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Radius Wirtschaftsschau Eggental 2013

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34 08/2013 themenbereich Dauerbrenner Holz Welche Ressourcen die Bewohner im Eggental in welcher Epoche aus ihrem Wald verwenden, liest sich wie einzelne Kapitel einer Kulturgeschichte. Nur eines war seit jeher: das Holz, ein Wirtschaftsfaktor. verstorben ist. Erich Pichler hatte den väterlichen Betrieb übernommen und neben den Holzan- und -verkäufen die Behandlung stets innovativ weiterentwickelt und konnte so bis weit über Südtirol seine Kunden, auch solche mit Spezialanfragen, beliefern. Die Landesdomäne Latemar bewirbt die Qualität des Holzes heute noch damit, dass selbst Instrumentenbauer aus dem Waldbestand Material einkaufen. Ob ein Holz als Klangholz verwendet werden kann, entscheiden ganz bestimmte Voraussetzungen, etwa die engen Jahresringe von geradwüchsigen astarmen Stämmen. Das Verfahren, bis aus dem geeigneten Holz dann tatsächlich Instrumente gebaut werden können, ist aufwändig und beginnt mit jahrelanger Lagerung. Exotische Nutzung vom Holz Doch der Instrumentenbau ist wohl die exotischste Nutzung der Fichten aus dem Eggental. Seit jeher ermöglichte der Wald den Bewohnern wirtschaftliches Treiben. Die Art der Verwendung erfolgte stets nach den vorhandenen Möglichkeiten, der Technologien, aber auch der Nachfrage der Märkte – und beide haben sich im Laufe der Jahrhunderte verändert. In manchen Sektoren haben sich sogar lediglich die Rahmenbedingungen geändert, nicht aber die Tatsache, dass das Eggentaler Holz gebraucht werden würde. Etwa im Holzhandel. Die Landesdomäne führt nicht das einzige Sägewerk im Eggentaler Einzugsgebiet. Mit zu den größten privaten Unternehmen zählt die Holz Pichler AG, deren Geschäftsführer in diesem Sommer unerwartet Vielfältiger Einsatz Was heute mit dem LKW aus dem Tal herausgeführt wird, besorgten seit der Eröffnung der großen Dolomitenstraße die Pferde- und Ochsenwägen. Und auch dafür wurde Holz gebraucht. Die Roderer verarbeiteten das Holz und versorgten die Waldbesitzer mit Gespann und Wagen – später, als Schmiede die Räder mit Eisen beschlugen, hielten sich auch diese in Stand. Doch bereits zuvor, also vor 1869 die Eggentaler Straße Welschnofen mit dem Eisacktal verband, wurde das Eggentaler Holz außerhalb gesucht: Schiffsbauer in den Werften brauchten Holz. Deren Bestellungen trafen in Deutschnofen sogar aus Venedig ein: Ellenslange Stämme wurden auf dem direkten Weg über den Brantner Bach bis zur Etsch geflutet. An deren Holzhäfen wurden die Stämme gebündelt und erreichten als Floße die Adria. Manches Holz wurde vorher abgefangen: Die Unterlandler Bauern brauchten Stangen und Spaltholz. Alsbald entwickelten sich einige Deutschnofner zu Fassbindern, brachten zu Pferde den Bauern die gebundenen Fässer an die Etsch – und kehrten mit dem einen oder anderen Fass vollbeladen mit süffigem Wein zurück auf den Rögglberg. » www.getraenke-holzknecht.it

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