurde auf 2,68 Prozent gesenkt; neue, unbefristete Arbeitsverhältnisse wurden von dieser Steuer befreit und die Reform des Arbeitsmarktes durch den „Jobs Act“ hat positive Impulse gesetzt. Trotzdem gibt es noch viel zu tun. Die Energiepreise sind in Südtirol immer noch um etwa 30 Prozent höher als in Deutschland oder Österreich. Die Steuerlast auf Arbeit muss weiter gesenkt und die Erreichbarkeit auf allen Ebenen verbessert werden. Bessere Rahmenbedingungen steigern nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft, sondern wirken sich auf das ganze Land positiv aus. Dies zeigen die Zahlen zum Arbeitsmarkt deutlich: Seit über 20 Jahren steigt die Anzahl an unselbständig Beschäftigten in Südtirol kontinuierlich an. Im September zählte das Amt für Arbeitsmarktbeobachtung des Landes über 200.000 unselbständig Beschäftigte, ein Allzeithoch für den Südtiroler Arbeitsmarkt, das nicht zufällig mit dem Allzeithoch im Export einhergeht. Exporterfolg schafft neue Arbeitsplätze Gerade die Industrie weist eine besonders positive Entwicklung auf. Bemerkenswert dabei ist, dass die Arbeitsplätze in diesem Sektor nicht nur in den beiden großen Städten Bozen und Meran geschaffen werden, sondern – bzw. vor allem – auch im ländlichen Raum, wo die Industrie der erste private Arbeitgeber ist. Das verarbeitende Gewerbe schafft in allen 116 Südtiroler Gemeinden direkte Arbeitsplätze. In 20 Gemeinden arbeitet sogar mehr als die Hälfte aller unselbständig Beschäftigten in diesem Sektor, so z.B. in Truden (73,9 %), Kiens (71,9 %), Burgstall (69,2 %), Gais (63,9 %), Freienfeld (61,5 %) oder am Ritten (54,6 %). Wie stark internationale Konkurrenzfähigkeit der Unternehmen mit der Erhaltung bestehender und der Schaffung neuer Arbeitsplätze, mit der Entlohnung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie mit der Stärkung des gesamten Landes zusammenhängt, zeigt der Sozialbericht, den der Unternehmerverband jährlich erstellt. Im Sozialbericht wird aufgrund der bei der Handelskammer hinterlegten Bilanzen der Mitgliedsunternehmen der geleistete Beitrag zum Wirtschaftsaufkommen, aber auch zum Wohlstand, zur Beschäftigung und zur Internationalisierung Südtirols quantifiziert. Dem Unternehmerverband gehören 470 Mitgliedsunternehmen an, die in Südtirol über 33.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und außerhalb der Landesgrenzen weitere 12.000 beschäftigen. Obwohl diese Betriebe nicht einmal ein Prozent aller Südtiroler Unternehmen ausmachen, generieren sie 18 Prozent der gesamten unselbständigen Beschäftigung, 17 Prozent der Wertschöpfung, 30 Prozent der Steuereinnahmen an Irap und Ires und über 70 Prozent der Exporte. Hohe Bereitschaft, neue Märkte zu erobern „Unserem Verband gehören industriell organisierte Betriebe aller Sektoren und Größen an. Sie sind international, umweltbewusst und innovativ. Besonders zwei Merkmale zeichnen sie aus: die hohe Produktivität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die Bereitschaft, neue Märkte zu erobern, sowohl in anderen Regionen Italiens als auch Josef Negri, Direktor des Unternehmerverbandes Südtirol im Ausland“, unterstreicht Verbandsdirektor Negri. Die Produktivität der Beschäftigten in den Mitgliedsunternehmen liegt mit einer Wertschöpfung von 75.000 Euro pro Mitarbeiter weit über dem Südtiroler und italienischen Durchschnitt und ist durchaus mit der Produktivität des verarbeitenden Gewerbes in Tirol oder Bayern vergleichbar. Diese außerordentliche Leistung spiegelt sich auch in der Entlohnung wider: Pro Mitarbeiterin und Mitarbeiter zahlen die Mitgliedsbetriebe des Unternehmerverbandes rund 50.000 Euro an Bruttolöhnen und Sozialabgaben, während der landesweite Durchschnitt bei 36.000 Euro liegt. In einem immer globaleren Umfeld ist die Netzwerkfunktion ein weiteres strategisches Anliegen des Unternehmerverbandes. Die Zugehörigkeit zum System von Confindustria, dem italienischen Dachverband der industriellen Unternehmen, dem 150.000 Betriebe mit 5,5 Millionen Beschäftigten angehören, und der neben Rom auch in Brüssel einen Sitz hat, ist besonders wichtig. Zentral ist auch die Plattformfunktion, die der Unternehmerverband zwischen italienisch- und deutschsprachigem Raum aufgebaut hat. Das deutsch-italienische Business-Forum, das am vergangenen 15. und 16. Oktober bereits zum fünften Mal in Bozen stattgefunden hat, ist wahrscheinlich die herausragendste, aber bei weitem nicht die einzige Dialogmöglichkeit, die mit Verbänden und Institutionen im In- und Ausland entstanden ist. In diesem Kontext spielt das Verhältnis mit der Universität und den Schulen eine extrem wichtige Rolle: Die Jugend für die Südtiroler Unternehmen und für die vielen interessanten Arbeitsmöglichkeiten, die diese bieten, zu begeistern, gehört zu den Kernaufgaben des Verbandes. Im vergangenen Jahr konnten durch verschiedene Initiativen über 50 Schulen und 5.000 Jugendliche aller drei Sprachgruppen direkt angesprochen werden. Business-Forum in Bozen: die Präsidenten Stefan Pan (Unternehmerverband), Ulrich Grillo (BDI) und Giorgio Squinzi (Confindustria)

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