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Südtirol Magazin Sommer 2020 - NZZ

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Werbung Foto © Kottersteger Foto © E. Callierotti Bergwelt trifft auf städtisches Flair Eingebettet in die imposante Bergwelt des Dolomiten UNESCO Welterbes liegt der Bergsteigerort Sexten. Hier wurde einst Alpingeschichte geschrieben, und noch heute ziehen die umliegenden, markanten Dolomitengipfel Jahr für Jahr Gipfelstürmer aus aller Welt in ihren Bann. Städtischer geht es in der nahe gelegenen Marktgemeinde Innichen zu. Besucher flanieren hier am liebsten durch die belebte Fussgängerzone oder machen einen Abstecher in den „Dom von Innichen“, wie die romanische Stiftskirche wegen ihrer imposanten Erscheinung auch genannt wird. Die Drei Zinnen in den Sextener Dolomiten gelten wohl zu Recht als Wahrzeichen der Region. Mit ihren drei markanten Zacken sind sie nicht nur die meistfotografierte Felstrilogie der Alpen, die steilen Wände und Grate ziehen Jahr für Jahr Kletterer und Bergsteiger aus aller Welt an. Hier wurde schon früh Alpingeschichte geschrieben. Und diese Geschichte ist eng verwoben mit dem Dorf Sexten. Es war im August 1869, als dem Wiener Bergsteiger Paul Grohmann gemeinsam mit Peter Salcher und dem Sextener Bergführer Franz Innerkofler die Erstbesteigung der Grossen Zinne gelang. Diese Gipfeltour gab den Startschuss für zahlreiche weitere und die grosse Gipfeljagd in den Sextener Dolomiten: Alpinisten aus aller Welt kamen von nun an in das beschauliche Bergdorf Sexten. Auf der Suche nach dem grossen Abenteuer erschlossen sie immer waghalsigere Kletterrouten. Der Geist dieser Zeit ist noch heute spürbar, und Sexten ein beliebter Ausgangspunkt für Gipfeltouren. Wie könnte es auch anders sein. Foto © IDM Südtirol-Manuel Kottersteger

Foto © wisthaler 39 Sextener Sonnenuhr Sexten liegt eingebettet in eine Skyline aus Bergspitzen, die ihresgleichen sucht. Die Gipfel „Neuner“, „Zehner“ (Sextener Rotwand), „Elfer“, „Zwölfer“ und „Einser“ bilden ein grosses steinernes Uhrwerk, die sogenannte „Sextner Sonnenuhr“. An klaren Wintertagen zeigt der Stand der Sonne auf den Gipfeln die Uhrzeit an. Über Jahrhunderte hinweg hat diese natürliche Uhr das Leben geprägt. Die Zeit anhalten und zur Ruhe kommen, das gelingt am besten im wildromantischen Fischleintal. Natur pur verspricht das Tal im Naturpark Drei Zinnen. Wanderern bietet der etwas mehr als vier Kilometer lange Weglauf ein besonderes Naturschauspiel: Türkisblau schimmert das Fischleinbach, Blumenwiesen treffen auf schroffe Dolomitfelsen, und immer wieder öffnet sich ein Ausblick auf die Sextener Sonnenuhr mit ihren markanten Gipfeln. Das Fischleintal ist beliebter Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen und Bergtouren im Herzen des Dolomiten UNESCO Welterbes, und von hier aus führt auch der schnellste Weg zu den Drei Zinnen. Wer vom Klettern gar nicht genug bekommen kann, ist auf dem Höhenweg „Dolomiten ohne Grenzen“ richtig. Auf 108 Kilometern führen Wanderwege und Klettersteige in mehreren Tagesetappen von den Dolomiten bis in die Karnischen Alpen. Dabei verlaufen die Wege entlang alter Kriegssteige, Galerien und Schützengräben, dort, wo im Ersten Weltkrieg gekämpft wurde. Der Weg will heute auch ein Zeichen des Friedens sein – hoch oben am Berg gibt es schliesslich keine Landesgrenzen. Weniger anspruchsvoll, aber landschaftlich genauso beeindruckend ist die „Sextener Hüttenrunde“. Der Wanderklassiker ist ein Muss für alle, die nach dem besonderen Dolomitenkick suchen. Mit ausreichend Kondition ist die Tour, ausgehend von Sexten, an einem Tag zu schaffen. Und die Anstrengungen werden mit einem grossartigen Blick auf die imposanten Nordwände der Drei Zinnen belohnt. Mehr Genuss und Zeit für die Hüttenpausen hat allerdings, wer die Tour auf zwei Tage aufteilt und auf der Büllelejoch- oder Zsigmondyhütte übernachtet. Adrenalingeladen geht es auf dem 120 Kilometer langen Mountainbike-Trail „Stoneman“ zu. MTB-Profi Roland Stauder hat den Trail angelegt und die Tour unter das Motto „Verwirkliche deinen Traum“ gestellt. Je nach Lust, Laune und Kondition kann die Tour an einem, zwei oder drei Tagen bewältigt werden. Feriengenuss in Innichen Eingebettet zwischen mächtige Dolomitengipfel liegt auch die Marktgemeinde Innichen. Mit einer belebten Fussgängerzone, einladenden Kaffees und Geschäften versprüht das Foto © Armin Huber

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